Karneval in NRW: Dortmunderin (20) verstorben – Rätsel um Straßenbahn-Unglück in Köln

Beim Karneval in Köln ist eine Frau am Barbarossaplatz von einer Straßenbahn erfasst worden.
Beim Karneval in Köln ist eine Frau am Barbarossaplatz von einer Straßenbahn erfasst worden.
Foto: Patrick Schüller
  • Karneval in NRW neigt sich dem Ende
  • In Köln ist eine Frau von einer Straßenbahn tödlich erfasst worden
  • Überwiegend blieben die Rosenmontagszüge in NRW friedlich
  • In unserem News-Blog kannst du alle Ereignisse nachlesen

Karneval in NRW erreicht am Rosenmontag seinen traditionellen Höhepunkt. Doch nach dem stürmischen Wochenende, stand auch der Rosenmontag unter keinem guten Stern.

Ein schrecklicher Vorfall ereignete sich am Donnerstag in Köln. Dort wurde ein Frau an Weiberfastnacht von einem Zug überrollt. Trotz der Tragödie wurde das närrische Treiben zum Karneval in NRW fortgesetzt.

An Rosenmontag folgte dann der nächste Schock: Eine 20-Jährige aus Dortmund wurde von einer Straßenbahn erfasst und kam dadurch ums Leben.

Was sonst noch an Karneval in NRW los war, erfährst du in unserem News-Blog:

>> Karneval in Volkmarsen: Maurice P. rast in Menschenmenge ++ wollte er seine Tat filmen?

Karneval in NRW: Tragische Ereignisse überschatteten das bunte Treiben in Köln

Veilchendienstag, 25. Februar:

16.23 Uhr: Nach dem tödlichen Unfall mit einer Stadtbahn am Rosenmontag am Barbarossaplatz sucht die Polizei Köln dringend Zeugen. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die 20-Jährige nur von dem hinteren Bahnwaggon erfasst wurde.

Zeugenaussagen konnten bisher keinen Aufschluss darüber liefern, wie die Fußgängerin gegen 16 Uhr in Gleisbett geraten war. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de an die Polizei zu wenden.

Horror-Clown überfällt an Rosenmontag Kiosk

13.20 Uhr: An Rosenmontag hat ein maskierter Horror-Clown einen Kiosk in Bochum-Wanne an der Bickernstraße überfallen. Er forderte gegen 22.45 Uhr Bargeld, indem er den Angestellten mit einem Messer bedrohte. Doch kurze Zeit später brach der Unbekannte die Aktion ab und rannte ohne Beute Richtung Hüllerstraße davon.

So wird der Tatverdächtige beschrieben:

  • er ist etwa 18 bis 25 Jahre alt
  • 1,75 bis 1,85 Meter groß
  • Er sprach akzentfrei Deutsch
  • trug eine dunkle Kapuzenjacke, schwwarze Hose, blaue Turnschuhe, schwarze Handschuhe und die Horror-Clown-Maske

Du hast etwas gesehen? Dann melde dich bei der Polizei unter 0234 / 909-4135 sowie 0234 / 909-4441

10.26 Uhr: Etwas Ausgefallenes hat sich eine Fleischerei übrigens an Karneval einfallen lassen. In Bochum gibt es tatsächlich sehr ungewöhnliche Berliner. Welche Zutaten hinzugefügt wurden, erfährst du hier >>>

09.18 Uhr: Nach dem Zwischenfall mit Dutzenden Verletzten bei dem Rosenmontagszug in Volkmarsen gibt es in NRW weiterhin keine landesweite Absage von Karnevalsumzügen am Veilchendienstag. Etwa der große Zug in Mönchengladbach solle stattfinden, sagte eine Polizei-Sprecherin am Morgen. Das Sicherheitskonzept solle nochmals angeschaut werden, aber: „Wir machen unseren Karneval“, betonte sie. Während die großen Karnevalsumzüge in Köln und Düsseldorf Vergangenheit sind, ist in Mönchengladbach der Veilchendienstag der Höhepunkt der tollen Tage. Bei dem Umzug werden laut Veranstalter-Angaben Hunderttausende Zuschauer erwartet.

Die Kreispolizeibehörden in Nordrhein-Westfalen seien gebeten worden, den Vorfall in Volkmarsen in die jeweilige Lagebeurteilung einzubeziehen, so das NRW-Innenministerium. Es sei zu prüfen, ob die Sicherheitsmaßnahmen für die Umzüge erhöht werden müssten.

09.07 Uhr: Die Bonner Polizei hat ein erstes Karnevalsfazit gezogen: Sieben Personen wurden in Gewahrsam genommen, die entweder betrunken waren, randaliert hatten oder einem Platzverweise nicht nachgekommen waren.

Ein 36-Jähriger war von einem Zivilfahnder bei einem Drogendeal beobachtet worden. bei ihm wurden 35 Konsumeinheiten Kokain festgestellt. In der Adolfstraße wurde gegen 22.30 Uhr die Ermittlungen wegen eines Sexualdeliktes aufgenommen. Eine 19-Jährige hatte sich einem Passanten anvertraut, der die Polizei rief. Insgesamt zogen die Polizei ein zufriedenes Fazit beim Rosenmontagszug in Bonn.

6.30 Uhr: Tragische Ereignisse überschatteten den Karneval in Köln. Erst am Donnerstag erfasste ein Zug eine Frau, die bei dem schrecklichen Unglück starb. An Rosenmontag geschah dann dasselbe am Nachmittag am Barbarossaplatz in Köln. Eine 20-jährige Dortmunderin verstarb. Wie es dazu kam, ist noch völlig unklar.

Außerdem blieb ein Mädchen in einem Hotel mit seinem Fuß in einer Rolltreppe stecken und verletzte sich schwer. „Auch wenn die Einsatzzahlen der Hilfsorganisationen niedriger sind als in den vergangenen Jahren, die tragischen Unfälle überschatten das fröhliche Treiben“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos).

Rosenmontag, 24. Februar:

22.48 Uhr: Weshalb die 20-Jährige trotz der anfahrenden Bahn auf die Gleise lief und ob sie selbst zum Feiern unterwegs war, ist am Abend noch nicht klar.

Zwei Begleiterinnen der jungen Frau beobachteten den Unfall. Sie wurden vom Rettungsdienst und einem Notfallseelsorger betreut und dann in ein Krankenhaus gebracht, wie die Feuerwehr am späten Abend mitteilte.

20.40 Uhr: Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) äußerte sich zum Rosenmontagsumzug in der Rheinmetropole: „Auch wenn die Einsatzzahlen der Hilfsorganisationen niedriger sind als in den vergangenen Jahren, die tragischen Unfälle überschatten das fröhliche Treiben.“

20.00 Uhr: Das Comitee Düsseldorfer Karneval geht davon aus, dass zwischen 600.000 und 700.000 Menschen den Rosenmontagsumzügen beigewohnt haben. Auch in Köln sein Hunderttausende unterwegs gewesen, berichtet die Polizei. Die genaue Zahl könne man nicht schätzen.

19.42 Uhr: Die Polizei Köln berichtet, dass es sich dem Straßenbahnunglück am Barbarossaplatz um eine 20-jährige Frau aus Dortmund handelt. Gegen 16 Uhr sei sie an der Haltestelle unter eine anfahrende Bahn in Richtung Chlodwigplatz geraten und dabei tödlich verletzt worden. Die beteiligte Stadtbahn war zunächst weitergefahren.

Derzeit sichert die Polizei Köln Spuren, um den Unfallhergang nachvollziehen zu können.

18.48 Uhr: Beim Karnevalsumzug in Gelsenkirchen kam es zu einem lauten Streit zwischen mehreren Personen, bei dem Reizgas eingesetzt wurde. Bei einem 16-Jährigen aus Gelsenkirchen, der als einer der Tatverdächtigen in der Auseinandersetzung gilt, wurden ein Schlagring und ein Einhandmesser aufgefunden. Die Polizei stellte die Gegenstände sicher und fertigt eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffengesetz.

Die Polizei Gelsenkirchen zieht dennoch eine positive Bilanz: „Insgesamt war der Rosenmontagsumzug in diesem Jahr der Festzug mit den wenigsten polizeilichen Einsätzen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

18.40 Uhr: Großeinsatz für die Düsseldorfer Stadtreinigung: Beim Rosenmontagszug setzte die Awista direkt hinter dem letzten Zugwagen an, weitere Reinigungstrupps nehmen ihre Arbeit etwas später an anderer Stelle entlang des Zugweges auf, beispielsweise an der Heinrich-Heine-Allee und am Carlsplatz. Die Reinigung der Altstadt beginnt in der Nacht zum Dienstag und dauert bis etwa 8 Uhr. Feinarbeiten dauern noch den gesamten Vormittag, insbesondere dort, wo noch Stände und Tribünen abgebaut werden müssen.

18.19 Uhr: Rund 200.000 Menschen sind zum „überwiegend friedlichen“ Rosenmontagsumzug in Bonn zusammengekommen, berichtet die Polizei.

In den Nachmittagsstunden mussten die Beamten mehrfach einschreiten, weil es zu Streitigkeiten und Körperverletzungen kam oder Feiernde über die Stränge schlugen. Bis 18:00 Uhr wurde drei Personen in Gewahrsam genommen, die betrunken waren, randaliert hatten oder einem der elf Platzverweise nicht nachgekommen. Bis dahin wurden drei Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten aufgenommen.

Die Polizeidirektorin Anja Gans zieht eine positive Bilanz dieses Rosenmontagsumzugs: „Ich freue mich, dass die Menschen, trotz des anfänglichen Regens, sich nicht die Laune haben verderben lassen. Durch unsere starke Präsenz und das konsequente und frühzeitige Einschreiten haben wir mit dazu beigetragen, dass die Menschen überwiegend friedlich miteinander feiern konnten.“

18.10 Uhr: Karnevalisten in Düsseldorfer mussten ein Hakenkreuz von einem Mottowagen entfernen. Polizisten hatten das Nazisymbol auf der Brust des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro erspäht. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft forderten sie die Karnevalisten auf, das Symbol zu überdecken.

Später kamen der Behörde aber Zweifel an der eigenen Bewertung: „Die weitere Prüfung hat dann ergeben, dass das Hakenkreuz in diesem Zusammenhang von der Kunstfreiheit gedeckt sein dürfte“, sagte die Sprecherin. Für die Pappmaché-Figur kam diese Erkenntnis allerdings zu spät.

Person in Köln von Straßenbahn überrollt

17:55 Uhr: Erfreulich: „Die in diesem Jahr zahlreich zusätzlich aufgestellten Toiletten wurden gut angenommen“, berichtet die Polizei Düsseldorf. Es wurden demnach am Rosenmontag keine Verstöße des „Wildpinkelns“ geahndet, an den anderen Karnevalstagen insgesamt 55. Die bekommen in den nächsten Tagen per Post ein Schreiben übersandt, in dem die begangene Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von 70 Euro geahndet wird.

17.50 Uhr: Die Stadt Düsseldorf zieht Bilanz: In rund drei Stunden zogen die Mottowagen an den Karnevalisten vorbei. Die thematisierten das aktuelle Zeitgeschehen, darunter den Anschlag in Hanau. Andere zeigten beispielsweise die Beziehung zwischen den USA und dem Iran, die verheerenden Waldbrände in Australien, die durch ein brennendes Känguru symbolisiert wurden, oder die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen.

Auch Themen wie der Coronavirus, der Hass in den Sozialen Medien oder die Umweltspur sowie das Dieselfahrverbot wurden in Szene gesetzt.

16.55 Uhr: Und leider noch eine tragische Nachricht: Am Barbarossaplatz in Köln ist laut Feuerwehr eine Person von einer Straßenbahn erfasst und überrollt worden. Nur wenig später ergänzte die Feuerwehr Köln via Twitter, dass für die Person, nach Informationen von DER WESTEN eine Frau, jede Hilfe zu spät kam. „Es konnte nur noch der Tod festgestellt werden.“

16.32 Uhr: Beim Karneval in Volkmarsen in Hessen ist es zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Ein Mercedes durchbrach eine Absperrung und raste in eine Menschenmenge. Dabei wurden nach ersten Erkenntnissen mindestens 15 Menschen verletzt. Alle Infos zum Unglück kannst du hier verfolgen >>

Mädchen (7) verletzt sich schwer an Rolltreppe

15.31 Uhr: Schrecklicher Unfall in Köln an Rosenmontag. Ein siebenjähriges Mädchen hat mit ihrem Fuß in einer Rolltreppe im Maritim Hotel am Heumarkt verfangen und schwere Verletzungen zugezogen. Die Rettungskräfte benötigten mehr als eine Stunde, um das Mädchen zu befreien. „Das Kind ist nicht in Lebensgefahr, aber der Fuß ist sehr schwer verletzt, er war komplett und massiv eingeklemmt“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Er sprach von Frakturen und Quetschungen.

Das Vater des Kindes und seine kleinere Schwester waren bei dem Unfall dabei. „Wir mussten die Stufe mit einer Flex auftrennen“, sagte der Sprecher. Währenddessen wurde das verletzte Mädchen notfallmedizinisch behandelt. „Den Kreislauf des Kindes stabilisieren, Schmerztherapie, die Atmung sicherstellen, die Blutung versuchen zu stillen - das war schon Intensivstation auf der Rolltreppe.“ Den Blutverlust habe man schwer einschätzen können, weil der ganze Fuß eingeklemmt gewesen sei. Noch ist unklar, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Die Polizei übernahm die Ermittlungen.

15.20 Uhr: Judenfeindliche Darstellungen beim Karneval im belgischen Aalst haben für Fassungslosigkeit gesorgt. Karnevalisten hatten sich als orthodoxe Juden verkleidet und zeigten bei dem traditionellen Straßenkarneval am Sonntag unter anderem Karikaturen orthodoxer Juden, zwischen denen Goldbarren liegen oder Juden als Kakerlaken. In den vergangenen Jahren liefen immer wieder auch Männer in SS-Uniform mit und verteilten Fähnchen.

„Rechtlich können wir nicht aktiv werden“, sagte Dana Spinant, Sprecherin der EU-Kommission. „Politisch ist unsere Position sehr klar“, fügte sie hinzu. Solche Dinge sollten nicht geschehen.

14.40 Uhr: Das Sturmtief hat in Düsseldorf buchstäblich für Wirbel gesorgt – das belegt auch ein Bericht der Feuerwehr. „Yulia“ sorgte für 33 Einsätze auf Stadtgebiet. „Vor allem lose Bauplanen, Äste, Dachverkleidungen und umgestürzte Bäume mussten durch die Feuerwehrleute gesichert oder entfernt werden“, erklärt Pressesprecher Christopher Schuster. Immerhin: „Nach bisherigen Erkenntnissen der Feuerwehr wurden keine Menschen im Zusammenhang durch den Sturm verletzt.“ Zum glimpflichen Ausgang trug mit Sicherheit auch bei, dass das Kö-Treiben sowie die Veedelszüge abgesagt wurde.

Coronavirus-Verdacht in Köln

13.37 Uhr: Unschöne Nachrichten aus Köln: Offenbar hat es einen Rettungsdienst-Einsatz wegen eines Coronavirus-Verdachts gegeben. Ein Italiener war am Freitag nach Köln gereist, am heutigen Rosenmontag plagen ihn heftige Grippe-Symptome. Alle Infos dazu hier >>

12.36 Uhr: Noch politischer als sonst präsentieren sich die Wagen auf den Karnevals-Umzügen. In Düsseldorf wird auf drastische Weise vor den Auswirkungen von rassistischer Hetze gewarnt, ein anderes Motto zeigt den rechtsextremen AfD-Politiker Björn Höcke mit Hitler-Gruß – während CDU und FDP ihm beim Heben des rechten Arms helfen.

Auch Hanau ist omnipräsent. Ein Wagen des Kölner Rosenmontagszugs zeigt eine Gänsehaut-Geste. Der Kölner Dom weint und trägt ein Herz, auf dem in Anlehnung an das diesjährige Sessions-Motto steht: „Unser Herz schlägt für Hanau“

12.02 Uhr: Die Rosenmontagszüge in Köln, Düsseldorf und den weiteren jecken Städten in NRW laufen. Die vielen Närrinnen und Narren lassen sich vom miesen Wetter wenig beeindrucken. Kein Wunder: Schließlich war der Karneval in NRW in den letzten Jahren fasst immer mit miesem Wetter verbunden.

10.19 Uhr: Der nächste Wetter-Schock erreicht den Karneval in NRW! Nach dem stürmischen Wochenende nähert sich eine ausgewachsene Regenfront. Am Vormittag beginnt es in Süddeutschland ordentlich zu regnen, die Front zieht dann bis zum Nachmittag nach Norden und wird dabei auch die Kostüme der Jecken in Nordrhein-Westfalen nass machen.

Und auch der Wind will nicht aufhören. Zwar wird bei weitem kein Sturm wie am Sonntag erwartet, wegen Böen mit rund 50 Stundenkilometer hat der Deutsche Wetterdienst dennoch eine Warnung der Stufe 1, in Teilen NRWs sogar der Stufe 2 von 4 herausgegeben.

9.30 Uhr: Die gute Nachricht für alle Jecken: Stand jetzt sind die Rosenmontags-Umzüge nicht gefährdet. Sturmtief Yulia soll heute nicht ganz so übel wüten wie am gestrigen Sonntag. Da hatte das Wetter für die Absage unzähliger Karnevalszüge geführt. Die schlechte Nachricht: Windig und regnerisch bleibt es. Wie häufiger in den vergangenen Jahren könnte der Straßenkarneval witterungsbedingt ungemütlich werden.

6.08 Uhr: Hunderttausende Menschen werden in Köln und Düsseldorf zum Straßenkarneval an Rosenmontag erwartet. Dabei werden die satirischen Wagen 2020 vielleicht noch politischer als sonst. Auch der erst wenige Tage zurückliegende mutmaßlich rechtsextremistische Anschlag von Hanau soll im Kölner und im Düsseldorfer Zug aufgegriffen werden.

Droht den Rosenmontagszügen das Aus?

Allgemein hofft man in den Karnevalshochburgen auf besseres Wetter als am Wochenende. Am Sonntag hatten Sturmböen zur Absage vieler Karnevalsumzüge geführt. Die großen Rosenmontagszüge in Köln und Düsseldorf galten aber zunächst als nicht bedroht. Der Wind sollte abflauen. Hoffen wir mal, dass es so bleibt.

Sonntag, 23. Februar

Hier geht es zur Übersicht der nicht stattfindenden Karnevalsumzüge in NRW >>>

Sturmtief sorgt für Schrecksekunden

21.58 Uhr: Mit den Rosenmontagszügen erreicht der Straßenkarneval an diesem Montag seinen Höhepunkt. Die Karnevalisten erwarten Hunderttausende Zuschauer. Dabei werden die satirischen Wagen 2020 vielleicht noch politischer als sonst. Auch der erst wenige Tage zurückliegende mutmaßlich rechtsextremistische Anschlag von Hanau soll im Kölner und im Düsseldorfer Zug aufgegriffen werden.

Allgemein hofft man in den Karnevalshochburgen auf besseres Wetter als am Wochenende. Am Sonntag hatten Sturmböen zur Absage vieler Karnevalsumzüge geführt. Die großen Rosenmontagszüge in Köln und Düsseldorf galten aber zunächst als nicht bedroht. Der Wind sollte abflauen.

17.56 Uhr: Obwohl der Karnevalsumzug am Tulpensonntag in Boele sturmbedingt abgesagt wurde, gab es einige "Jecken", die erheblich über die Stränge geschlagen haben. Die Hagener Polizei musste in Teilen auch konsequent einschreiten. Gegen 13:00 Uhr betraten ca. 100 Jugendliche und Heranwachsende, teilweise deutlich alkoholisiert, die Osthofstraße und behinderten den Fahrzeugverkehr. Nach kurzer Straßensperrung erhielten zahlreiche Personen aus der Gruppe Platzverweise durch die Polizei.

Insgesamt zehn Personen mussten in Gewahrsam genommen werden, 130 Personen erhielten Platzverweise.

17.27 Uhr: Sturmtief Yulia sorgte für die ein oder andere Schrecksekunde in Köln. In Stammheim stürzte ein tonnenschwerer Baum auf einen Festwagen, der auf dem Weg zur Aufstellung war. Zum Glück war niemand auf dem Festwagen zu dem Zeitpunkt. Auch Nahe Gürzenich hatten Jecken großes Glück am Sonntagvormittag. Ein Baugerüst stürzt auf einen Ausschankwagen. Niemand wurde verletzt.

Vergewaltigung in Kölner Hotelzimmer?

16.31 Uhr: Am Samstagabend ist es offenbar in einem Hotel in der Kölner Innenstadt zu einer Vergewaltigung einer jungen Karnevalistin gekommen. Die Polizei nahm am Abend zwei Männer (30, 33) aus Frankfurt am Main fest, einer von ihnen steht im dringendem Tatverdacht die Frau vergewaltigt zu haben. Sie habe laut eigenen Angaben nach der möglichen Tat aus dem Zimmer fliehen und die Polizei alarmieren können, so die Polizei. Beamte konnten die beiden Männer widerstandslos festnehmen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen.

Insgesamt zählt die Polizei Köln acht Fälle von Sexualdelikten, sieben davon in Köln, eine in Leverkusen. Dabei handelt es sich in der Mehrzahl um sexuelle Belästigungen und exhibitionistische Handlungen. In allen Fällen konnten die Polizisten vor Ort die Personalien der Tatverdächtigen feststellen.

16.13 Uhr: Die Kölner Polizei hat eine erste Karnevalsbilanz veröffentlicht. Es bezieht sich auf den Zeitraum von Freitag 6 Uhr bis Sonntag 6 Uhr.

  • 90 Männer und 8 Frauen kamen zumeist deutlich alkoholisiert ins Polizeigewahrsam (Vorjahr 92).
  • 43 von ihnen verbrachten den Rest des Tages zur Ausnüchterung und 32 in der Polizeizelle.
  • 23 Personen nahmen die Beamten nach Taschendiebstählen, Widerstand und gefährlicher Körperverletzung vorläufig fest.
  • 473 Strafanzeigen (Vorjahr 661) in Köln, darunter 147 Körperverletzungen, neun Raubdelikte, 20 Beleidigungen und 55 Sachbeschädigungen, 20 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, 100 Diebstahlsdelikte sowie 47 Taschendiebstähle.

In Leverkusen fertigten Polizisten bislang 75 (Vorjahr 55) Strafanzeigen.

Weitere Umzüge in NRW abgesagt!

15.59 Uhr: Während in Alpen und Xanten die Umzüge wetterbedingt ausfallen mussten, zog die Polizei beim Tulpensonntagszug in Voerde ein zufriedenes Fazit: „Einen Vorteil hatte das Wetter jedoch: Aus polizeilicher Sicht verlief der Voerder Karnevalszug weitestgehend friedlich“, heißt es in der Mitteilung der Polizei. So mussten die Beamten lediglich eine Strafanzeige wegen Widerstandes, zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzung und drei Strafanzeigen wegen Beleidigung aufnehmen. Bei zwei Randalierern mussten Platzverweise ausgesprochen werden und zwei weitere Personen wurden in Gewahrsam genommen.

15.11 Uhr: Die Jecken, die heute noch mit der Bahn zum Feiern oder nach Hause fahren wollen, müssen sich auf Verzögerungen im Zugverkehr einstellen.Der Bahnverkehr zwischen Düsseldorf und Duisburg ist eingestellt. Hier alle Infos >>>

14.10 Uhr: Schlimme Szenen am Sonntagmorgen in Köln. Im Stadtteil Bilderstöckchen stach ein Passant auf drei Besucher einer Kneipe ein. Eines der Opfer (26) schwebt in Lebensgefahr. Hier mehr Infos >>>

13.46 Uhr: Nicht nur in NRW und in weiten Teilen Deutschlands musste der Straßenkarneval vielerorts abgesagt werden. Auch dem berühmten Karneval in Venedig droht die Absage. Doch das liegt nicht am Wetter, sondern hat einen ganz anderen Grund. Alles dazu liest du hier >>>

12.15 Uhr: Wer sich vorgenommen hat, dem Regen beim Straßenkarneval zu trotzen, dürfte bitter enttäuscht sein. Die Liste der ausgefallenen Umzüge am Sonntag wird immer länger.

11.50 Uhr: Der nächste bitte. Auch die Jecken in Hagen-Boele gucken in die Röhre.

11.34 Uhr: Es hagelt weitere Absagen in NRW. Soeben ist der Karnevalszug in Alt-Oberhausen aus Sicherheitsgründen sprichwörtlich ins Wasser gefallen.

11.21 Uhr: Nun hat es auch Köln getroffen. Nachdem die Veranstalter die Umzüge am Sonntag zunächst vorverlegt haben, wurden nun alle Veranstaltungen wegen des starken Sturms abgesagt. „Um alle Teilnehmenden und alle Jecken am Zugweg zu schützen, können die Zöch nicht stattfinden“, teilte die Stadt mit.

10.39 Uhr: Das Kö-Treiben in Düsseldorf ist abgesagt worden! Zu heftig seien die erwarteten Sturmböen. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", sagt der Sprecher des Düsseldorfer Karnevalskomitees. Ausfallen werden auch alle Stadtteilumzüge in Düsseldorf. Das Festzelt auf dem Burgplatz und die Stände in der Altstadt sollen ab dem späten Nachmittag eröffnen. Wann genau, ist noch nicht ganz klar.

09.04 Uhr: Der nächste Umzug ist abgesagt worden. Dieses Mal trifft es Emmerich! Der Tulpensonntagsumzug wurde gecancelt. „Der Jeck in mir trauert. Aber bei derartigen Windböen ist es schlicht und einfach zu gefährlich, sich draußen aufzuhalten“, teilte Peter Hinze, Bürgermeister von Emmerich mit.

In Düsseldorf wird sich am Sonntagmorgen noch beraten, ob der Umzug auf der Kö stattfinden wird. Köln hat die beliebten Schull- un Veedelszöch verkürzt und sie starten früher. Statt um 11.11 Uhr soll es am Sonntag demnach schon um 10.45 Uhr losgehen. Außerdem soll die Strecke um zwei Kilometer verkürzt werden.

Wieder Randale in Köln!

07.57 Uhr: Erneut Randale am Zülpicher Platz in Köln. Nachdem die Polizei den beliebten Platz bereits am Freitagabend räumen musste, gab es am Samstag erneut Probleme mit aggressiven Jugendlichen.Gegen 17 Uhr kippte nach Angaben der Polizei dort die Stimmung. Wieder räumten die Beamten den Platz und ziehen nun Konsequenzen: „Wir werden unsere Maßnahmen im Bereich der Innenstadt mit dem Schwerpunkt auf dem Zülpicher Viertel weiter intensivieren und frühzeitig und konsequent gegen Störer vorgehen“, sagte der Direktionsleiter Gefahrenabwehr und Einsatz, Leitender Polizeidirektor Martin Lotz.

Samstag, 22. Februar

21.57 Uhr: Vergleichsweise ruhig blieb es auch in Moers. Dort feuerten etwa 70.000 Menschen den traditionellen Nelkensamstagszug. Die Polizei nahm dabei insgesamt 15 Personen in Gewahrsahm und fertigte 22 Strafanzeigen an (4 Körperverletzungsdelikten, 1 Widerstand, 2 Beleidigungen, 1 Sachbeschädigung, 1 sexueller Belästigung, 1 Diebstahl, und 2 Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz).

20.50 Uhr: In Münster gibt es aufgrund der erwarteten Sturmböen Änderungen für das Karnevalsprogramm. Demnach soll der Aufmarsch der Gesellschaften entfallen. Das Gesamtprogramm beginnt um 11.00 Uhr auf dem Prinzipalmarkt. Die mobile Bühne vor dem Rathaus werde am Sonntag nicht aufgebaut.

20.02 Uhr: Die Polizei Oberhausen zieht eine erste Bilanz nach dem Karnevalssamstag. 65.000 Menschen hätten demnach friedlich den Zug verfolgt. Es sei zu keinen besonderen Vorkommnissen gekommen.

17.20 Uhr: Der Karnevalszug in Essen-Werden ist aufgrund der Wetterlage ebenfalls abgesagt! Das berichtete die „WAZ“.

17.05 Uhr: In Düsseldorf will man die Wetterlage weiter beobachten. Nach aktuellem Stand soll dort am Sonntag das sogenannte Kö-Treiben auf der Königsallee jedoch planmäßig stattfinden, wie ein Sprecher des Comitee Düsseldorfer Carnevals mitteilte.

15.35 Uhr: Nicht nur in Kettwig fällt der geplante Umzug auch. Auch in Salzkotten im Kreis Paderborn hat man sich dazu entschieden, den Zug ausfallen zu lassen.

In Köln wird es am Sonntag ebenfalls ein anderes Programm geben. Die beliebten Schull- un Veedelszöch werden verkürzt und starten früher. „Wir hoffen, dass wir dadurch in den Windkorridor kommen, dass wir den Zug ohne Einschränkungen laufen lassen können“, so Zugleiter Wilhelm Stoffel am Samstag. Statt um 11.11 Uhr soll es am Sonntag demnach schon um 10.45 Uhr losgehen. Außerdem soll die Strecke um zwei Kilometer verkürzt werden.

15.10 Uhr: Nun ist raus, welche Promis auf den Festwagen in Köln am Rosenmontag mitfahren. Neben Profis des 1. FC-Köln werden sich die Social-Media-Stars Lisa und Lena, Schauspielerin Nastassja Kinski (Tochter von Klaus Kinski) und Fußballtrainer Christoph Daum auf den Wagen zu sehen sein. Weitere Gäste:

  • Bernd Stelter
  • Tom Gerhardt
  • CDU-Politiker Wolfgang Bosbach
  • NRW-Justizminister Peter Biesenbach
  • Reggae-Sänger Gentleman sein

13.05 Uhr: Bittere Nachricht für alle Jecken in Essen. Wie der Kettwiger Karnevals-Club auf seiner Homepage mitteilte, fällt der am Sonntag geplante Karnevalszug aus. Grund sei die stürmische Wettervorhersage. Die Afterzug-Party finde allerdings dafür bereits ab 13.11 Uhr statt.

10.52 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in NRW vor Dauerregen der Stufe 2 von 4. Auf die andauernden Regenfälle musst du dich ab Samstag 18 Uhr über 24 Stunden einstellen. Wer ein trockenes Kostüm zur Party mitbringen will, sollte deshalb besser Jacke und Schirm dabeihaben.

09.16 Uhr: Großeinsatz der Polizei am Samstagabend zum Karneval in Köln. Die Beamten haben den Zülpicher Platz am Freitagabend gegen 20 Uhr geräumt, nachdem es in einer Gruppe von 500 Jugendlichen mehrfach gekracht haben soll.

Bei der Maßnahme der Polizei kam es zu mehreren Zwischenfällen. Ein Unbekannter warf eine Glasflasche auf die Einsatzkräfte, die nur knapp am Kopf eines Polizisten vorbeiflog. Ein Jugendlicher (16) trat auf einen Diensthund ein. Um den Angriff abzuwehren setzte der Diensthundeführer Pfefferspray ein. Daraufhin versuchte der 16-Jährige zu flüchten, wurde allerdings von der Polizei gestellt. Die Polizei nahm seine Personalien auf und setzte seine Eltern von den Vorfällen in Kenntnis.

Während des Einsatzes erlitten zwei Beamte Verletzungen. Die Polizei stellte mehrere Anzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch.

Freitag, 21. Februar

14.44 Uhr: Die Polizei Köln zieht Bilanz zum Auftakt am Donnerstag: 88 Männer und 5 Frauen landeten deutlich alkoholisiert im Polizeigewahrsam. 330 Strafanzeigen stellte die Polizei, 149 wegen Körperverletzung. Sechs Polizisten wurden bei Widerstandshandlungen leicht verletzt.

Zehn Sexualdelikte verzeichnete die Polizei in Köln. „Diese Straftaten belaufen sich im Wesentlichen auf sexuelle Belästigungen und exhibitionistische Handlungen. In 13 dieser Fälle stellten Polizisten die Personalien der Tatverdächtigen noch vor Ort fest.“

12.35 Uhr: Auch die Feuerwehr in Düsseldorf zieht nach dem ersten Tag Bilanz: 1.088 Einsätze verzeichneten die Retter. Auch waren sie viel gefragt, weil der Bereich rund um die Altstadt etwa 90 Minuten lang wegen Sturmwarnung gesperrt war.

Aber trotzdem rückten die Einsatzkräfte zu 795 Notfalleinsätzen sowie Krankenhaustransporten aus. An den mobilen Unfallhilfestellen wurden bis etwa 21.40 Uhr 318 Jecken (2029: 281) medizinisch versorgt. Dabei kämpften die meisten Feiernden mit Kreislaufproblemen und zu viel Alkohol.

11.39 Uhr: Die E-Scooter stehen an jeder Ecke. Natürlich ist es da verlockend damit zu fahren. Und genau deswegen warnt die Polizei Düsseldorf bei Twitter davor, betrunken mit den Zweirädern durch die Gegend zu flitzen.

11.05 Uhr: Ein Drama spielte sich auch an Weiberfastnacht in Köln ab. Eine Frau bekam beim Straßenkarneval plötzlich wehen und schaffte es nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus. Wo sie stattdessen ihr Kind bekam? >>>

9.46 Uhr: Wer beim Straßenkarneval feiert und ein Kölsch nach dem anderen trinkt, sucht unweigerlich kurze Zeit später nach einer Toilette. Da dies aber leider oft Mangelware ist, hat sich Rewe in Köln etwas Außergewöhnliches ausgedacht. Die ganze Geschichte hier >>>

9.10 Uhr: Willst du auch noch nach Weiberfastnacht aus dem Ruhrgebiet in die Karnevalshochburgen Düsseldorf oder Köln fahren, musst du dich beim Regional- und S-Bahnverkehr auf einige Einschränkungen einstellen. Denn auf der Strecke zwischen Essen und Dortmund finden an den Karnevalstagen Bauarbeiten statt. Alles zur Sperrung erfährst du hier >>>

07.12 Uhr: Der tragische Tod einer 29-jährigen Frau am Bahnhof in Köln-Ehrenfeld überschattet die Karnevalsstimmung in NRW. Die Polizei musste den Bahnhof teilweise sperren. Augenzeugen standen unter Schock, mussten durch den Rettungsdienst betreut werden.

Es war einer von vielen Einsätzen der Polizei Köln am Donnerstagabend. Rund 1.000 Polizisten waren nach eigenen Angaben an Weiberfastnacht in Köln und Leverkusen im Einsatz. Mit dem steigenden Alkoholpegel stieg auch die Anzahl der Anzeigen. Bis in die Abendstunden registrierten die Beamten in der größten NRW-Stadt 85 Anzeigen, 56 davon wegen (schwerer) Körperverletzung. Die Einsatzkräfte nahmen auch acht Anzeigen wegen sexueller Belästigung auf.

Todesdrama an Karneval in Köln

Donnerstag, 20. Februar:

22.40 Uhr: Bei der Person, die bei dem tragischen Unglück am Bahnhof Köln-Ehrenfeld ums Leben kam, handelt es sich um nach ersten Informationen um eine 29-Jährige Frau. Die Polizei Köln geht bislang von einem Unfall aus. So sei die Frau „augenscheinlich betrunken“ gewesen.

Laut Bundespolizei hatten mehrere Zeugen unabhängig voneinander berichtet, dass die Frau ohne Fremdeinwirkung ins Gleisbett gestürzt war. Ob sie von einer Karnevalsveranstaltung kam sei bislang jedoch noch unklar.

20.10 Uhr: Auf einen Einsatzreichen ersten Tag konnte die Feuerwehr Düsseldorf bislang zurückblicken. Bis 18 Uhr gab es 648 Einsätze, die meisten, 428, entfielen auf Notfalleinsätze und Krankentransporte. 2019 gab es zu diesem Zeitpunkt lediglich 335 dieser Einsätze.

Eine Hiobsbotschaft gab es zudem für alle Jecken auf den Straßen. Aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten hat die Koordinierungsgruppe für die Veranstaltung entschieden, den Veranstaltungsbetrieb in den Straßen der gesamten Altstadt ab 19:45 Uhr zu unterbrechen

20.00 Uhr: Dramatisches Unglück in Köln! Am Bahnhof Köln-Ehrenfeld wurde eine Person von einem Zug überrollt und getötet, das berichtete der „Express

Auf Twitter hatten Bahn und Feuerwehr Köln zunächst über einen Notarzteinsatz am Gleis berichtet. Zum genaueren Hergang des Unfalls, der sich um kurz nach 19 Uhr ereignet haben soll, gibt es bislang keine Informationen.

Einige Gleise am Bahnhof sind wegen des Einsatzes für den Zugverkehr weiter gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr zwischen Köln Hauptbahnhof und Pulheim/Horrem ist eingerichtet

17.28 Uhr: Karneval sorgt auch in den Geschäften immer für viel bunte Deko. Besonders irrer Karnevalsschmuck lässt sich bei einer Bäckerei in Wesel-Büderich finden. Darüber hatte die „WAZ“ berichtet.

Dort wurden kurzerhand Kassenbons, die von den Kunden zurückgelassen wurden, zu kreativem Fensterschmuck umfuktioniert. Aufgrund der eingeführten Bonpflicht konnte sich die Bäckerei vor lauter Zettelchen kaum noch retten. Nun wurden sie praktisch umfunktioniert und setzen ein witziges Zeichen gegen die kritisierte Pflicht – ganz im Sinne von Karneval eben.

17.09 Uhr: Ab 18 Uhr sollen Sturmböen bis zur Windstärke 9 durch die jecken Städte fegen. Vor allem Köln, aber auch Düsseldorf und das Ruhrgebiet sind betroffen. Der Deutsche Wetterdienst warnt eindringlich vor den heftigen Winden. Die Polizei schreibt dazu nur: „Wer heute Abend Karneval feiert, braucht ein windfestes Kostüm.“

15.45 Uhr: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat einen besonderen Tipp für alle, die dazu neigen ihr Smartphone an Karneval zu verlieren.

15.03 Uhr: Düsseldorf reagiert auf die Schüsse in Hanau und baut einen Mottowagen für die Opfer. Dieser soll dann am Rosenmontag beim Umzug mitfahren. Wagenbauer Jaques Tilly ist dafür bekannt, dass er mit seinen Umzugswagen schnell auf aktuelle Ereignisse reagieren kann. Der Präsident des Düsseldorfer Karneval, Michael Laumen, sagte am Donnerstag beim Sturm auf das Rathaus: „Unser Karneval ist multikulturell. Wir möchten einfach Karneval feiern. Wir werden das mit einem Mottowagen beantworten.“

14.29 Uhr: Die Polizei in Köln ist mit über 1000 Beamten im Einsatz in der Innenstadt. Dadurch soll die Sicherheit gewährleistet werden für alle Jecken an Weiberfastnacht. Außerdem haben die Polizisten eine Bitte: „Tolle Kostüme brauchen keine täuschend echt aussehenden Waffen. Die haben im Karneval nichts verloren und führen nur zu echten Reaktionen, die wir alle vermeiden möchten.“

12.54 Uhr: Beim Empfang des Kölner Dreigestirns im Rathaus in Köln hat es eine Schweigeminute gegeben für die Opfer der Bluttat in Hanau (Hessen). Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die selbst 2015 Opfer eines Messer-Attentats wurde, hat den Angehörigen der Opfer ihr Beileid und Mitgefühl ausgesprochen. Manche Karnevalsvereine haben ihre Feiern an Weiberfastnacht aus Respekt vor den Opfern abgesagt, unter anderem auch der Verein „Große Eigelsteiner“. Ihnen sei einfach nicht nach Feiern zumute.

11.50 Uhr: Die Polizei hat angekündigt: In ganz Nordrhein-Westfalen müssen Autofahrer während der Karnevalstage mit mehr Polizeikontrollen rechnen.

Weiberfastnacht beginnt stürmisch - Sturm-Warnung herausgegeben

11.19 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst legt sogar noch 'ne Schippe drauf. Aus Windböen werden am Abend Sturmböen. Ab 18 Uhr sollen diese dann mit Stufe 2 von 4 wüten.

Diese Städte sind im Ruhrgebiet betroffen:

  • Gelsenkirchen
  • Herne
  • Duisburg
  • Dortmund
  • Essen
  • Oberhausen
  • Bochum
  • Bottrop
  • Mülheim

Diese Sturmwarnung gilt bis Mitternacht.

9.27 Uhr: Die Weiberfastnacht startet nicht gerade schön. Nass und grau zeigte sich das Wetter am Morgen. Und auch die Warnungen des DWD bleiben nicht aus. Am Morgen warnen die Meteorologen vor Windböen (Stufe 1 vovn 4).

Auch in der Karnevalshochburg Düsseldorf rast der Wind mit 60 Stundenkilometern durch die Landeshauptstadt. In Köln gibt es bislang keine Sturm-Warnung

Diese Städte sind im Ruhrgebiet von der Wetterwarnung betroffen:

  • Oberhausen
  • Gelsenkirchen
  • Bottrop
  • Dortmund
  • Herne
  • Mülheim
  • Essen
  • Bochum
  • Duisburg

Weitere schlechte Nachricht: Der Wind zieht nicht nur kurz durch NRW. Voraussichtlich soll er sich bis Donnerstagabend 21 Uhr halten. Also, pass auf, wenn du verkleidet losziehst!

Mittwoch, 19. Februar:

9.34 Uhr: Nur noch einen Tag, dann ist schon Weiberfastnacht. Doch kurz vor Beginn des Karnevals zeigt sich das Wetter in NRW unbeständig. Am Mittwochvormittag seien schon Schauer und Graupelgewitter möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Essen mit.

Und warnt auch, dass oberhalb von 600 Metern auch Schneeschauer möglich. Dazu soll es weiter windig bleiben mit einzelnen starken bis stürmischen Böen.

Gegen Nachmittag ziehen die Schauer laut DWD-Prognose dann ab. Der Wind lässt nach. Die Höchsttemperaturen erreichen tagsüber 5 bis 9 Grad in der Region.

+++Wetter in NRW: Düstere Prognose für Karneval! Drohen Absagen wegen Sturmgefahr?+++

Meteorologen warnen vor Sturmböen im Westen

In der Nacht zu Donnerstag ziehen nach DWD-Vorhersage dann wieder Regenwolken auf. Die Weiberfastnacht beginnt trüb mit einzelnen Schauern und Temperaturen von maximal 9 bis 12 Grad. Abends nimmt der Regen zu, vor allem im Nordwesten des Landes.

Auch der Wind zieht gegen Abend wieder auf. Die DWD-Meteorologen warnen vor Sturmböen im Westen. Windig wird es auch am Freitag, dazu bleibt es überwiegend trocken bei Höchsttemperaturen von 11 Grad.

Auch am Wochenende sollte dein Kostüm nicht allzu luftig sein. Es bleibt zwar für einen Februartag vergleichsweise warm (um die 11 Grad etwa in Köln). Doch es konnte auch regnerisch und windig werden. Also den Regenschirm nicht vergessen, damit die Schminke nicht verschmiert!

Mit Blick auf die Rosenmontagszüge im Rheinland sind die Meteorologen aber noch optimistisch. „Das sieht bislang gut aus“, sagte der Meteorologe vom Dienst am Dienstag in Essen. Bei Windstärken von 6 bis 7 dürfte auch der windanfällige Zug in Düsseldorf stattfinden.

Rosenmontag: Hochdruckgebiet bringt milde Temperaturen

In Köln werde der Wind vermutlich sogar noch etwas schwächer ausfallen. Nach einem vergleichsweise ungemütlichen Sonntag mache sich am Rosenmontag Hochdruckeinfluss breit. „Wir erwarten sehr milde 14 Grad, Trockenheit und eventuell sogar etwas Sonne“, sagte der Wetterkundler in Essen. Eine Sturmlage sei nicht in Sicht.

Na, dann hoffen wir mal, dass es auch so bleibt und nicht eine Wiederholung von 2016 geschieht. Damals mussten die Züge wegen Sturmgefahr abgesagt werden. (mb, dso, js, jg, ak, dv, fb, vh mit dpa)

 
 

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