Kabarettist aus Wuppertal: Finanzamt hat mich für tot erklärt!

Der Wuppertaler Kabarettist Jürgen Scheugenpflug (62) erhielt seine Rückzahlung nicht. Das Finanzamt hielt ihn für tot.
Der Wuppertaler Kabarettist Jürgen Scheugenpflug (62) erhielt seine Rückzahlung nicht. Das Finanzamt hielt ihn für tot.
Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services
  • Jürgen Scheugenpflug (62) aus Wuppertal wartete seit Längerem auf seine Rückzahlung
  • Von seinem Steuerbüro erfuhr er, dass das Finanzamt ihn für tot erklärte

Wuppertal. „Ich habe Tränen gelacht“, sagte der Wuppertaler Kabarettist Jürgen Scheugenpflug (62). Er erfuhr von seinem Steuerbüro, dass das Finanzamt ihn für tot erklärt hatte.

Wuppertaler Kabarettist meldet sich beim Finanzamt

Weil der 62-Jährige auf seine Rückzahlung lange wartete, habe er seine Steuerberaterin beauftragt, der Sache nachzugehen.

Zwei Stunden später erhielt er einen Anruf: „Eine Mitarbeiterin des Steuerbüros hat angerufen und mich gefragt, ob es mir gut gehe. Das Finanzamt habe mich nämlich für tot erklärt.“ Seine Rückzahlung konnte der Wuppertaler nicht erhalten, weil er für das Finanzamt wegen seines scheinbaren Todes ein Fall für Nachlasssachen und Erbschaftsangelegenheiten sei.

Daraufhin schrieb er an das Finanzamt eine Mail – um ein Lebenszeichen von sich zu geben. Inzwischen habe er sein Geld kommentarlos und ohne Entschuldigung erhalten.

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Keine Stellungnahme vom Finanzamt

Das Finanzamt und die Oberfinanzdirektion waren am Rosenmontag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der „Westdeutschen Zeitung“, die als erstes über den Vorgang berichtet hatte, gab das Finanzamt mit Hinweis auf das Steuergeheimnis keine Auskunft.

Jürgen Scheugenpflug sieht sich damit in einer Reihe mit Mark Twain und Otto Reutter, da die beiden ebenfalls vorzeitig für tot erklärt wurden. Grund zur Sorge gibt es jedoch nicht: „Ich kann es nicht leugnen: Mir geht es sehr gut. Außer Karneval habe ich nichts zu beklagen.“ (dö/dpa)

 
 

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