JVA Köln: Mitarbeiter machen Gefangene nieder – „Bastard“, „biologischer Abschaum“

Mitarbeiter der JVA Köln hatten in einer Whatsapp-Gruppe Häftlinge massiv beleidigt und gedemütigt. (Symbolbild)
Mitarbeiter der JVA Köln hatten in einer Whatsapp-Gruppe Häftlinge massiv beleidigt und gedemütigt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Future Image

Köln. Die Skandal-Meldungen aus der JVA Köln reißen nicht ab!

Vor einigen Wochen war ans Licht gekommen, dass sich mehrere Mitarbeiter der JVA Köln in einer Whatsapp-Gruppe ausgetauscht hatten, in der sie mit Fotos und Kommentaren Häftlinge beleidigten und herabwürdigten. Nun sind aus den anfänglichen sechs Verdächtigen ganze 20 (!) geworden.

JVA Köln: Mitarbeiter entwürdigen Häftlinge: „Schlage dem bestimmt in die Fresse!“

Diese 20 Mitarbeiter der JVA Köln sollen rund zwölf Gefangene gefilmt, fotografiert oder anderweitig aufgenommen haben. Diese Zahlen gehen aus einem Bericht für den Justizausschuss des Landtags hervor. Demzufolge soll ein Gefangener im vergangenen Herbst verraten haben, dass ein JVA-Mitarbeiter heimlich Handys in die Einrichtung geschmuggelt habe.

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Auf dem Handy des Mitarbeiters stießen die Ermittler dann auf die schreckliche Whatsapp-Gruppe. Noch sei die gigantische Datenmenge von fast 100 Gigabyte noch nicht vollständig ausgewertet. Doch einige schreckliche Details sickerten bereits durch: Häftlinge sollen als „Bastard“, „biologischer Abschaum“, „Halbmenschen“ und „Primaten“ bezeichnet worden sein – und es soll dieser krasse Satz gefallen sein: „Ich schlage dem bestimmt in die Fresse vor Langeweile.“

Justizministerium ist geschockt

Insgesamt fünf JVA-Mitarbeiter wurden bereits entlassen, gegen neun läuft ein Disziplinarverfahren. Bei sechs weiteren Angestellten wird das weitere Vorgehen noch überprüft.

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Ein Sprecher des Justizministeriums zeigte sich bestürzt über „die menschenverachtenden Äußerungen“ der Beschäftigten: „Für Bedienstete, die sich daran beteiligten, ist im Justizvollzug kein Platz.“

Wie der Skandal aufgedeckt wurde, erfährst du hier >>>. (at, mit dpa)

 
 

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