Ex-Moderator Domian warnt Schwule vor Muslimen: Zu groß sei die Gefahr „eins in die Fresse zu bekommen"

Jürgen Domian war jahrzehntelang als Radiomoderator bei 1Live tätig.
Jürgen Domian war jahrzehntelang als Radiomoderator bei 1Live tätig.
Foto: dpa

Köln. Jürgen Domian (60) hat sich darüber beklagt, dass es in Deutschland nicht möglich sei, sich kritisch über Muslime zu äußern, ohne "in die rechte Ecke geschoben" zu werden.

Für den ehemaligen Radiomoderator war die Gürtel-Attacke auf zwei Kippa tragende Männer im April in Berlin kein Zufall. Wie er in seiner seiner Kolumne beim Kölner Stadtanzeiger schreibt, seien antisemitisch motivierte Angriffe das Ergebnis jahrzehntelanger Ignoranz, besonders aus "intellektuellen und linksliberalen Kreisen".

Domian warnt Homosexuelle

Domian rechne jeden Tag mit vergleichbaren Gewaltexzessen nicht nur gegenüber Menschen jüdischen Glaubens, sondern auch gegen Homosexuelle.

In den 90er Jahren sei es für Männer möglich gewesen, Hand in Hand über die Straße zu schlendern. „Heute sollten sie das nicht mehr wagen“, warnt der 60-Jährige. Zu groß sei die Gefahr von Männern mit muslimischen Hintergrund „eins in die Fresse zu bekommen“, sagt Domian.

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Domian liefert Erklärung für AfD-Erfolg

In seiner Kolumne beklagt der ehemalige Moderator, dass eine kritische Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Homosexuellen-Feindlichkeit durch Muslime ohne Nazi-Stempel kaum möglich sei.

Darin sieht Domian den Grund für den Erfolg der AfD. Er könne nicht verstehen, warum man den Rechtspopulisten das Thema nicht wegnehme. Schließlich solle es jedem Bürger möglich sein, die Einhaltung des Grundgesetzes zu fordern.

In seiner Zeit als Moderator habe er sich immer wieder mit verzweifelten Muslimen ausgetauscht, die im Konflikt zwischen traditionellen Werten ihrer Familie und dem westlichen Lebensstil standen. Oft ging es dabei um Themen wie Zwangsheirat und Homosexualität.

„Dann ist Deutschland nicht mehr mein Land, nicht mehr meine Heimat"

Zwar gehöre für ihn der Islam zu Deutschland. Aber wenn Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer Religion oder ihrer Sexualität in Kauf genommen werde, „dann ist das Deutschland nicht mehr mein Land, nicht mehr meine Heimat“, so Domian.

Deshalb fordert der 60-Jährige von "Heimatminister" Horst Seehofer, dass der dafür sorgen solle, dass Deutschland seine Heimat nicht verliere.

Jürgen Domian moderierte zwischen 1995 und 2016 die Talkradio-Sendung „Domian“, bei der er auf die unterschiedlichsten Probleme seiner Anrufer einging.

 

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