Jojo-Wetter bereitet dem Wintersport Probleme

Holger Dumke
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Sauerland. Vorweg: Es hat schon schlechtere Winter für die Pisten gegeben, 2006/2007 etwa. Aber richtig doll läuft es für den Wintersport im Sauerland derzeit nicht. Mit einem Mittelwert, der sich wohl bei +0,2 Grad einpendeln wird, ist dieser Dezember der zweitwärmste der letzten zehn Jahre. Am Freitag liefen 56 von 128 Liften in der Region, 48 von 676 Loipen-Kilometer waren gespurt. Tendenz allerdings steigend: Bei Temperaturen etwas unter dem Gefrierpunkt soll es in der Nacht zu Samstag weiter schneien.

Ein paar Grad über Null, ein paar darunter: Das Jojo-Wetter ist das Problem für Pistenfans und -betreiber. Bereits am Sonntag soll es wieder wärmer werden. Für Winterberg sagt der Wetterbericht bis zu acht Grad voraus. „Bei den milden Temperaturen können die Schneekanonen nicht laufen“, sagt Susanne Schulten, Sprecherin der Wintersportregion.

Auf Skiern ins Neue Jahr

Dafür gab es in den vergangenen Tagen Schnee von oben – ab 350 Meter Höhe hat es geschneit. In den oberen Lagen konnten die Pistenbetreiber meist mit um die 20 Zentimeter Schnee aufwarten, der am höchsten gelegene Sahnehang (835 Meter) nach Betreiberangaben sogar mit 50 Zentimeter. Kurzum, wer auf die Piste will, hatte dazu auch Gelegenheit.

Und für Januar und Februar hoffen die Wintersportanbieter auf eine starke zweite Saisonhälfte, inklusive Rennrodel-Weltcup und anderen Events. Ab Donnerstag soll es wieder kälter werden. Gebucht ist die Region gut. „Im Kerngebiet ist voll“, sagt Schulten. Eine Premiere: Im Skidorf Neuastenberg (bisher: Postwiese) soll es am Samstag ein Flutlicht-Skifahren ins Neue Jahr geben. Man hoffe, dass das Wetter einen nicht im Stich lässt: „Aber wir denken, ein Lift läuft auf jeden Fall“, hieß es auf NRZ-Nachfrage.