Joachim Stamp macht Eltern großes Versprechen – und kassiert direkt den Konter: „Unglaubwürdig“

Joachim Stamp (FDP), Familienminister in NRW, kassiert einen Konter. (Symbolbild)
Joachim Stamp (FDP), Familienminister in NRW, kassiert einen Konter. (Symbolbild)
Foto: IMAGO /phototek

Die Corona-Impfungen für Lehrer an Grundschulen sowie Kita-Mitarbeiter werden vorgezogen, erklärt NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag.

Das bedeutet eine große Erleichterung für alle Eltern in NRW. Doch für diese Maßnahme muss Joachim Stamp jetzt herbe Kritik einstecken.

Joachim Stamp (FDP): Diese Entscheidung sorgt für Diskussionen

In einer Pressekonferenz sagte der Familienminister, er freue sich, den Beschäftigten die Corona-Schutzimpfung nun früher anbieten zu können. „Das wird für die Beschäftigten, aber auch für die jüngeren Kinder und ihre Familien, ein Befreiungsschlag“, sagte er.

Ursprünglich gehören Lehrer und Erzieher in NRW der dritten Priorisierungsgruppe an. Die neue Regel stuft sie in Gruppe zwei ein. Somit können die ersten Kräfte bereits im März geimpft werden. Bei Twitter diskutieren Nutzer nun diese Entscheidung.

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Joachim Stamp: So reagieren die Twitter-Nutz auf die Entscheidung

„Sehr gut“, kommentiert ein Nutzer ein Video der Landespressekonferenz, dass das Familienministerium auf seiner Twitterseite gepostet hat. „Absolut sinnvoll“, meint ein anderer.

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Das ist NRW-Familienminister Joachim Stamp:

  • Der FDP-Politiker wurde 1970 in Bad Ems geboren
  • Seit Juni 2017 ist er stellvertretender Ministerpräsident von NRW und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration
  • Dem Landtag gehört er seit 2012 an
  • Bis Juni 2017 war Stamp stellvertretener Landesvorsitzender der FDP

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Es gibt allerdings auch Kritik. „Ich freue mich für jeden geimpften Lehrer. Aber mal wieder macht sich die Politik unglaubwürdig“, meint ein Nutzer.

„Beruft man sich vorher auf die Auswahl der Gruppen durch den Ethikrat, ändert man entgegen der Ansicht die Impfreihenfolge“, schreibt er weiter. Damit kehre man von der Absicht ab, die besonders gefährdeten Gruppen zuerst zu impfen.

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Das neue Vorgehen bedeutet, dass die Impfungen in Gruppe zwei insgesamt langsamer abgeschlossen sein werden. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) unterstützt die neue Vorgehensweise: „Das ist eine politische Entscheidung, die ich richtig finde, um das Kita- und Schulsystem in Gang zu halten.“

Joachim Stamp: SIE werden vor den Lehrkräften und Kita-Mitarbeitern geimpft

Vor den Lehrern sind zunächst noch Menschen an der Reihe, die in Hospizen, ambulanten Pflegediensten und Arztpraxen arbeiten. Laut Laumann benötige man dafür noch eine Woche.

Geht es nach der Landeselternschaft der Gymnasien, solle NRW so schnell wie möglich zum täglichen Präsenzunterricht zurückkehren. Weitere Details liest du hier bei uns >>> (vh/mit dpa)