Jagdszenen: Hooligans gehen in Kölner City auf Künstler los - Afrikanerin kann sich knapp in Kneipe flüchten

Als die Polizei eintraf, hauten die Hooligans ab. (Archiv)
Als die Polizei eintraf, hauten die Hooligans ab. (Archiv)
Foto: Imago

Köln. In der Kölner Innenstadt konnte die Polizei am Samstag eine Ansammlung von Rechtsextremen der Hooliganszene auflösen.

Rund 60 Mitglieder der Szene entfernten sich mit dem ersten Eintreffen von Polizeikräften vom Brennpunkt Ebertplatz, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Am Abend tauchten erneut einzelne Mitglieder auf dem Platz auf.

Insgesamt stellte die Polizei Personalien von acht Beteiligten fest, zwei wurden in Gewahrsam genommen. Gegen einen von ihnen wurde ein Strafverfahren wegen volksverhetzender Äußerungen gegen Schwarzafrikaner eingeleitet.

Der Kölner Express spricht von „Jagdszenen“ auf Künstler und beruft sich dabei auf Augenzeugen. Die Künstler hatten den Brennpunkt-Platz mit Performances zurückerobern wollen.

Eine Afrikanerin konnte sich dem Bericht zufolge nur mit Mühe in eine Kneipe retten.

Das sagt der Polizeipräsident

Polizeipräsident Uwe Jacob erklärte am Sonntag, er werde weiterhin alles Notwendige veranlassen, "damit Rechtsextreme den Ebertplatz nicht für ihre perfide Stimmungsmache missbrauchen können".

Der unterhalb der Straßenebene gelegene Ebertplatz ist ein Kriminalitätsschwerpunkt und Treffpunkt für Drogendealer. Ein Mann wurde dort ermordet.

(epd/mto)

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