Jäger in NRW schießen im vergangenen Jagdjahr 982 000 Tiere

Foto: picture alliance / dpa
Die Ringeltaube ist mit 355.000 Abschüssen das am stärksten verfolgte Tier in Nordrhein-Westfalen. Und rund 7600 Katzen sowie 31 Hunde wurden erlegt.

Düsseldorf.. Jäger haben in NRW im Jagdjahr 2014/2015 rund 982. 000 Tiere abgeschossen. Die am häufigsten erlegte Tierart war trotz eines weiteren Rückgangs um drei Prozent erneut die Ringeltaube mit 355 .000 Abschüssen, wie das NRW-Umweltministerium am Sonntag in Düsseldorf mitteilte. Weniger Tauben wurden zuletzt im Jagdjahr 1989/90 erlegt.

Auch Aaskrähen (113. 815), Wildkaninchen (92 .856), Stockenten (79. 432), Rehwild (63. 262), Füchse (48. 444), Feldhasen (46. 984) und Fasane (40 .107) gerieten den Angaben zufolge oft ins Visier der Jäger. Grundlage der Statistik sind Meldungen der Unteren Jagdbehörden.

Insgesamt seien rund 245.000 wild lebende Tiere weniger als im Jagdjahr davor geschossen worden. Die Abschüsse beim Fuchs, bei Stockenten sowie bei Wildschweinen seien gestiegen. Erlegt wurden zudem rund 10. 000 (-25 %) Waschbären, rund 7600 wildernde Katzen und 31 wildernde Hunde.

Neben den Abschüssen von Tieren durch Jäger umfasst die Jagdstrecke noch Zahlen zu tot aufgefundenen Arten (Fallwild), die beispielsweise durch Verkehrsunfälle ums Leben kamen.

Die Zahlen in der Übersicht:

  • Ringeltauben 365.308 (Fallwild: 4860)
  • Aaskrähen 113.376 (Fallwild: 556)
  • Wildkaninchen 95.992 (Fallwild: 12.425)
  • Stockenten 63.657 (Fallwild: 754)
  • Rehwild 62.722 (Fallwild: 25.892)
  • Feldhasen 51.949 (Fallwild: 15.036)
  • Füchse 37.456 (Fallwild: 2.977)
  • Fasane 3.818 (Fallwild: 4.890)

Die Landesregierung hat im September ein neues Jagdgesetz vorgelegt - es soll die Jagd insgesamt ökologisch-nachhaltig reformieren. Unter anderem soll der Abschuss von Katzen grundsätzlich untersagt werden. Bei Hunden dürfte nur in Ausnahmefällen zum letzten Mittel gegriffen werden - wenn andere Maßnahmen ohne Erfolg blieben. Nach dem derzeit gültigen Jagdgesetz dürfen Haus-Katzen, die in einem Jagdbezirk in einer Entfernung von mehr als 200 Meter vom nächsten Haus angetroffen werden, erlegt werden.

 
 

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