Ist das die traurigste Todesanzeige aller Zeiten? Wuppertal verabschiedet sich von Mann ohne Namen

Die Stadt Wuppertal ruft zu einem Trauergottesdienst für einen Namenlosen auf. (Symbolbild)
Die Stadt Wuppertal ruft zu einem Trauergottesdienst für einen Namenlosen auf. (Symbolbild)
Foto: Foto: imago

Wuppertal. Es ist eine Tradition, die Wuppertal von der Stadt Essen übernommen hat. Zwei Mal im Jahr richtet die Stadt einen Gedenkgottesdienst für Verstorbene aus, deren Familie nicht ermittelt werden konnte. Zur Ankündigung der Gedenkfeier schaltete die Stadt eine Traueranzeige in der Zeitung. Das berichtet RP-Online.

In der Anzeige wurden alle Toten namentlich erwähnt. Der letzte Eintrag auf der Liste der 47 Verstorbenen ist allerdings ein Namenloser. Dort stehen lediglich die Worte „Unbekannter Afrikaner.“

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Warum trägt der Mann keinen Namen?

„Es ist das erste Mal, dass wir bei einer dieser Traueranzeigen einen Menschen ohne Namen erwähnen", sagte Stadtsprecherin Eckermann gegenüber RP-Online. Es handele sich um einen Afrikaner, der in einem Wuppertaler Krankenhaus behandelt worden sei. Der Mann, der keinerlei Unterlagen bei sich hatte, sei dort verstorben.

Seine Identität konnte nicht geklärt werden. Er teilt sein einsames Schicksal mit anderen Menschen, deren Familien nicht auffindbar waren. Sie alle wurden amtlich auf dem kommunalen Friedhof bestattet.

Tragische Schicksale

„Da sind Menschen aus dem Bereich der Suchterkrankungen darunter, Fälle von Suiziden, auch mal Obdachlose. Aber natürlich auch Ältere, die in ihrer Wohnung vom Pflegedienst aufgefunden wurden, oder weil die Nachbarn gemerkt haben, dass etwas nicht stimmt", sagt Eckermann.

Die Gedenkfeier für die Verstorbenen findet am kommenden Freitag um 17 Uhr in der Gemarker Kirche in Wuppertal-Barmen statt. Teilnehmen wird auch der Wuppertaler Oberbürgermeister.

(ak)

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