„Ich glotz TV...“

Gestern war Weltfernsehtag. Haben Sie verpasst? Nicht so schlimm. Hätten Sie sowieso nicht gemerkt. Statt Höhepunkte aus vielen Jahrzehnten weltweiter Fensehgeschichte gab es die üblichen Tiefpunkte eines ganz normalen Montagsfernsehprogramms. Dabei soll der Weltfernsehtag eigentlich wichtige, globale Themen in den Blickpunkt rücken. So wie beispielsweise den Weltfrieden. Oder die Bedeutung des kulturellen Austausches für Toleranz und Integration.

Nun, global war das Programm immerhin. Hier ein kleiner Auszug: „Soko Kitzbühel“: Mord in Österreich. „Soko München“: Mord in München. „Navy CIS“: Mord in den USA. „Bauer sucht Frau“: Partnervermittlung in ganz Deutschland. „Die Geissens“: familiäre Langeweile an bevorzugten Jetset-Reisezielen in aller Welt. „Rambo“: Ballergetöse in den USA. „Rambo II“: ähnliche Vorkommnisse, diesmal im vietnamesischen Dschungel. „Tatort“ (von 2014): Mord in Münster; „Unser Traum von Kanada“: Herzschmerzgeschichte, ebendort. „Rote Rosen“: Beziehungssoap, in Lüneburg und nirgendwo. „Sex and the City: Schuhkaufprobleme und Modesünden in New York.

Wenn diese Kolumne nicht gleich zu Ende wäre, könnten wir noch mehrere Seiten so weitermachen. Aber sicher sind Ihnen auch schon hier die wichtigsten globalen Probleme aufgefallen. Eins davon dürfte wohl das Fernsehen selbst sein!

 
 

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