Hund im heißen Auto eingesperrt und qualvoll gestorben – Halter auch noch frech

Im Auto eines Hattingers verendete ein Hund – ein ausgelegte Zettel macht völlig sprachlos. (Symbolbild)
Im Auto eines Hattingers verendete ein Hund – ein ausgelegte Zettel macht völlig sprachlos. (Symbolbild)
Foto: Montage: DER WESTEN / dpa & Polizei

Jülich. Ein trauriges Schicksal erlitt ein Hund in April in Jülich. Sein Herrchen ließ ihn einfach bei großer Hitze im Auto sitzen und ging weg – offenbar im vollen Bewusstsein darüber, was er tat. Der arme Hund überlebte diese Tortur nicht.

Ein Zeuge wurde auf die beschlagenen Scheiben des Autos aufmerksam und rief die Feuerwehr.

Für den Hund kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Feuerwehr konnte den armen Vierbeiner nur noch tot aus dem Auto bergen. Der Vorfall passierte in der Wolhelm-Johnen-Straße. Im Auto hinterließ der Hundehalter eine Notiz, die nach dem Tod des Hundes wie blanker Hohn wirkt.

Hund verendet qualvoll – Zettel im Auto macht wütend

Auf dem Armaturenbrett lag ein völlig vergilbter Zettel. Darauf ließ sich lesen, dass der Hundebesitzer (52) aus Hattingen seinen Vierbeiner bereits des Öfteren in eine ähnlich gefährliche Lage gebracht haben dürfte.

„An alle Neugierigen! Es sitzt ein Hund im Auto, ich weiß das und es geht ihm gut! Jetzt kümmern Sie sich um ihre Sachen und mischen Sie sich nicht in Dinge, die Sie nichts angehen!“, hieß es in der knappen Notiz.

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Peta erstattet Anzeige

Der 52-Jährige hatte versucht, sich aus seiner Verantwortung herauszureden. Er habe seinem Hund Wasser gegeben und ihn nur zwei Stunden alleine gelassen. „Ein solches Verhalten ist nicht nur unverantwortlich, sondern auch strafbar“, so die Polizei im April.

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Bist du Zeuge von Tierquälerei geworden? Das musst du jetzt wissen:

  • Als erstes immer intervenieren: Tierhalter persönlich ansprechen, auf das Fehlverhalten aufmerksam machen, sachlich und freundlich bleiben
  • Befindet sich das Tier in akuter Lebensgefahr, sofort die Polizei unter 110 alarmieren
  • Anzeige gegen Tierquälerei bei der Polizei erstatten
  • Auf die Beweise achten: Name, Anschrift, Autokennzeichen und die beobachtete Tat genau dokumentieren und aufschreiben
  • Weitere Zeugen kontaktieren und ihre Daten notieren
  • Zusätzlich den örtlichen Tierschutz kontaktieren

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Tierschützer laufen Sturm

Die Tierrechtsorganisation Peta erstattete Anzeige. „Das Verhalten des Tierhalters ist an Rücksichtslosigkeit kaum zu überbieten. Das Tier dieser Gefahr auszusetzen, war fahrlässig und empathielos. Eine Strafe und ein Tierhalteverbot wäre in diesem Fall mehr als angebracht“, sagte seinerzeit Jana Hoger, Fachreferentin bei der Tierschutzorganisation Peta.

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Hundehalter erhält Geldstrafe

Nun wurde der Fall vor dem Amtsgericht Jülich verhandelt. Das Ergebnis: Der Hunde-Halter muss eine Strafe von 3.200 Euro bezahlen. Das bestätigte der Direktor des Amtsgerichts gegenüber der Deutschen Presseagentur. (mit dpa)

 
 

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