Hund in NRW: Ihr Welpen-Geschäft war grausam – Tierquäler-Familie vor Gericht

In Hagen (NRW) stehen mehrere Tierquäler vor Gericht, weil sie grausamen Handel mit Welpen begangen haben sollen. (Symbolbild)
In Hagen (NRW) stehen mehrere Tierquäler vor Gericht, weil sie grausamen Handel mit Welpen begangen haben sollen. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Ardea

Schreckliche Hunde-Dramen in NRW!

Eine Familie soll beim Verkauf von Hunden in NRW betrogen haben. Doch das ist nicht alles: Sie sollen den Welpen mehrfach erhebliche Schmerzen und Leid zugefügt haben. Rund 100 Tiere sollen unter den Torturen gelitten haben. Der Fall wird nun das Landgericht in Hagen (NRW) beschäftigen.

Hund in NRW: Tierquäler-Familie soll bei Verkauf von Hundewelpen betrogen haben

Insgesamt sieben Personen aus dem Dunstkreis einer Familie werden in Zusammenhang mit dem Betrug beim Verkauf von Hundewelpen angeklagt.

Die angeklagten Personen sollen im Zeitraum von 2010 bis 2015 in insgesamt 70 Fällen aus dem Ausland stammende Hundewelpen als aus deutscher Zucht Stammende verkauft haben.

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Im Mittelpunkt steht dabei ein Zuchtbetrieb in Kreuztal. Wegen der tatsächlichen Herkunft soll der Wert der verkauften Hunde geringer gewesen sein als der Wert, den sie wegen ihrer angeblichen Herkunft einbrachten.

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Der Haushund als Begleiter des Menschen:

  • Domestizierung fand vor etwa 15.000 bis 100.000 Jahren statt
  • die wilde Stammform ist der Wolf
  • weltweit gibt es etwa 500 Millionen Haushunde
  • allein in Deutschland leben 9 Millionen als Haustiere

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Teilweise sollen die verkauften Hunde auch krank gewesen sein. Die Hundewelpen sollen an Verkäufer aus ganz Deutschland zu Preisen zwischen 250 und 1200 Euro verkauft worden sein. Dadurch sollen die Angeklagten etwa 55.000 Euro eingenommen haben.

Hund in NRW: Familie an vermeintlichem Betrug beteiligt

Angeklagt sind Karl F. (69), dessen Frau Sabine J. (56), deren gemeinsame Kinder Victoria F. (26) sowie Michael F. (32) und dessen damalige Lebensgefährtin Elisabeth N. (30).

Sie sollen gewerbsmäßig und als Mitglieder einer Betrugsbande gehandelt haben, wobei den einzelnen Angeklagten zu verschiedenen Taten teilweise Mittäterschaft und teilweise nur Beihilfe vorgeworfen wird.

Die vermittelten Hunde sollen überwiegend aus Polen stammen und dabei mindestens teilweise über den damals in Hagen lebenden Roman G. (47) bezogen worden sein. Auch ihm wird betrügerischer Verkauf von Hundewelpen vorgeworfen. Außerdem ist Gabriele G. (64) angeklagt. Sie soll als Vermittlerin am betrügerischen Verkauf von Hundewelpen beteiligt gewesen sein.

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Aufgrund der Haltungsbedingungen der Hunde, die bei einer Durchsuchung des Hofes am 14. Dezember 2016 in Kreuztal zu Tage getreten seien, wird Karl F. und Sabine J. in 25 Fällen sowie Michael F. in 17 Fällen zudem vorgeworfen, einem Wirbeltier länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt zu haben (strafbarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz). Die Taten sollen sich auf insgesamt 101 Hunde beziehen.

Hund in NRW: Vorwürfe wiegen schwer

Den Angeklagten Karl F., Sabine J., Victoria F., Michael F. und Elisabeth N. wird als schwerste Straftat jeweils gewerbsmäßiger Bandenbetrug vorgeworfen. Hierfür ist nach dem Gesetz in der Regel eine Freiheitsstrafe von einem bis zehn Jahren vorgesehen. Für die Straftaten nach dem Tierschutzgesetz sieht das Gesetz in der Regel eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vor. Roman G. und Gabriele B. droht bei einer Verurteilung wegen gewerbsmäßigen Betruges in der Regel eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Karl F. soll im Jahr 2016 bereits wegen Betruges verurteilt worden sein. Die anderen Angeklagten sind nicht vorbestraft. Alle Angeklagten befinden sich auf freiem Fuß. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

Tierquälerei gibt es dabei leider nicht nur in NRW: In den USA hat ein Autofahrer eine erschreckende Aufnahme gemacht, wie ein anderer Mann mit seinem Hund umging.

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