Kann mein Vermieter mir verbieten, einen Hund zu halten? Was du als Mieter darfst – und was nicht

Ein Hund in der Wohnung kann nicht generell verboten werden. (Symbolbild)
Ein Hund in der Wohnung kann nicht generell verboten werden. (Symbolbild)
Foto: imago/ Westend61, Montage: DERWESTEN
  • Mieter sollten auf einiges achten
  • Hunde dürfen nicht generell verboten werden
  • Es gibt auch keine generelle Erlaubnis

Hunde, die viel bellen, können nicht nur nerven, sondern in einem Mehrfamilienhaus zu echten Problem führen. In vielen Mietshäusern ist die Haltung von Hunden oder Katzen daher verboten. Doch laut Bundesgerichtshof geht das gar nicht so einfach.

Hunde in der Mietwohnung: Kein generelles Verbot

Der Bundesgerichtshof stellte schon 2013 klar: Ein generelles Verbot, Hunde und Katzen zu halten, sei eine unangemessene Benachteiligung des Mieters und daher unwirksam. Das heißt aber nicht, dass prinzipiell jeder überall einen Hund halten darf.

Keine generelle Erlaubnis

Vermieter können in den Mietverträgen festhalten, Hunde nicht generell zu erlauben. Sollte es einen objektiven Grund geben, keinen bellenden Bewohner einziehen zu lassen, kann ein Hund laut Deutschem Mieterbund (DMB) verboten werden. Die Größe des Hundes könnte zum Beispiel eine Rolle spielen und ob ein anderer Mieter eine Phobie hat.

Allergie nicht als Verbotsgrund

Allerdings zählen Allergien nicht als Verbotsgrund. Das Amtsgericht Aachen entschied, dass es nicht genug Beweise dafür gebe, ob ein Hund in einer anderen Wohnung die eigene Gesundheit soweit einschränke, ein Verbot rechtzufertigen. Der direkte Kontakt sei aber trotzdem zu vermeiden.

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Selbst wenn die Haare des Hundes im Hausflur nicht weggefegt werden, ist das kein grundsätzliches Problem. Nachbarschaftlich wäre es zwar nicht sonderlich nett, doch einen nennenswerter Nachteil sei das laut Amtsgericht Köln nicht.

Unbedingt Nachtruhe einhalten

Allerdings kann verlangt werden, dass die Tiere nachts drinnen zu halten sind. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg urteilte, dass Hunde von 22 bis 7 Uhr morgens reingeholt werden müssen.

Einem Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg nach kannst du sogar gezwungen werden, in dieser Zeit für Ruhe zu sorgen, denn dann gelte die Nachtruhe. Machst du das nicht, drohen dir bis zu 5.000 Euro Ordnungsgeld.

Hunde auch im Garten anleinen

In einem Gemeinschaftsgarten solltest du deinen Hund außerdem besser anleinen. Zwar kannst du hier eine längere Leine benutzen, aber besondere Vorsicht sei geboten, je größer der Hund sei und wenn Kinder Zugang zu dem Garten hätten, so urteilte das Oberlandesgericht Karlsruhe. (ana)

 
 

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