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Hund in NRW: Tierheim erhält dringenden Anruf von Hunde-Halter – „Am Limit!“

Drei Erziehungsfehler bei Hunden, die du besser nicht machen solltest

Du willst einen braven Hund? Dann solltest du diese Erziehungsfehler nicht machen.

Schnell im Internet kurz vor Weihnachten noch einen Hund gekauft, womöglich noch ein Schleifchen um den Kopf gebunden und ab als Geschenk unter den Weihnachtsbaum – klar, dass etwas schief geht, wenn Tiere wie Dinge behandelt werden. Ein Tierheim in NRW hat jetzt fast einen Hilfeschrei abgesetzt.

Das Tierheim Moers hat auf der Facebook-Seite einen ellenlangen Text veröffentlicht. Es scheint, als müssten sich die Mitarbeiter zwischen den Feiertagen wegen der Hunde-Vermittlung mal Luft machen …

Hund in NRW: Mitarbeiter des Tierheims in Moers werden deutlich

Die Mitarbeiter beginnen szenisch von ihrem Alltag im Tierheim zu berichten: „Es ist Nachmittag im Tierheim, das Telefon klingelt wie immer ohne Pause. Wieder einmal erreicht uns eine Abgabeanfrage für einen Hund und wieder einmal hören wir eine Geschichte, die wir besonders in diesem Jahr schon viel zu oft und viel zu regelmäßig gehört haben.“

Ein Hund sei aus dem Ausland adoptiert werden. So weit, so gut. Das sei aber geschehen, ohne dass der Hund zuvor kennengelernt wurde. Der Halter weiß also gar nicht, wie der Hund tickt und ob beide zusammenpassen. So etwas würde es in der Vermittlung des Tierheims nicht geben. Dort werde immer ganz genau geschaut, ob die Interessenten mit den Bedürfnissen der Hunde klar kämen. Denn das sei enorm wichtig.

Heißt im Klartext: der Hund ist doch nicht so zahm, womöglich noch ein Listenhund, der besondere Aufmerksamkeit benötigt. Erschreckend, was die Mitarbeiter dann erzählen: „Nun verhält er sich auffällig, dem kleinen Kind gegenüber … es hat auch schon Beißvorfälle gegeben. Mit dem vermittelnden Verein stehe man bereits seit Monaten in Kontakt, aber es ist keine Lösung in Sicht und die Sorge um das Kind wird verständlicherweise immer größer.“

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Facebook, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

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Der Hund soll also schnell abgegeben werden, das Tierheim soll sich kümmern. Doch das Problem: Das Tierheim platzt selbst aus allen Nähten: „Wir sind ein kleines Tierheim und haben bereits drei rote Hunde und zwei weitere mit Beißvorfällen bei uns sitzen. Diese Hunde benötigen viel mehr Aufmerksamkeit und Sachkunde derer, die mit ihnen umgehen, so dass wir am Limit sind und die Aufnahme weiterer auffälliger Hunde erst möglich wird, wenn unsere Kapazitäten das durch die Vermittlung eines solchen Hundes zulassen.“

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Doch gerade in der Pandemie stiegen die Anfragen enorm an. Das Tierheim weiter: „Wir wissen, dass dieses Thema extrem polarisiert und vielfach genau deswegen auch gar nicht thematisiert wird. Wir sehen darin jedoch ein existierendes und vor allem wachsendes Problem und möchten uns genau deshalb dazu äußern.“

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Der Haushund als Begleiter des Menschen:

  • Domestizierung fand vor etwa 15.000 bis 100.000 Jahren statt
  • die wilde Stammform ist der Wolf
  • weltweit gibt es etwa 500 Millionen Haushunde
  • allein in Deutschland leben 9 Millionen als Haustiere

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Weiter schreibt das Tierheim über die problematische Vermittlung aus dem Ausland und dass der Handel mit Tieren aus dem Internet endlich verboten werden sollte, um solche Fälle zu vermeiden.

Menschen loben das Tierheim für die ehrlichen Worte

Natürlich mache nicht jeder solche Erfahrungen, trotzdem wollen die Mitarbeiter mit ihrem Statement darauf aufmerksam machen. Viele Nutzer sind gerührt von den ehrlichen Worten und loben sie dafür,

Es gibt aber auch einige, die eben gute Erfahrungen mit Hunden aus dem Ausland gemacht haben und unter dem Post widersprechen. Die Hautsache bleibt aber, dass es vielfach zu solchen Fehlvermittlungen und Angriffen kommt. Ein Haustier sollte niemals aus einer fixen Idee heraus angeschafft werden, sondern gut überlegt sein. (js)