Hund in NRW: Tierheim zeigt niedliche Welpen – doch dahinter steckt eine ernstzunehmende Warnung

Hund in NRW: Mit einem niedlichen Welpenfoto will ein Kölner Tierheim auf ein wichtiges Thema aufmerksam machen. (Symbolbild)
Hund in NRW: Mit einem niedlichen Welpenfoto will ein Kölner Tierheim auf ein wichtiges Thema aufmerksam machen. (Symbolbild)
Foto: imago images / agefotostock

Dass ein Tierheim wie das in Kölln-Dellbrück (NRW) ein süßes Foto von einem Hund postet, ist ersteinmal nichts Ungewöhnliches.

Doch dieses Mal steckt etwas mehr dahinter. Denn das Tierheim aus NRW will nicht nur einen putzigen Hund zeigen, sondern ein wichtiges Thema ansprechen.

Hund in NRW: Tierheim will mit Welpen-Foto auf wichtiges Thema aufmerksam machen

Zwei putzige Welpen mit schwarzem Fell blicken auf dem Facebook-Foto in die Kamera. Da würde man sich am liebsten direkt einen der kleinen Racker zulegen. Doch eben um dieses Thema geht es dem Tierheim mit dem Beitrag – denn offenbar ist in Lockdown-Zeiten der Wunsch nach einem vierbeinigen Begleiter in den eigenen vier Wänden größer denn je.

„Wo soll das noch hinführen?“, fragt das Kölner Tierheim auf Facebook. „Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was in unseren Tierheimen los ist. Die Telefone stehen nicht still, die Emailpostfächer quellen über – jeder will einen Hund. Jetzt und sofort.“

Doch es gibt deutlich mehr Anfragen als Hunde im Heim – und sowieso bekommt nicht jeder, der fragt, automatisch einen Hund. Das öffnet einem anderen Geschäftszweig die Tür: dem Tierhandel im Netz.

Tierheim wird deutlich: „Enorme Belastung“

Das Tierheim beschreibt die erschreckende Situation: „Der Online-Handel boomt wie nie zuvor, im Sekundentakt wechseln niedliche Welpen die Besitzer und im In- und Ausland wird gezüchtet, was das Zeug hält. Gesund oder krank, geimpft oder nicht – schnell, schnell und ohne große Nachfragen gehen sie über den virtuellen Ladentisch.“

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Der Facebookbeitrag erzählt von einem Tierheim, dass 20 Welpen vor einem Verkauf mit gefälschten Papieren bewahrte. Das Kölner Tierheim selbst nahm illegalen Züchtern im Dezember 14 Welpen ab, von denen drei bereits an Parvovirose starben. Fünf weitere Welpen sind ebenfalls infiziert.

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„Es ist eine enorme Belastung für unsere Mitarbeiter, um das Leben der kranken Tiere zu kämpfen“, teilt das Tierheim mit und richtet einen dringenden Appell an alle, die sich gerne einen Hund zulegen wollen: „Bitte unterstützt den illegalen Handel mit Tieren nicht! Für jedes gekaufte Schnäppchentier wird ein neues nachgezüchtet.“ (at)