Hund in NRW: Herrchen muss das nackte Grauen beobachten – „Vor meinen Augen...“

In NRW ist ein Hund auf einer Landstraße von einem Raser erfasst worden. Der Besitzer des Hundes ist geschockt: Denn der Fahrer fuhr einfach weiter! (Symbolbild)
In NRW ist ein Hund auf einer Landstraße von einem Raser erfasst worden. Der Besitzer des Hundes ist geschockt: Denn der Fahrer fuhr einfach weiter! (Symbolbild)
Foto: imago images / Panthermedia

Adenau. Bei diesem Facebook-Post spürt man die Wut aus jeder Pore! Ein Mann aus NRW macht seinem Ärger mächtig Luft. „So, du mieses Dreckschwein!!!“ - schon nach dem ersten Satz wird klar: Hier geht es um eine sehr emotionale Sache.

Was war passiert? Der 54-Jährige musste mit ansehen, wie sein Hund direkt vor ihm überfahren wird. Was danach passiert, macht einfach wütend: Denn statt anzuhalten, fuhr der Raser einfach weiter – ohne sich auch nur einmal nach dem Hund zu erkundigen. Sein schreckliches Erlebnis schilderte der Hundebesitzer gegenüber dem „Express“.

Hund überfahren – und dann geflüchtet

Am Mittwoch erlebte Markus Behr einen echten Albtraum. Hündin Rocket war gemeinsam mit fünf anderen Europäischen Schlittenhunden ausgebüxt. Behr vermutet schon dahinter ein böses Spiel.

Eigentlich können seine Hunde nicht den Garten verlassen. Ein zwei Meter hoher Zaun umfasst sein Gelände, das Tor ist mit einem Spanngurt gesichert. Doch der fehlte am Mittwoch plötzlich: „Das Tor stand offen und der Spanngurt, mit dem es immer zusätzlich gesichert war, ist weg“, erzählte er dem „Express“.

Sofort machte er sich auf die Suche nach seinen Hunden. Schnell lassen sich auch vier der fünf Tiere aufspüren – nur von Rocket fehlte jede Spur. Erst am Abend kann er die Hündin in der Nähe einer Landstraße entdecken. Dann kommt es zu einem unglaublichen Vorfall, der auch der Grund für Behrs erbosten Facebook-Post ist.

„Du rast einfach weiter“

Es ist kurz nach 20 Uhr, als die Hündin auf der L10 entdeckt wird. Schon von weitem sieht ihr Besitzer einen Wagen. Viel zu schnell soll er auf der Straße unterwegs gewesen sein. „Ich stehe da und blinke; Lichthupe, Warnblinker und winke wie ein Irrer“, beschreibt der 54-Jährige seine verzweifelte Situation. Doch der Wagen wird nicht langsamer. Dann passiert das Unfassbare.

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„Du rast weiter und fährst vor meinen Augen meinen Hund tot! Du rast einfach weiter...“, so der Hundebesitzer. Aus den wenigen Zeilen liest sich viel Trauer und Verzweiflung. Sein letzter Satz: „Ruhe in Frieden mein Engel. Du bist nicht zu ersetzten.“

Jetzt hofft Behr darauf, dass sich Zeugen des Vorfalls bei ihm oder der Polizei melden. Zuerst hatte er dem Raser sogar noch eine Chance gegeben, sich persönlich zu melden und Verantwortung zu übernehmen. Laut „Express“ wandte er sich, nachdem die Frist verstrichen war, an die Polizei.

Behr lebt bereits seit seiner Jugend mit Hunden, betreibt Hundesport und ist sogar Chef von Martin Rütters Hundeschule DOGS in Ahrweiler.

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Große Bestürzung auf Facebook

Auf die Unterstützung der Netzgemeinde kann sich der 54-Jährige auf jeden Fall verlassen. Viele sind ebenso bestürzt über den Tod der Hündin:

  • „Sprachlos. Und es tut mir unendlich leid.“
  • „Ich bin schockiert, es tut mir so leid, hoffentlich bekommt man diesen Mistkerl.“
  • „Manche Menschen sind nur grausam. Ich hoffe man findet den Raser. Rest in Peace, kleine Rocket.“
  • „Dafür hat man keine Worte... Es hätte auch ein Mensch sein können, aber da wäre der/die wohl auch weitergefahren...“
  • „Mir fehlen die Worte. Fassungslos. Traurig und wütend zugleich. Ich hoffe der/die Übeltäter werden gefunden. Ich fühle mit Ihnen.“

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Mehr als 1400-mal wurde der Beitrag inzwischen geteilt, über 200 Kommentare finden sich darunter. Die Polizei nimmt Hinweise zu dem Vorfall unter der Rufnummer 02691/925-0 entgegen. (dav)

 
 

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