Hund in NRW: Paar lässt Tier leiden – Passanten rufen sofort die Polizei

So schützt du deinen Hund vor der Sommerhitze

Heiße Sommer-Temperaturen sind für deinen Hund gefährlich. Deshalb solltest du diese Regeln beachten.

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Brakel/Höxter. Unglaublich! Mehr fällt einem dazu nicht ein. Was diese „Hartz 4“-Empfänger aus NRW einem Hund angetan haben, macht wütend. Die Sache hat jetzt ein Nachspiel.

Am Mittwoch wurde im Amtsgericht Höxter ein Strafverfahren gegen ein Ehepaar aus Brakel verhandelt. Sie haben ihrem Hund massiv geschadet und somit gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, berichtet das „Westfalen-Blatt“.

Hund in NRW: Tier einfach zurückgelassen

Das war passiert: Im Sommer ließen der 54-Jährige sowie seine Frau (56) ihren Hund, einen Irish Setter, auf einem Parkplatz in Höxter im Auto. Die beiden wollten nur kurz etwas besorgen. An sich kein Problem. Doch es war Mitte August und super heiß draußen.

Dass das für einen Hund tödlich enden kann, sollte mittlerweile jeder wissen. Zudem hatte das Pärchen dem Tier ein Elektroschock-Halsband angelegt. Das ist in Deutschland bereits seit 20 Jahren verboten.

Passanten entdeckten den armen Hund und riefen die Polizei. Die Beamten erzählten vor Gericht, dass der Hund stark gehechelt und nicht mehr auf die Ankommenden reagiert habe.

Ein spaltbreit offenes Fenster soll Schlimmeres verhindert haben. So konnte die Polizei die Autotür öffnen, um den Hund zu befreien und ihn mit Wasser versorgen. „Er hat sich darüber sehr gefreut“, sagte der Polizist.

Das Paar stritt den Vorfall vor Gericht nicht ab und zeigte sich reumütig. „Wir haben gedankenlos gehandelt, die Schuld liegt bei uns. Wir waren höchstens 20 bis 25 Minuten weg“, sagte der Mann. Als sie das Auto dort abstellten, gab es laut ihm noch Schatten.

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Der Hund als Begleiter des Menschen:

  • Domestizierung fand vor etwa 15.000 bis 100.000 Jahren statt
  • die wilde Stammform ist der Wolf
  • weltweit gibt es etwa 500 Millionen Haushunde
  • allein in Deutschland leben 9 Millionen als Haustiere

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Hund in NRW: Paar zeigt sich reumütig

Das Paar zog Konsequenzen und gab dem Hund wieder dem Vorbesitzer zurück. Damit wollte es einem Tierhalteverbot zuvorkommen. „Wir wollten nicht, dass er ins Tierheim kommt“, sagte der Brakeler vor Gericht. Dem Tier soll es wieder gut gehen.

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Warum aber das Elektro-Halsband? „Ich habe nicht gewusst, dass das nicht erlaubt ist“, sagte er im Gerichtssaal. Ihm wurde es von jemanden empfohlen, da der Hund gegenüber seinen Artgenossen sehr aggressiv gewesen sei. Zum Einsatz soll es aber nicht gekommen sein.

Die Beamten hat das Halsband jedoch getestet. Es sei funktionsfähig gewesen, berichtete der Polizist im Zeugenstand.

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Trotz der Vorwürfe wurde das Verfahren eingestellt. Die Richterin sagte, dass das Paar Reue zeige, und „so etwas in Zukunft sicher nicht wieder tun wird“. Außerdem habe sich das Tier schnell erholt.

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Die beiden „Hartz 4“-Empfänger aus NRW müssen dennoch jeweils eine Geldbuße von 150 Euro zahlen in Raten. Das Geld soll laut „Westfalen-Blatt“ an die Naturschutzstiftung Bund gehen. (ldi)

 
 

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