Hund im Sauerland: Mann geht mit Vierbeiner spazieren – plötzlich wird das Tier in den Tod gejagt

Diese Begegnung endete für einen Hund im Sauerland tödlich. (Symbolbild)
Diese Begegnung endete für einen Hund im Sauerland tödlich. (Symbolbild)
Foto: imago images / Cavan Images

Schmallenberg. Ein schreckliches Schicksal erlitt am Mittwoch ein Hund im Sauerland!

Bei einem Spaziergang mit seinem Hund im Sauerland entdeckte ein Mann einige Wildtiere in etwa 200 Meter Entfernung. Doch ihnen hätte er sich lieber nicht nähern sollen.

Hund im Sauerland: Begegnung mit Wisent-Herde endet für Vierbeiner tödlich

Denn bei den Wildtieren handelte es sich um freilaufende Wisente (auch „Europäische Bisons“ genannt). Da zu der Herde auch kürzlich geborene Kälber gehörten, waren die erwachsenen Wisente dementsprechend wachsam, um mögliche Bedrohungen für die Jungtiere frühestmöglich zu erkennen. Und eine solche Bedrohung sahen die Tiere eben auch in dem unschuldigen Hund.

Als der Mann und sein Vierbeiner mit lediglich fünf Metern Abstand an den Wisenten vorbeiging, gingen zwei der massigen Tiere auf den zwölf Jahre alten Vierbeiner los. Gegen die rund 1,80 Meter großen und bis zu 190 Kilogramm schweren Rinder hatte der Hund nicht den Hauch einer Chance.

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So solltest du dich bei einer Begegnung mit einem Wisent verhalten:

  • Auf den vorgesehenen Wegen bleiben.
  • Abstand halten und sich nicht aktiv den Tieren nähern.
  • Die Tiere nicht füttern.
  • Hunde nur auf den Wegen oder an der Leine führen (außer in Gefahrensituationen)

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Der Versuch des Halters, den Hund noch an der langen Rollleine wegzuziehen, scheiterte. Besonders tragisch: Beim Fluchtversuch des Vierbeiners verfing sich die Leine in einem Gestrüpp. Die Konfrontation mit den Wisenten, die ihren Nachwuchs verteidigen wollten, endete für den Hund „tödlich“, wie der Wisent-Verein in NRW gegenüber dem „Sauerlandkurier“ mitteilte.

Wisent-Projekt ist nicht unumstritten

Gerade in der Zeit, in der Kälber geboren werden, werden Hunde von Wisenten oft als Gefahr wahrgenommen, so der Verein und spricht davon, mindestens einen 50-Meter-Abstand zu den Tieren einzuhalten. „Hunde sollten in solch einer Situation grundsätzlich nur ohne oder mit flexiblem, reißfähigem Halsband losgelassen werden.“

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Das Projekt der freilebenden Wisente ist nicht unumstritten. Im vergangenen November gab es beispielsweise einen Verkehrsunfall, als ein Wisent auf der Straße von einem Auto erfasst wurde und verstarb. Die Kritik: Die Tiere verursachen Waldschäden und das Areal, in dem sie leben, sei nicht groß genug für die Herde.

Die vom Aussterben bedrohten Tiere werden seit Jahren in mehreren Gebieten Europas wieder gezielt ausgewildert. (at)

 
 

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