Hundetrainer tritt Vierbeiner zu Tode – Sein Urteil sorgt für Wut

Ein Hundetrainer hat seinen Hund zu Tode getreten. Jetzt wurde er verurteilt. (Symbolfoto)
Ein Hundetrainer hat seinen Hund zu Tode getreten. Jetzt wurde er verurteilt. (Symbolfoto)
Foto: imago images / Nature Picture Library

Das Urteil des Amtsgericht Rahden (NRW) gegen einen 34-jährigen Mann aus Preußisch Oldendorf hat ordentlich Wellen geschlagen. Der Mann, der als Hundetrainer arbeitet, hat einen etwa drei Jahre alten Hund auf einem Hundeübungsplatz in Espelkamp totgetreten.

Seine Strafe: 80 Tagessätze zu 20 Euro wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Empörung ist groß.

Mann tritt Hund zu Tode: Vor Gericht wurde die Tat kaum noch besprochen

Der Preußisch Oldendorfer hatte dem Labrador durch Fußtritte so schwere Verletzungen zugefügt, dass der Hund daran verstarb. Wie die „Neue Westfälische“ berichtet, wurden bei der Fellnase schwere innere Verletzungen festgestellt, die Anklageschrift sprach demnach von einer „zerfetzten Leber.“

Der Hundetrainer und sein Anwalt hatten Einspruch gegen den Strafbefehl des Amtsgerichts eingelegt. In der Folge ging es vor Gericht fast nur noch um die Höhe der Geldstrafe.

Er selbst darf keine Hunde mehr trainieren

Über die Tat selbst wurde wohl nicht mehr viel gesprochen. Nach einer Entscheidung des Veterinäramtes darf der Mann selbst jedoch keine Hunde mehr ausbilden. Dafür hat er mittlerweile einen Mitarbeiter eingestellt. Warum er den Hund zusammentrat, ist nicht klar.

Das Veterinäramt Minden-Lübbecke prüft jedoch, ob sogar ein generelles Berufsverbot gegen den 34-Jährigen verhängt wird.

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„Berufsverbot und Tierhaltungsverbot“

Das Urteil sorgt für Empörung und Unverständnis. Wie das Portal berichtet, zeigen sich viele Menschen in den sozialen Netzwerken fassungslos. „Berufsverbot und Tierhaltungsverbot!“, schreibt eine Nutzerin.

„Schrecklich!“ kommentiert ein anderer. Das Problem an der ganzen Sache: In Deutschland werden Tiere vor Gericht noch immer wie Gegenstände behandelt.

Rechtliche Stellung von Tieren in Deutschland immer noch umstritten

Wird ein Tier in Deutschland verletzt oder getötet, handelt es sich rein rechtlich gesehen um Sachbeschädigung. Völlig egal, ob dieses Tier Schmerz, Leid, Freude oder Trauer empfinden könnte, geschweige denn, welchen Stellenwert ein Hund in einer Familie haben kann.

Für viele sind ihre vierbeinigen oder gefiederten Begleiter nämlich viel mehr als bloße Haustiere: Sie gelten oft als vollwertige Familienmitglieder.

Neuseeland: Tiere haben mehr Rechte als in Deutschland

Einen anderen Weg geht da Neuseeland: Seit 2015 erkennt das Land Tiere rechtlich als fühlende Wesen an. Dadurch wird der Schutz von Tieren erheblich erleichtert. (db)

 
 

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