Holland: Gruppe aus NRW hinterlässt krasse Schneise der Verwüstung im Nachbarland – „Wie Kriegsgebiet“

In Holland kam es am Wochenende zu einer wüsten Auseinandersetzung in Groningen. Es prügelten sich Fußballfans.
In Holland kam es am Wochenende zu einer wüsten Auseinandersetzung in Groningen. Es prügelten sich Fußballfans.
Foto: imago images / IP3press; Screenshot Twitter

Groningen. Unglaublich, aber wahr: In Groningen im Nachbarland Holland gab es vergangenen Sonntag einen heftigen Gewaltausbruch. Eine regelrechte Spur der Verwüstung zog sich durch das kleine Städtchen Groningen. Niederländische Medien berichteten anschließend sogar von einem „Kriegsgebiet.

In der Stadt im Norden von Holland durchzog sich ein Meer aus Scherben und herumliegenden Stühlen und Tischen.

Holland: Fan-Gruppen aus NRW verwüsten Stadt

Der Grund ist eine angereiste Fan-Gruppe aus NRW. Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld absolvierte am Sonntag einen Text gegen den niederländischen Erstligisten FC Groningen. Das Ergebnis von 1:1 und der Treffer von Bayern-Legende Arjen Robben rückten jedoch in den Hintergrund. Im Fokus steht die gewaltsame Auseinandersetzung in Holland.

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Videos zeigen Gewaltszenen

Zahlreiche Videos zeigen die geballte Wut, mit der die beiden Fangruppen von Bielefeld und Groningen aufeinander losgingen. Stühle und Tische fliegen durch die Luft, innerhalb von Minuten verwandelt sich die Innenstadt in ein Schlachtfeld. Genauso schnell flüchten beide Fangruppen nach dem Aufeinandertreffen wieder in unterschiedliche Richtungen.

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Das ist Holland:

  • weitläufige umgangssprachliche Bezeichnung für die Niederlande in Deutschland
  • eigentlich bezeichnet er aber nur ganz bestimmte Teile der Niederlande: Noord- und Zuid-Holland
  • auch die Niederlande selbst verwenden immer wieder den Ausdruck Holland für Niederlande, besonders im Bereich des Tourismus
  • auch im Fußball nutzen die Niederländer den Begriff Holland
  • Die Insel Texel gehört ebenfalls zu Holland

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Beim dem Testspiel waren wegen Corona keine Gästefans zugelassen. Das hinderte einige Hooligans, die sich der Arminia zugehörig fühlen, jedoch nicht an der Anreise in die nordniederländische Stadt. Bereits im Vorfeld hatten sich die niederländischen Behörden auf die Anreise vorbereitet.

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„Es sah aus wie ein Kriegsgebiet“

Laut der niederländischen Zeitung „Dagblad Noorden“ hatte die Gruppe zuvor einem Café Bier getrunken. Da sich die 20 bis 30 Männer nicht an die Corona-Auflagen hielten und andere Gäste störten, wurde sie gebeten zu gehen. Wenig später sei es dann zur Sache gegangen. Der Wirt beschreibt die Szenerie: „Es sah aus wie ein Kriegsgebiet.“ Das Testspiel war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal angepfiffen worden.

Hier kannst du dir die Videos anschauen:

Insgesamt 40 Männer schlagen aufeinander ein, werfen Tische, Stühle und Fahrräder. Am Ende rufen einige „Bielefeld, Bielefeld, Bielefeld“. Den restlichen Sonntag kontrollierten zahlreiche Polizeiwagen die Groninger Innenstadt.

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Arminia Bielefeld mit Statement

Arminia Bielefeld hat sich inzwischen ebenfalls zu dem Vorfall geäußert und verurteilt den Gewaltausbruch scharf. Vom Verein heißt es: „Der DSC Arminia Bielefeld verurteilt jede Form der Gewalt. Gemeinsam mit den Behörden, die unsere volle Unterstützung haben, werden wir mit allem Nachdruck den Fall aufarbeiten."

Die Polizei Groningen hat am Dienstag auf Twitter bekannt gegeben, dass es inzwischen eine erste Festnahme nach der Schlägerei gegeben hat. Die Ermittler schließen weitere Festnahmen nicht aus.

Sein blaues Wunder erlebte kürzlich auch ein 31-Jähriger, der Urlaub in Holland machte. Was er auf dem Rückweg mit dem Reisebus erlebt hatte, erfährst du hier >>> (dav)

 
 

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