Hochzeitskorsos eskalieren in NRW: FDP-Politiker macht Rowdys klare Ansage

NRW-Politiker fordern strengere Gesetze, um eskalierende Hochzeitskorsos zu verhindern. (Archivbild)
NRW-Politiker fordern strengere Gesetze, um eskalierende Hochzeitskorsos zu verhindern. (Archivbild)
Foto: Justin Brosch / ANC-News

Raserei, Straßensperren und Schüsse: Hochzeiten sind in Nordrhein-Westfalen zuletzt in schöner Regelmäßigkeit komplett aus dem Ruder gelaufen.

Auf den Straßen herrschte zum Teil Ausnahmezustand wegen eskalierender Hochzeitskorsos. Politiker fordern ein Ende der gefährlichen Manöver. NRW-Landtags-Abgeordneter Marc Lürbke (42) macht den Hochzeitsrowdys jetzt eine klare Ansage.

FDP-Politiker droht Hochzeitsrowdys aus NRW

„Statt auf Flitterwochen sollten sich diese Hochzeitsgesellschaften und Frischvermählten auf Strafverfahren einstellen und die gemeinsame Zukunft vielleicht schon einmal besser mit dem Rad planen“, zitiert die „Bild“ den innenpolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion in NRW.

Parteiübergreifend wird das ausartende Verhalten bei Hochzeitskorsos nicht geduldet. Gregor Golland (44), CDU-Vize-Chef der Landtagsfraktion NRW, fordere der Zeitung zufolge etwa Gesetzesänderung auf Bundesebene.

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Beteiligte Autos sollten beschlagnahmt und versteigert werden. Außerdem solle es nach Ansicht des 44-Jährigen den Haltern von Luxuskarossen an den Kragen gehen. Wer sein Auto verleihe, der müsse haften, fordert der CDU-Politiker in der „Bild“.

NRW-Innenminister Reul: „Das werden wir nicht hinnehmen“

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Nach den sich häufenden Vorfällen sprach NRW-Innenminister Herbert Reul Klartext: „Es kann nicht angehen, dass auf Autobahnen der Verkehr angehalten wird, um Fotos zu machen und Feuerwerkskörper zu zünden. Dem schieben wir einen Riegel vor. Das ist rücksichtsloses Verhalten, für das mir jedes Verständnis fehlt und das wir nicht hinnehmen“, so Reul. Wie der CDU-Politiker die eskalierenden Hochzeitskorsos weiter einordnet, liest du hier.

 
 

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