Obwohl er unter Beobachtung stand: 17-Jähriger erhängt sich in NRW-Gefängnis

In Herford hat sich ein 17-Jähriger in der JVA das Leben genommen.
In Herford hat sich ein 17-Jähriger in der JVA das Leben genommen.
Foto: dpa (Symbolbild)
  • In Herford hat sich ein Häftling (17) das Leben genommen
  • Er stand unter Beobachtung
  • Die JVA-Leitung äußert sich nun zum Fall

Herford. Schrecklicher Vorfall in Herford: Im Gefängnis hat sich ein 17-jähriger Gefangener das Leben genommen. Nach Angaben der Anstaltsleitung hat der junge Mann sich stranguliert und das, obwohl er unter Beobachtung stand.

JVA Herford: „Er galt als suzidgefährdet“

„Er galt als suizidgefährdet“, sagte der stellvertretende Leiter der JVA, Heinz-Herbert Droste, der dpa am Dienstag.

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17-Jähriger saß Jugendstrafe ab

Der 17-Jährige sei am 22. Oktober aus der JVA in Iserlohn nach Herford verlegt worden. „Hier hat er eine Jugendfreiheitsstrafe abgesessen“, sagte Droste.

Das Gefängnis in Herford ist eine von vier Anstalten für den geschlossenen Jugendvollzug in NRW. Die JVA-Leitung will sich am Dienstag noch zu weiteren Details äußern.

>>Anmerkung der Redaktion<<

Zum Schutz der betroffenen Familien berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Das Thema wird inzwischen öffentlich diskutiert, deshalb haben wir uns in diesem besonderen Fall für die Berichterstattung entschieden.

Wer unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt. (dpa/mj)

 
 

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