„Hartz 4“-Empfänger aus NRW will nicht arbeiten: Seine Begründung ist unfassbar

„Hartz 4“-Empfänger Günther aus Leverkusen.
„Hartz 4“-Empfänger Günther aus Leverkusen.
Foto: Screenshot RTL ZWEI

„1000 Euro, das wäre ne gute, runde Summe“, sagt Günther aus Leverkusen (NRW) ganz dreist in die RTL ZWEI-Kameras. Denn mit den läppischen 424 Euro im Monat, die der „Hartz 4“-Satz eigentlich für ihn vorsieht, kommt der 55-Jährige überhaupt nicht klar. Bereits zur Monatsmitte seien seine Gelder erschöpft, so Günther.

Doch was tun? Schließlich ist der Leverkusener auf seine Grundnahrungsmittel angewiesen. Was bei ihm jedoch nicht Speisen und Getränke, sondern eher Alkohol, Tabak und Cannabis sind.

„Hartz 4“: Empfänger aus NRW hintergeht seit Jahren das Jobcenter

Für den „Hartz 4“-Empfänger erscheint da nur eine einzige Lösung praktikabel. Das Jobcenter zu betrügen. Und da hat Günther den zehn Jahren, in denen er die Leistung vom Amt erfährt, so einige Strategien entwickelt.

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Das ist Hartz 4:

  • „Hartz 4“ heißt eigentlich Arbeitslosengeld II
  • Es wurde zum 1. Januar 2005 eingeführt
  • Es ist die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch
  • Es soll Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht
  • Allerdings kann es durch zulässige Sanktionen gekürzt oder ganz gestrichen werden
  • Die gesetzliche Grundlage für das ALG II bildet das Zweite Buch Sozialgesetzbuch

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Da wird zum Ende des Monats beim Jobcenter um Lebensmittelgutscheine gebettelt, schließlich habe der 55-Jährige sein Portemonnaie verloren (hat er in Wahrheit nicht, aber mit der nimmt es Günther grundsätzlich nicht so ernst).

Ganz dreist sagt er der „Armes Deutschland“-Redakteurin, die ihm in seinem Alltag begleitet, warum er nicht arbeiten will: „Ich finde das okay, wenn ich die anschwindeln kann. Wenn die drauf reinfallen, ist das doch deren Problem. In der Vergangenheit hat das immer geklappt. Da mache ich mir also keinen großen Kopf drum.“ Zudem möchte er auch gar nicht so lange stehen.

„Hartz 4“-Empfänger macht aus einer Bedarfs- eine Wohngemeinschaft

Keinen großen Kopf macht sich Günther auch nicht um seine Wohnsituation. Denn auch da betrügt der 55-Jährige, dass sich die Balken biegen. So wohnt Günther zwar mit seiner Freundin Heike zusammen. Offiziell sind die beiden jedoch kein Paar. Schließlich werden bei einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft massig Gelder abgezogen.

Wohnt man nun jedoch in einer Wohngemeinschaft, bekommt jeder seinen vollen Bedarfssatz. Ein Trick, der den 'guten Freunden' mehrere Hundert Euro im Monat einbringt.

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RTL ZWEI rechnet kurz vor: Die Bedarfsgemeinschaft würde im Monat 460 Euro haben. Als Wohngemeinschaft können sich die beiden jedoch über 760 Euro freuen.

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Für Günther eine ganz selbstverständliche Taktik: „Na klar verarsche ich das Jobcenter, dass ich mehr Geld kriege!“ Mal sehen, wie weit er damit noch kommt.

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„Armes Deutschland – Stempeln oder Abrackern“ läuft immer dienstags um 20.15 Uhr bei RTL ZWEI.