Hagen

Hagen: Mann wegen Drogen-Schulden entführt – DIESE Rocker-Bande soll dahinter stecken

Die beiden Angeklagten Masud (hinten) und Mohammed Ali zwischen ihren Verteidigern.
Die beiden Angeklagten Masud (hinten) und Mohammed Ali zwischen ihren Verteidigern.
Foto: DER WESTEN

Hagen. Es klingt wie ein Verbrechen aus einem Mafia-Film – doch laut Staatsanwaltschaft Hagen (NRW) soll es sich SO zugetragen haben...

Am Montag hat vor dem Landgericht Hagen (NRW) der Prozess gegen die Brüder Masud (27) und Mohammad A. (23) begonnen – Mohammad A. soll Mitglied der inzwischen aufgelösten Hagener Rocker-Bande „Freeway Riders“ gewesen sein. Die Männer sollen am 15. Januar ihr Opfer (22) bewusstlos gewürgt, entführt und erpresst haben.

Hagen: Brüder sollen ihr Opfer bewusstlos gewürgt und entführt haben

Laut Staatsanwaltschaft sollen die Angeklagten mit einem weiteren Mittäter eine Spielhalle am Emilienplatz betreten und das spätere Opfer aufgefordert haben, mitzukommen. Vor dem Spielhallen-Eingang soll ihn dann Mohammad A. unvermittelt bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Die Auswertung einer Überwachungskamera durch die Polizei habe das bestätigt.

Danach soll das Trio versucht haben, den Bewusstlosen in einen blauen Opel zu laden. Das ist aber misslungen. Als das Opfer dann wieder zu sich gekommen sei, soll Masud A. von ihm die Zahlung von 4.000 Euro aus Drogenschulden gefordert haben. Einer der Täter habe ihm dabei ein Messer vorgehalten und ihn so gezwungen, ins Auto zu steigen.

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Anklage: Opfer soll mit Pistole in Rocker-Vereinsheim gezwungen worden sein

Die Tortur soll dann erst richtig begonnen haben: Unter Vorhalt einer Schusswaffe soll das Opfer ins Vereinsheim der „Freeway Riders“ geführt und dort mehrere Stunden festgehalten worden sein. Ein vierter Mittäter in Rocker-Kutte sei laut Anklage ins Spiel gekommen, habe das Opfer aufgefordert, bis zum nächsten Abend die 4.000 Euro zu zahlen. Das Opfer hatte es versprochen, wurde deshalb freigelassen – und hat Anzeige bei der Polizei erstattet.

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Die beiden Angeklagten haben am Prozessauftakt nicht aussagen wollen, auch der ältere Bruder (40) der beiden hat von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Das Opfer dagegen hat ausgesagt, habe sich aber an den genauen Ablauf am Tatabend nicht mehr präzise erinnern können. Er am Montag: „Es gab Probleme zwischen uns. Ich war in der Spielothek, als Masud zu mir kam und sagte: 'Komm raus, wir müssen reden.' Wir haben uns draußen gestritten, sind dann mit dem Auto weitergefahren.“

Geschädigter erinnert sich nur lückenhaft – Richter genervt

Der Richter hakt nach: „Wie gestritten? Verbal? Körperlich?“ Das Opfer: „Körperlich.“ Der Richter: „Und wie sah das aus?“ Das Opfer: „Masud hat mich von hinten gepackt. Ich habe mich befreien können, bin gefallen und wurde bewusstlos.“ Der Richter überrascht: „Sie haben sich befreit, sind gefallen und waren bewusstlos? Einfach so?“ Das Opfer erneut: „Ich war sehr aufgeregt.“ Auch zu weiteren Details konnte sich das Opfer nur lückenhaft erinnern.

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Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt. Dann sollen weitere Zeugen angehört werden. Bei Verurteilung drohen den Angeklagten eine Freiheitsstrafe von zwei bis zu elf Jahren und drei Monaten.

 
 

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