Hagen

Hagen: Kind stirbt nach Unfall vor lauter Gaffern – Gerichtsurteil sorgt für Wut bei Familie

Schrecklicher Unfall 2017 in Hagen. Ein Volvo ist frontal in einen Kinderwagen gerast.
Schrecklicher Unfall 2017 in Hagen. Ein Volvo ist frontal in einen Kinderwagen gerast.
Foto: Alex Talash

Hagen. Am 13.Juli 2017 hat sich in Hagen am 13. Juli 2017 ein schrecklicher Unfall ereignet. Ein Auto raste frontal in einen Kinderwagen und ein einjähriges Mädchen erlag kurze Zeit später ihren Verletzungen.

Die Westfalenpost berichtet nun über den Ausgang des Prozesses gegen den Unfallfahrer (37).

Hagen: Volvo-Fahrer rast auf Brücke frontal gegen Kinderwagen

Der furchtbare Unfall ist damals in der Badstraße in Hagen passiert: Ein Volvo raste auf der Brücke über der Volme gegen einen Kinderwagen. In dem Wagen: ein einjähriges Mädchen. Die Mutter (21) war mit ihm und seinem Bruder (4) dort unterwegs.

Der Volvo-Fahrer (34) fuhr frontal in den Kinderwagen. Das Mädchen wurde zunächst schwerst verletzt. Rettungskräfte versuchten noch vor Ort, es zu reanimieren. Ein Rettungshubschrauber landete in der Nähe. Doch es war zu spät. Das Kind starb später im Krankenhaus.

Bei dem Unfall wurde auch der Bruder (4) des Mädchens schwer verletzt. >>Hier mehr dazu lesen.<<

Rettungsdienst will helfen: Hunderte Gaffer behindern Rettungseinsatz

Die Mutter der beiden Kinder erlitt einen schweren Schock und eine Passantin (75) zog sich leichte Verletzungen zu. Zu diesen schrecklichen Ereignissen kam 2017 noch hinzu, dass Hunderte Gaffer die Rettungsarbeiten in Hagen behinderten.

In einem Stern-Artikel nach dem Unfall sagte die Mutter, dass sie es immer noch nicht ertragen könne, zu wissen, dass einige der Schaulustigen Videos und Bilder ihres sterbenden Kindes auf ihrem Smartphone hätten.

Der schreckliche Unfall in Hagen versetzte die Stadt in einen regelrechten Trauerzustand.

Nach den emotionalen Geschehnissen, neigt sich der Prozess gegen den Unfallfahrer dem Ende zu. Das Verfahren gegen den heute 36-Jährigen aus Werl, der den Volvo in den Kinderwagen gesteuert hatte, soll eingestellt werden.

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37-jähriger Unfallfahrer ist an Multipler Sklerose erkrankt

Wie die „WP“ berichtet, ist der 37-jährige Unfallfahrer an Multipler Sklerose (MS) erkrankt. Die Autoimmunerkrankung greift das Nervensystem nach und nach immer weiter an. Doch der Gutachter im Gericht ist nicht zu dem Schluss gekommen, dass die MS-Erkrankung des Fahrers beim Unfall eine Rolle gespielt haben könnte.

Der Grund für den schrecklichen Unfall, soll menschliches Versagen gewesen sein.

++Düsseldorf: Schwerer Unfall – Auto kommt von Fahrbahn ab und kracht in Gebüsch++

Prozessende: Gericht sieht kein Urteil gegen 37-Jährigen vor

Zu einem Urteil im Prozess gegen den 37-Jährigen wird es nicht kommen, sofern er die ihm vorgeschlagenen Auflagen einhält. Dann wird das Verfahren eingestellt. Zu den Auflagen gehört die Zahlung von 1.500 Euro an das Kinderhospiz Balthasar in Olpe und der lebenslange Verzicht auf den Führerschein.

Wie der Anwalt der Familie gegenüber der WP jedoch mitteilt, sei die Familie mit dem Urteil absolut unzufrieden.

Nun versucht die Familie aktuell auf zivilrechtlichem Weg weiterzumachen und Schmerzensgeld einzuklagen. (mj)

 
 

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