NRW: Spektakulärer Einbruch bei Prosegur – Räuber erbeutet „nur“ 1,1 Millionen Euro

In Hagen erbeuteten Unbekannte eine Millionen-Summe bei Prosegur. Jetzt wurde der Sicherheitstechniker der Firma verurteilt. (Symbolbild)
In Hagen erbeuteten Unbekannte eine Millionen-Summe bei Prosegur. Jetzt wurde der Sicherheitstechniker der Firma verurteilt. (Symbolbild)
Foto: imago images / Rust

Es erinnert fast ein bisschen an die spanische Netflix-Serie „Haus des Geldes“: Drei Tatverdächtige brechen über den Lüftungsschacht in die Geldtransport-Firma Prosegur ein und bohren ein Loch zum Tresorraum, um eine Millionen-Beute zu machen. Der einzige Unterschied: Die Fiktion ist diesmal Realität und der Tatort nicht Spanien, sondern Hagen in NRW.

Am 4. Februar soll das Trio ganze 21 Stunden in den Räumen der Firma in Hagen-Vorhalle verbracht haben, um zu dem Sicherheitstrakt mit den Geldkassetten zu gelangen. Demnach sollen sie rund 1,1 Millionen Euro erbeutet haben.

Warum sie in aller Ruhe agieren konnten? Der Angeklagte Christian H. (43) soll, wie die Bild berichtet, als Sicherheitstechniker von Prosegur die Alarmanlagen über seinen Dienst-PC mit einer Software ausgeschaltet haben. Auf seinem Privat-Handy und seinem Rechner wurden außerdem verbotene Fotos von den Sicherheitsbereichen gefunden.

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Der 43-Jährige stand jetzt vor dem Amtsgericht in Hagen. Er soll am Dienstag zu vier Jahren Gefängnis wegen schweren Diebstahls und Werteinziehung verurteilt worden sein.

H. leugnete die Tat bis zuletzt. Die unbekannten Täter sind immer noch nicht ermittelt. Von der Beute ebenfalls keine Spur. Für 120.000 Euro, ein Auto und ein sicheres Handy wollte wohl ein Informant der Polizei die Täter liefern. Wie die Bild aber berichtet, kam es dazu nicht mehr, weil er das Angebot wieder zurücknahm. (js)

 
 

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