Gruppenvergewaltigung in Velbert: Angeklagte zeigen offenbar keine Reue - „Sie hat es doch gewollt“

Foto: dpa/Archivbild

Velbert. Acht Jugendliche aus Bulgarien sollen Anfang April eine 13-Jährige in Velbert in einem Waldstück vergewaltigt haben.

Am Freitag hat der Prozess gegen sechs Jugendliche begonnen. Von Reue schient allerdings keine Spur. „Sie haben die Tat bagatellisiert“, sagt Oberstaatsanwalt Baumert dem „Kölner Stadtanzeiger“. „Sie hat es doch gewollt“, hätten sie gesagt. „Diese Menschen haben keinerlei Unrechtsbewusstsein“, sagt auch Opferanwältin Tillmanns-Larisch.

Mutmaßliche Vergewaltiger von Velbert zeigen keine Reue

Die Jugendlichenn zwischen 14 und 17 Jahren sollen dem Mädchen auf dem Heimweg aus einem Schwimmbad aufgelauert und sie in ein Waldstück gezerrt haben. Dort hätten die beiden Hauptangeklagten sie mehrfach vergewaltigt.

Die anderen filmten das Verbrechen. Erst als eine Passantin vorbeikam, endete das Martiryum für das Mädchen.

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Die Folgen seien gravierend für das Opfer: „Sie ist seitdem sehr in sich gekehrt und traut sich nur noch in Begleitung nach draußen“, sagt Rechtsanwältin Anke Tillmanns-Larisch gegenüber dem „Kölner Stadtanzeiger“. Sie vertritt das Mädchen als Nebenklägerin im Prozess.

Das vergewaltigte Mädchen hatte selbst zur Aufklärung des Verbrechens beigetragen. Sie hatte Facebook-Gruppen durchstöbert und war auf ein Bild eines ihrer mutmaßlichen Peiniger gestoßen.

Zwei Peiniger setzten sich nach Bulgarien ab

Mit dem Bild suchte die Polizei nach den Tätern. Zwei hatten sich inklusive ihrer Familien nach Bulgarien abgesetzt.

Sollten die Angeklagten im Prozess schweigen, drohte dem Mädchen eine Aussage vor Gericht. „Für sie wäre das der Horror“, sagt Nebenklage-Vertreterin Tillmanns-Larisch.

 
 

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