Tausende Menschen bei Umweltschutzdemo in Köln: „Das ist ein Protest gegen das Versagen der Bundesregierung“

Demonstranten auf der Kölner Demo zum Klimaschutz und Kohle-Ausstieg.
Demonstranten auf der Kölner Demo zum Klimaschutz und Kohle-Ausstieg.
Foto: imago/IPON

Köln. Am Samstag haben in Köln mehrere tausend Menschen für den Kohle-Ausstieg und eine umfassende Energiewende demonstriert. Die Demonstranten trugen Transparente mit Aufschriften wie „Sonne statt Kohle“ oder „Die grauen Herren verheizen unsere Zukunft.“

„Wir wollen unsere Zukunft nicht der Kohle-Lobby opfern“, rief eine Rednerin bei der Auftaktkundgebung.

Doppeldemo in Köln und Berlin

Zu der Doppeldemonstration in Köln und Berlin unter dem Motto „Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt!“ hatte ein Bündnis verschiedener Umwelt-Organisationen aufgerufen, darunter Greenpeace und Campact. Die Veranstalter sprachen von insgesamt etwa 20.000 Teilnehmern in der Domstadt.

Mehr als 5.000 Teilnehmer liefen nach Angaben der Berliner Polizei bei dem Demozug in der Hauptstadt mit. Die Veranstalter sprachen hingegen von 16 000 Teilnehmern dort. In beiden Städten blieb es friedlich.

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Fahnen der Demonstraten zeigen oft einen Baum

Den Demonstrationszug in Köln eröffneten unter anderem zehn Bagger mit Bannern wie „Stopp Kohle“ und „Klima first“.

Viele grüne Fahnen zierte ein Baum - ein Symbol für die Proteste gegen die Rodung des Hambacher Forsts. Passend dazu begleiteten zwei Männer auf Stelzen als Bäume verkleidet die Demonstration. Drei Teilnehmer hatten sich an Laternen auf der Deutzer Brücke gekettet.

Kritik an der nordrhein-westfälischen Landesregierung und dem Energiekonzern RWE wurde laut. So stand auf einem Banner „Laschet, Reuel und RWE abholzen“.

Die Demo fand kurz vor der UN-Klimakonferenz in Polen statt

„Das ist ein Protest gegen das Versagen der Bundesregierung, die nun mit leeren Händen auf die Klimakonferenz fährt“, äußerte sich Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser.

Die Fristverlängerung des Endberichts der Kohlekommission in Berlin nannte Kaiser „unverantwortlich“. Die Menschen würden das nicht weiter akzeptieren. Die UN-Klimakonferenz beginnt am Montag in Katowice. (ses/dpa)

 
 

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