Grausam! Tierarzt aus NRW warnt Gartenbesitzer vor dieser tödlichen Falle

Dieser Igel konnte wieder aufgepäppelt werden: Ein Rasenmähroboter hatte ihn erwischt.
Dieser Igel konnte wieder aufgepäppelt werden: Ein Rasenmähroboter hatte ihn erwischt.
Foto: Facebook Tierarzt Bonn Dr. Ansger Waldmann

Bonn. Sie sind klein, stachelig und wenn Gefahr in Verzug ist, rollen sie sich ein. Gemeint sind natürlich Igel. Besonders im heimischen Garten laufen die Tiere einem häufiger über den Weg. Doch genau dort lauert für sie auch eine der größten Gefahren: Der Rasenmähroboter.

Wie der Bonner Tierarzt Dr. Ansgar Waldmann über seine Facebook-Seite aufklärt, kann der Roboter zur tödlichen Falle für den Igel werden.

Tierarzt aus NRW warnt: Mährobotoren schreddern Igel

Innerhalb kürzester Zeit hatte der Mediziner Ende Juni zwei verletzte Igel aufgenommen. Beide wiesen ähnliche Schnittverletzungen auf. Der erste kleine Patient war nicht mehr zu retten. „Die halbe Nase und die Augen waren weg“, beschreibt die Tierarztpraxis in dem Facebook-Post.

Ein zweiter Igel sei noch in Behandlung. Er erlitt schwere Schnauzverletzung. Die beiden Fälle in kürzester Zeit nutzt der Tiermediziner für einen Appell: „Warum schreibe ich das? Weil das typische Rasenmähroboter-Verletzungen sind.“

Wie können Igel und Roboter im Einklang leben?

„Lassen Sie Ihren Roboter nicht nachts laufen. Igel laufen nicht weg, sondern rollen sich ein und das ist oft ihr Todesurteil“, nennt Ansgar Waldmann eine Lösung. Denn die kleinen Tiere gehen vor allem dann auf Futtersuche, wenn es dunkel ist.

Eigentlich ist vorgesehen, dass die Roboter ausweichen oder umdrehen, wenn sie auf einen Widerstand treffen. Doch nur selten ist das der Fall, wie ein Versuch von Stiftung Warentest zeigt.

Rasenroboter im Test von Stiftung Warentest

So werden beispielsweise Äpfel, die eine ähnliche Größe wie einige Igelarten haben, geschreddert. Für den Tiermediziner sind die Verletzungen Beweis genug, dass die Rasenmäher eben nicht ausweichen: „Sonst hätten wir diese Verletzungen nicht.“

Es sei wichtig, möglichst viele Besitzer eines Mähroboters über den Umstand aufzuklären, findet Tierarzt Waldmann. Ihm ist vor allem eines wichtig: „Helfen Sie uns, die Bonner Igel zu retten!“

In den Kommentare zum Facebook-Post schicken User weitere Bilder von Igeln, die elendig verstümmelt wurden. Die Anteilnahme ist sehr groß, vielen schien das Problem nicht bekannt zu sein. Mittlerweile ist der Beitrag über 34.000 Mal geteilt worden, hat knapp sieben Tausend Likes.

------------------------------------

• Mehr Themen aus NRW:

Eskalation im Rheinbad in Düsseldorf: Jugendliche umzingeln Familienvater – Video zeigt chaotische Szenen

Nach Feuerinferno auf A2 – Held rettete 65 Schülern das Leben: „Den Tod vieler junger Menschen abgewendet“

• Top-News des Tages:

Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern – Ortschaften evakuiert

-------------------------------------

Peta warnt davor, Igel überzubehüten

Die Tierschutzorganisation Peta warnt übrigens davor, Igel überzubehüten: „Leider meinen es viele Menschen zu gut mit den Wildtieren und stellen ihnen Futter oder sogar Milchschalen raus, obwohl das Zufüttern den Igeln sogar mehr schaden als helfen kann.“ Igel werden schnell abhängig durch solche Futterangebote.

Besser gucken, ob der Igel krank aussieht, Wunden aufweist oder tagsüber nach Nahrung sucht. Auch dann kann immer noch die örtliche Tierrettung informiert werden.

 
 

EURE FAVORITEN