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Gladbeck: Sprengstoffexperten vom LKA am Chemiewerk – das ist der Grund

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In Gladbeck mussten am Freitagmorgen Sprengstoffexperten vom LKA zum Chemiewerk Ineos-Phenol ausrücken. (Symbolbild) Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Gladbeck. 

Mit einem Großaufgebot rückte am Freitagmorgen das Landeskriminalamt (LKA) in Gladbeck zu einem Einsatz an einem Chemiewerk an. Dies meldete die WAZ. Gebäude mussten geräumt werden, es kam zu Beeinträchtigungen des Verkehrs.

Gladbeck: Verdächtiger Gegenstand bei Chemiewerk

Ursache für den Einsatz war der Fund eines schwarzen Koffers in unmittelbarer Nähe zum Chemiewerk Ineos Phenol. Dort wird in Gladbeck seit 1954 Phenol und Aceton produziert, heute beherbergt das Werk die weltweit größte Phenolanlage.

In den frühen Morgenstunden vom Freitag hatte die Werkseigene Feuerwehr Alarm ausgelöst als sie einen herrenlosen schwarzen Koffer fand, wie die WAZ berichtet. Schnell kam die Vermutung auf, dass der Koffer mit Sprengstoff gefüllt sein könnte und es sich um einen Anschlag auf das Werk handle.

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LKA-Experten rücken aus Düsseldorf an

Die Polizei Recklinghausen nahm die Bedrohungssituation sehr ernst. Sie verfügt jedoch nicht über entsprechende Ressourcen zur Entschärfung einer möglichen Bombe. Der Fundort erhielt durch die nähe zum Chemiewerk natürlich eine besondere Brisanz. Deswegen wurden Sprengstoffexperten vom LKA aus Düsseldorf zum Einsatzort gerufen.

Bereits kurze Zeit nach Eintreffen der Beamten aus der Landeshauptstadt konnten sie glücklicherweise Entwarnung geben. Der Koffer war leer, eine Gefahrensituation bestand nicht. Wer den Koffer aus welchen Gründen dort abgestellt hat, ist bisher ein Rätsel. (dav)