Gespenster-Bäume im ganzen Ruhrgebiet: Das steckt hinter dem gruseligen Phänomen

Die Gespinstmotte.
Die Gespinstmotte.
Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Viel geschrieben wurde in letzter Zeit über den Buchsbaumzünsler. Doch jetzt webt schon das nächste Getier Bäume und Sträucher im Revier ein.

Und sorgt dabei für regelrecht schaurig anmutende Netze in den Bäumen.

Unscheinbare Kleinschmetterlingsart

Es handelt sich dabei um die Raupen einer unscheinbaren Kleinschmetterlingsart: Der Gespinstmotte. Schwarz und gelb gezeichnet verstecken sich hunderte Tierchen unter dem seidigen Gespinst.

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Kluge Strategie

Hinter den großflächigen Netzen steckt sich eine kluge Strategie: Denn geschützt vor ihren natürlichen Feinden, wie Vögeln und Schlupfwespen, fressen die Raupen die saftigen, grünen Blätter der Bäume.

Dabei sind sie sehr wählerisch. In der Regel werden Vogelbeere, Traubenkirsche, Weißdorn, Pfaffenhütchen und Faulbaum befallen. Eichen und Buchen bleiben dagegen verschont.

Wichtige Unterschiede zum Eichenprozessionsspinner

Wichtig: Die Netze der Gespinstmotte ähneln zwar denen des giftigen Eichenprozessionsspinners. Diese sind jedoch ausschließlich an Eichen zu finden. Außerdem sind die Netze der Gespinstmotte nicht giftig, können also beim Menschen keine Allergien auslösen.

Etwa einen Monat dauert das Raupenstadium. Dann verpuppt sich die Raupe und schlüpft als unscheinbarer schwarz-weißer Falter. Die kahl gefressenen Bäume treiben dann im Juni oder Juli wieder aus.

Pestizide sind keine Lösung

Der Einsatz von Pestiziden zur Bekämpfung der Raupen ist wenig zielführend. Dies würde mehr anrichten als nützen, sagen beispielsweise Gärtner der Stadt Düsseldorf. Zudem würden viele andere Insekten durch das Gift getötet und damit käme es in die Nahrungskette, was für andere Tiere extrem schädlich wäre.

Des weiteren sind die Gespinstmotten eine wichtige Nahrungsgrundlage von Fledermäusen.

 
 

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