Witten

Falschfahrer (36) wendete absichtlich auf der A 43: So kam es zu dem Unfall-Alptraum mit drei Toten

Drei Tote, verbeultes Blech: Die A 43 war heute Nacht bei Witten ein furchtbarer Ort. Rettungskräfte rückten zu einem Großeinsatz aus.
Drei Tote, verbeultes Blech: Die A 43 war heute Nacht bei Witten ein furchtbarer Ort. Rettungskräfte rückten zu einem Großeinsatz aus.
Foto: KDF-TV/Stephan Witte
Was wir bereits wissen

Falschfahrer riss auf der A 43 bei Witten zwei Menschen (24, 28) mit in den Tod. Auch er starb

Erste Erkenntnisse: Er war wohl psychisch krank

Er wendete und fuhr dann auf der Autobahn in die falsche Richtung

Mordkommission eingerichtet

Witten. Dieser Unfall schockiert das Ruhrgebiet.

Ein Geisterfahrer ist auf der Autobahn 43 bei Witten ums Leben gekommen und hat zwei Menschen mit in den Tod gerissen.

Zwei Autos krachten am späten Samstagabend an der Anschlussstelle Witten-Heven südlich von Bochum mit voller Wucht frontal ineinander, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Geisterfahrer fuhr offenbar absichtlich in die falsche Richtung

Erste Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass der 36 Jahre alte Geisterfahrer psychisch krank gewesen und absichtlich in die falsche Richtung gefahren sein könnte, sagte ein Polizeisprecher in Bochum.

Eine Mordkommission ermittle wegen eines möglichen Tötungsdelikts.

Der Unfall

Nach bisherigen Ermittlungen war der 36-Jährige zunächst in Richtung Wuppertal unterwegs.

Zwischen den Anschlussstellen Witten-Herbede und -Heven habe der Bochumer dann gedreht und sei in die falsche Richtung zurückgefahren, sagte der Polizeisprecher.

Zunächst habe sein Wagen ein entgegenkommendes Auto leicht touchiert, dabei wurde aber niemand verletzt - und der 36-Jährige setzte seine Irrfahrt fort.

Kurz darauf stieß sein Wagen frontal mit dem Fahrzeug eines 28-Jährigen zusammen. Beide Fahrer waren sofort tot. Die 24 Jahre alte Beifahrerin des 28-Jährigen konnte zunächst wiederbelebt werden, starb aber wenig später im Krankenhaus.

Der dramatische Rettungseinsatz

Die Polizei war gegen 22.30 Uhr durch mehrere Notrufe über den Falschfahrer informiert worden. Kurz danach hätten Anrufer einen schweren Unfall bei Witten-Heven gemeldet.

Die Rettungskräfte fuhren mit einem großen Aufgebot zur Unfallstelle. Die Feuerwehr musste alle Personen mit Rettungsscheren aus den Wracks schneiden.

Die Autobahn war in Richtung Wuppertal bis 5.30 Uhr gesperrt.

Falschfahrer

Falschfahrer verursachen immer wieder Unfälle mit Toten und Verletzten. So starb in Nordrhein-Westfalen am 18. September ein 32-Jähriger, der in falscher Richtung auf der A1 bei Euskirchen in der Eifel unterwegs war. Er rammte das Auto einer Familie - Vater, Mutter und Kind erlitten schwere Verletzungen.

Mehr zum Thema:

Drei Tote nach Geisterfahrt auf A43 bei Witten

(dpa/mto)