Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof – was wir bisher über den Täter wissen und was nicht

Die Kölner Polizei hat jetzt Details zur Geiselnahme und zum Täter bekanntgegeben.
Die Kölner Polizei hat jetzt Details zur Geiselnahme und zum Täter bekanntgegeben.
Foto: Dominik Göttker
  • Nach der Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof :
  • Polizei gibt bei der Pressekonferenz Informationen über den Täter bekannt
  • Das wissen wir über den Geiselnehmer

Köln. Die Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof ist beendet und schlägt weiter hohe Wellen, doch was wissen wir über den Täter? Der Mann hat gegen 12.50 Uhr eine Frau als Geisel genommen und sich dann in einer Apotheke direkt am Hauptbahnhof verschanzt. Der Polizei gelang es gegen 15 Uhr die Frau aus der Gefangenschaft zu befreien.

Bei der Pressekonferenz am Montagabend gab die Polizei nun neue Informationen über den Täter preis.

+++LIVE-TICKER: Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof +++ Polizei verrät Details zu Geiselnehmer +++ Bahnhof weiterhin gesperrt+++

Die Polizei erklärt bei der Pressekonferenz, dass der Täter einen Molotow-Cocktail bei McDonald's gezündet haben soll. Dabei soll sich ein 14-jähriges Mädchen verletzt haben. Sie erlitt Brandverletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Täter befestigte Gasgemisch an Geisel und soll Terrorgruppe „Daesh“ (IS) angehören

Der Täter soll dann in die Apotheke gegangen sein und hat sich eine Geisel genommen. Mit der weiblichen Geisel verschanzte er sich dann im hinteren Teil der Apotheke. Er soll laut Kölner Polizei ein Gasgemisch und Brandbeschleuniger bei sich gehabt haben. Ein Gasgemisch soll er schon an der Geisel befestigt haben. Zu einer Detonation ist es aber zum Glück nicht gekommen.

Als das Spezialeinsatzkommandos (SEK) zugreifen wollte, bedrohte der Täter die Geisel massiv und versuchte sie anzuzünden. Die Einsatzkräfte stürmten in die Apotheke und schossen mehrmals auf den Täter. Er wurde schwerstverletzt ins Krankenhaus gebracht. Derzeit wird er notoperiert. Seine Geisel wurde leicht verletzt.

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Mann soll Arabisch gesprochen haben

Bislang sprach die Polizei von einem „unbekannten Mann.“ Zur genauen Identität kann die Polizei derzeit keine Angaben machen. Fakt ist aber: In der Apotheke wurde ein Dokument zurückgelassen. Ob es dem Täter gehört, werde derzeit geprüft. „Zunächst müssen wir feststellen, ob die Person auf dem OP-Tisch, auch der Ausweisinhaber ist“, so die Polizei Köln.

Polizei findet Ausweisdokument in Apotheke

Das Dokument sei eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland, die bis 2021 von der Stadt Köln ausgestellt wurde. Demnach sei er 55 Jahre alt und Syrer. Seit 2016 lebt der Mann in Deutschland und ist bei der Polizei schon häufiger in Erscheinung getreten wegen Diebstahl, Betrug, Bedrohung, Körperverletzung und Hausfriedensbruch.

Der Täter soll Passanten gegenüber außerdem gesagt haben, dass er der Terrorgruppe „Daesh“ (IS) angehört. Auch bestätigte die Polizei, dass der Täter Arabisch gesprochen haben soll. Das hatten mehrere Passanten erwähnt.

Der Täter soll außerdem eine Schusswaffe bei sich getragen haben. Ob es sich dabei um eine echte Schusswaffe handelt, hat die Polizei noch nicht ermittelt.

Die Polizei entdeckte in der Apotheke mehrere Gas-Kartuschen, die teilweise miteinander verbunden waren. Die Beamten ermitteln in alle Richtungen, schließen einen terroristischen Hintergrund aber nicht aus.

Täter soll politische Forderungen gestellt haben

Der Täter soll während der Tat gegenüber der Polizei auch politische Forderungen gestellt haben. Er forderte einen freien Abzug und die Freilassung einer Tunesierin aus dem Gefängnis.

Die Kölner Polizei ermittelt weiter. (js)

Eine Zeugin berichtet gegenüber DER WESTEN, was sich am Tatort noch abgespielt hat. Sie sah ein Mädchen, das brennend aus der McDonald´s Filliale herausrannte. (hier mehr lesen).

 
 

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