Gefahr für die Wirtschaft

An Rhein und Ruhr..  Die schlechte Versorgung der Wirtschaft mit schnellem Internet wird für Regionen abseits der Ballungszentren in Nordrhein-Westfalen zunehmend zur Bedrohung. Nach einer Liste des Wirtschaftsministeriums sind Großräume wie Düsseldorf und das Ruhrgebiet gut an die Datenautobahn angeschlossen. Dagegen sind mehr als zwei Drittel des Sauer-/Siegerland, Ostwestfalen, Münsterland, Aachener Umland und im Bergischen Land noch vom schnellen Internet abgeschnitten. CDU-Wirtschaftsexperte Hendrik Wüst fordert daher, den Randregionen beim Ausbau Vorrang einzuräumen.

In einer Vorlage an den Wirtschaftsausschuss lobte Minister Garrelt Duin (SPD) die im Ländervergleich hohe Ausbaurate von 71% in NRW. Dagegen seien in Bayern nur 62% am schnellen Netz. Leistungsstarke Anschlüsse sind für Übertragung von technischen Zeichnungen, die zeitgleiche Bearbeitung von Dokumenten an verschiedenen Standorten und für Videokonferenzen oft unverzichtbar.

CDU und FDP betonten, dass der leistungsstarke Mittelstand in NRW nicht nur in Großstädten sitze, sondern auch in ländlichen Regionen. Beispiele fürs Stadt-Land-Gefälle: In Düsseldorf sind 93% der Haushalte mit mindestens 50 Megabit-Leitungen ausgerüstet. In Essen sind es 78%, in Duisburg 72%, in Oberhausen 73%, und in Mülheim 89% . In Emmerich sind es jedoch nur 22% und in Kalkar gerade mal 4%.

EURE FAVORITEN