Gebühr nicht bezahlt: Flugzeug von Air Berlin wird an Flughafen festgehalten

Eine Maschine von Air Berlin wird wegen nicht gezahlter Gebühren in Island festgehalten.
Eine Maschine von Air Berlin wird wegen nicht gezahlter Gebühren in Island festgehalten.
Foto: dpa/Archivbild

Reykjavik. Weil die Flughafengebühren nicht bezahlt wurden, darf ein Flugzeug von Air Berlin im isländischen Reykjavik nicht starten.

Der Flug von Düsseldorf nach Reykjavik fand noch planmäßig statt, doch der Rückflug musste abgesagt werden, wie der Flughafen-Betreiber Isavia mitteilte.

Gebühren nicht bezahlt

Air Berlin habe vor seiner Insolvenz im August die Flughafengebühren nicht gezahlt, heißt es.

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„Diese Maßnahme wird zwangsläufig Passagiere treffen, die einen Flug mit Air Berlin gebucht haben“, so Isavia. Es handele sich dabei aber um eine letzte Maßnahme, um „die Zahlung für bereits erbrachte Leistungen“ sicherzustellen.

100.000 Kunden bekommen kein Geld zurück

Man werde zusätzliches Personal einsetzen, um festsitzende Passagiere zu unterstützen.

Laut Air Berlin ist diese Unterstützung aber gar nicht nötig. Wie ein Unternehmenssprecher der sagte, seien die Passagiere schon mit einem anderen Linienflug von Air Berlin nach Berlin geflogen worden.

Warum Flugzeuge von Air Berlin nach Berlin fliegen dürfen, nicht aber nach Düsseldorf, ist unklar. „Um das zu klären, führen wir derzeit Gespräche mit dem Flughafenbetreiber in Island", so der Air-Berlin-Sprecher. Ob es weltweit weitere Flughäfen gibt, denen Air Berlin Gebühren schuldet und die in der Folge Air-Berlin-Maschinen den Start verweigern könnten, wollte die Fluggesellschaft nicht weiter kommentieren“, so der Sprecher.

Ob die betroffenen Passagiere ihr Geld zurückbekommen, ist unklar. Denn rund 100.000 Kunden der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin bekommen für ihre gestrichenen Flüge erst einmal kein Geld zurück.

Geld für Insolvenz gesperrt

Ein Unternehmenssprecher bestätigte diese Zahl von Betroffenen. Es handelt sich vor allem um Fluggäste mit Fernzielen, die vor dem 15. August, dem Tag der Insolvenzanmeldung, Tickets gekauft haben.

Deren Geld geht in die Insolvenzmasse der Fluggesellschaft, es ist damit bis zum Ende des Insolvenzverfahrens gesperrt. Im günstigsten Fall erhalten die Kunden dann als Gläubiger einen kleinen Teil des Kaufpreises zurück.

Wer spät ein Ticket gekauft hat, kann hoffen

Anders sei die Lage für Passagiere mit Flugscheinen, die sie nach dem 15. August erworben hätten, sagte der Sprecher. „Dieses Geld legen wir zur Seite.“

Sollte ein Flug ausfallen, werde der Ticketpreis komplett erstattet. Air Berlin hatte am Montag angekündigt, die Langstrecken bis zum 15. Oktober nach und nach einzustellen.

(fel/mit dpa)