Hagen

Auf A1: Gaffer mit unmöglichem Verhalten – WDR-Moderator platzt der Kragen: „Mein Herz rast gerade vor Wut!“

Gaffer steigen aus ihren Fahrzeugen, um einen möglichst guten Blick auf den Unfall auf der A1 zu erhaschen.
Gaffer steigen aus ihren Fahrzeugen, um einen möglichst guten Blick auf den Unfall auf der A1 zu erhaschen.
Foto: Facebook/ Christian Terhoeven

Hagen. Sonst ist die Stimme von Radiosprecher Christian Terhoeven nur im Radio zu hören. Dort leitet er die Zuhörer meist eloquent durch den Morgen. Was der Moderator jedoch am Dienstag auf der A1 beobachtete, machte ihn richtig wütend.

In einem Facebook-Post schrieb er sich seinen Ärger von der Seele und wählte dafür drastische Worte.

Nach Lkw-Unfall auf A1: WDR-Moderator platzt der Kragen

„Zum allerersten Mal ist es mir jetzt passiert“, leitet Terhoeven ein: „Ich bin auf dem Nachhauseweg vom Sender. Auf der A1 bei Schwerte in Richtung Köln bremst vor mir alles scharf, ich sehe noch Trümmer auf der Fahrbahn umher fliegen. Mein Vordermann zieht sofort links rüber, ich fahre ihm nach, wir bilden die Rettungsgasse.“

Vor ihm sind gerade zwei Lkw-Fahrer aufeinander gefahren. Ein 60-jähriger Brummifahrer muss anschließend aus seinem Führerhaus befreit werden, er wird schwer verletzt (>> hier mehr zum Lkw-Crash lesen).

„FAHREN WIRKLICH IM SCHRITTTEMPO ÜBER DIE TRÜMMER“

Auch der WDR-Moderator erkennt das Ausmaß des Unfalls: „Direkt kann ich nicht erkennen, was genau passiert ist. Scheint aber schlimm zu sein, weiter vorne laufen Menschen panisch auf der Fahrbahn.“

Doch erst dann beginnt laut Terhoeven der wahre Skandal, wie er bei Facebook schildert. „Noch bevor der Rettungsdienst und die Polizei kommen, schert rechts neben mir ein Typ im Mercedes aus. Drin sitzen drei Männer, sichtlich den Hals reckend. Die Typen FAHREN WIRKLICH IM SCHRITTTEMPO ÜBER DIE TRÜMMER.“ Weitere Verkehrsteilnehmer wären den Gaffern gefolgt.

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„Ich bin ganz ehrlich, mein Herz rast gerade vor Wut! Wie degeneriert sind wir inzwischen eigentlich?“

Der gebürtige Recklinghäuser reagiert sofort, hupt nach eigener Aussage wie wild, als ihm klar wird: „Die fahren nicht nur in die Gasse, die wollen erstmal gaffen und dann weiter bevor die A1 offiziell gesperrt wird!!!“ Erst dann treffen Feuerwehr, Notarzt und Polizei am Unfallort zwischen dem Westhofener Kreuz und der Ausfahrt Hagen-Nord ein.

Hier der ganze Post zum Nachlesen:

„Jetzt schlendern Unfalltouristen von hinten entspannt nach vorne für die bessere Sicht, da landet ja gerade der Hubschrauber, das gibt ein schönes Bild!“, echauffiert sich der 42-Jährige. Er ledert weiter: „Ich bin ganz ehrlich, mein Herz rast gerade vor Wut! Wie degeneriert sind wir inzwischen eigentlich?“ Am liebsten hätte er gerne alle fotografiert und die Bilder hochgeladen – doch das sei ja verboten.

Einem Gaffer hätte ein Polizist gar das Handy abgenommen, was Terhoeven mit einem „Bravo“ quittiert. Er wünscht den Katastrophentouristen, „dass sie auf dem Weg zurück umknicken und mit den Hohlköpfen irgendwo gegen stoßen.“ Sein Respekt gelte hingegen den Rettern und der Autobahnpolizei.

+++ Drastische Forderung! Gaffern drohen jetzt diese krassen Strafen +++

Polizisten geben Gaffer Handy nach kurzer Zeit zurück

Auf Nachfrage von DER WESTEN bestätigt die Polizei, dass gegen zwei Gaffer Anzeigen geschrieben wurden. Das Handy, das dem Autofahrer abgenommen worden war, gaben die Beamten kurze Zeit später zurück. „Grundsätzlich können wir das Handy schon konfizieren, wenn der Gaffer reinzoomt und direkt auf die Leiche hält“, schildert Polizeisprecher Gunnar Wortmann.

Der Journalist Terhoeven hat im Übrigen die Möglichkeit, Bilder von den Gaffern zu machen und diese an die Polizei weiterzuleiten. „Natürlich müssen wir das Material dann erstmal auswerten und nicht immer wird es verwertet“, erklärt Wortmann.

 
 

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