„Fridays for Future“: Schuleschwänzen hat dramatische Konsequenzen für diese Klimaaktivistin

Die „Fridays for Future“-Aktivistinnen Maira Kellers (links) und Luisa Neubauer bei der Verleihung des Nachhaltigkeitspreises 2019.
Die „Fridays for Future“-Aktivistinnen Maira Kellers (links) und Luisa Neubauer bei der Verleihung des Nachhaltigkeitspreises 2019.
Foto: dpa

„Fridays for Future“: Die Grundidee steckt im Namen. Immer freitags protestieren junge Aktivisten gegen die aktuelle Klimapolitik, statt zur Schule zu gehen.

Die Schwedin Greta Thunberg hatte einst mit dem systematischen Schuleschwänzen begonnen - inzwischen ist daraus eine weltweite Bewegung geworden.

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„Fridays for Future“: „Ich bin deutlich schlechter in der Schule“

Die Kölner Aktivistin und Jungschauspielerin Maira Kellers hat mit einem Statement für hitzige Diskussionen gesorgt.

Die 14-Jährige sagte in einem Video gegenüber der „Tagesschau“: „Ich bin deutlich schlechter in der Schule geworden, sagen wir es so. Von einer Einser- zu einer Vierer-Schülerin. Aber ich nehm das irgendwie in Kauf, weil ich mach es für das Richtige. Das Klima hat irgendwie höchste Priorität und sollte dann auch über meiner schulischen Leistung stehen, weil es ja um meine Zukunft geht, was ja auch das Motto ist.“

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Die „Tagesschau“ verbreitete das Video via Facebook - und unter den Nutzern entbrannte eine Diskussion.

„Fridays for Future“-Kritiker: „Ball flacher halten“

Neben viel Polemik gibt es eher sachliche Kritik wie diese hier:

  • Leider etwas kurz gedacht, finde ich. Ich weiß ihren Einsatz sehr zu schätzen und respektiere das, was sie und ihre Mitstreiter tun. Wirklich ändern kann man aber momentan leider nur ganz oben etwas. Als 4er-Schülerin kommt man dort aber vermutlich nicht hin.
  • „Sagen wir es so“, „irgendwie“ und „was ja auch“... genau hier ist der Haken...grundsätzlich trage ich die Klimabewegung mit, aber leider zeigt sich in ganz ganz vielen Beispielen wie eindimensional der gedankliche Ansatz bei vielen ist. So!...wird leider mehr kaputt gemacht als wieder gerade gerückt oder vor dem Untergang aufgehalten. Ich hoffe ganz stark dass sich das noch ändert, wenn dem dann so ist, weiter machen. Bis dahin Ball etwas flacher spielen...
  • Moment mal, will sie damit sagen, dass es nicht möglich ist, sowohl für das Klima zu demonstrieren, als auch durchschnittliche Noten zu erreichen..oder wird der "Klimaprotest" jetzt als sympathisches Mittel der Faulenzerei instrumentalisiert..?
  • Liebe Maira Kellers, Dualität ist hin und wieder möglich und manchmal sogar sinnvoll. Man kann sich für das Eine engagieren, ohne das Andere zu vernachlässigen.
    Das Klima ist wichtig und dessen Rettung ein ehrenhaftes Ziel, aber deine persönliche schulische Zukunft muss deswegen nicht ganz hinten runterfallen.

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Einige goutieren aber auch die Aussage des Mädchens:

  • Wäre das meine Tochter wäre ich stolz auf sie. Schule hin oder her, mir ist doch wichtiger dass sie eine starke Persönlichkeit ist. Selbstbewusst, und vor allem selbstlos an ihre und die Zukunft anderer denkt.
  • Sie hat absolut recht!
    Es ist so ähnlich wie: "Geld kann man nicht essen!"

Rund 630.000 Menschen war am vergangenen Freitag bei „Fridays for Future“ in Deutschland auf die Straße gegangen. Ihren bisherigen Höhepunkt hatte die Bewegung im September erreicht: Damals hatten 1,4 Millionen Menschen protestiert.

 
 

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