Düsseldorf

„Fridays for Future“ in NRW: Städte mit ungewöhnlicher Aktion

Am Freitag ruft „Fridays for Future“ zum dritten globalen Klimastreik auf.
Am Freitag ruft „Fridays for Future“ zum dritten globalen Klimastreik auf.
Foto: Roberto Pfeil/ dpa

Düsseldorf. Auch am kommenden Freitag (20. September) demonstrieren Menschen auf der ganzen Welt beim dritten globalen Klimastreik. „Fridays for Future“ ruft Menschen aus allen Bevölkerungsschichten zur Teilnahme auf.

Doch wer selber mit beiden Beinen im Berufsleben steht, weiß: Einfach fern bleiben vom Arbeitsplatz ist nicht drin. Ausgerechnet einige Oberbürgermeister in NRW sehen das ganz anders. So ruft Düsseldorfs OB Thomas Geisel (SPD) städtische Mitarbeiter dazu auf, ebenfalls an den „Fridays for Future“-Demonstrationen teilzunehmen.

„Fridays for Future“: OBs rufen zur Teilnahme auf

Geisel bezeichnet sich als Unterstützter von „Fridays for Future“ und wünscht der Bewegung viel Resonanz am Freitag - „auch unter Beschäftigten der Stadtverwaltung. Daher habe ich die Amtsleitungen bereits am vergangenen Freitag gebeten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Beteiligung an der Klimademonstration von Fridays for Future Düsseldorf zu ermöglichen.“

Auch der Düsseldorfer OB wird an der Demonstration teilnehmen. Mitarbeiter der Stadtverwaltung Köln und Bonn dürfen ebenfalls während der Arbeitszeit demonstrieren. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker wünschte sich ebenfalls eine hohe Beteildigung.

Ebenfalls 200 Mitgliedsfirmen des ökologischen Verbands Unternehmensgrün wollen sich aktiv beteiligen, berichtet der WDR. Dazu zählen unter anderem die GLS Bank mit 500 Beschäftigten in Bochum, sowie das Düsseldorfer Unternehmen Naturstrom mit 400 Mitarbeitern.

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Darf ich auch demonstrieren gehen?

Generell gilt: Wer ohne Genehmigung des Arbeitgebers dem Arbeitsplatz fern bleibt, verstößt gegen den geltenden Vertrag. Arbeiternehmer dürfen nur dann streiken, wenn eine anerkannte Gewerkschaft aus tariflichen Gründen dazu aufruft.

Ist dies nicht der Fall, riskiert der Arbeitnehmer eine Abmahnung. (mb)

 
 

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