Freundin grausam gefoltert - Mann muss in Psychiatrie

Hat seine Freundin zwei Tage lang gequält: der Angeklagte vor dem Düsseldorfer Landgericht.
Hat seine Freundin zwei Tage lang gequält: der Angeklagte vor dem Düsseldorfer Landgericht.
Foto: dpa
Er stach und schnitt seine Freundin mit Messern, schlug sie mit Kabeln und goss mehrfach heißes Öl über ihren Körper. Das Martyrium zog sich über zwei Tage hin. Der Täter, ein 35-Jähriger aus Düsseldorf, muss jetzt in die Psychiatrie.

Düsseldorf. Nachdem er seine Verlobte vergewaltigt und gefoltert hat, ist ein 35-Jähriger in Düsseldorf als gefährlich in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Außerdem verurteilte ihn das Düsseldorfer Landgericht am Dienstag zu sieben Jahren und neun Monaten Gefängnis wegen besonders schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung.

Das Gericht stufte den Mann allerdings wegen einer Depression als vermindert schuldfähig ein. Staatsanwalt Matthias Ridder hatte 13 Jahre Haft bei voller und 10 Jahre bei verminderter Schuldfähigkeit gefordert. Der Angeklagte hatte die Tat gestanden. Das Martyrium der Frau zog sich über zwei Tage hin. "So etwas habe ich überhaupt noch nie in einer Akte gelesen", hatte der Vorsitzende Richter Jörg Schmidt beim Prozessauftakt bemerkt.

45 Prozent der Körperoberfläche des Opfers waren verbrannt

Der Mann hatte seine Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung gefesselt und geknebelt. Er stach und schnitt sie mit einem Messer, biss sie und schlug sie mit Kabeln. Dann goss er mehrfach siedend heißes Öl über die Frau und vergewaltigte sie mit gefährlichen Gegenständen. Die Frau verlor durch die Torturen mehrfach das Bewusstsein.

Er habe vor der Tat enorme Mengen Alkohol und Kokain konsumiert, hatte der Angeklagte ausgesagt. Nach der Tat hatte er die Feuerwehr informiert, dass die Frau sterbend in der Wohnung liege. Rettungskräfte fanden sie daraufhin und retteten ihr das Leben. 45 Prozent ihrer Körperoberfläche waren verbrannt. Der 35-Jährige war vorbestraft: Bereits 2010 hatte er seine Freundin mit dem Gesicht auf einen heißen Tischgrill gedrückt. (dpa)