Fort Fun: Wieder schwerer Unfall auf Rodelbahn – Frau (39) rast ungebremst in stehende Schlitten

Auf der Rodelbahn im Freizeitpark Fort Fun hat es einen schweren Unfall gegeben.
Auf der Rodelbahn im Freizeitpark Fort Fun hat es einen schweren Unfall gegeben.
Foto: dpa

Bestwig. Erneut hat es auf der Rodelbahn im Fort Fun einen schweren Unfall gegeben. Auf der Attraktion „Trapper Slider“ des Freizeitparks in Bestwig wurde eine Frau (39) am Sonntagmittag schwer verletzt und anschließend mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Die Paderbornerin hatte mit ihrer Familie den Park im Hochsauerland besucht. Am Ende der Fahrt auf der Rodelbahn crashte sie am Ausstieg nahezu ungebremst in die stehenden Schlitten, aus denen gerade ihr Mann (37) aussteigen wollte.

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Während sich der Mann nur leicht verletzte, erlitt seine Ehefrau schwerste Verletzungen und musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. Auch Verletzungen der Wirbelsäule können bislang nicht ausgeschlossen werden.

Im Anschluss an das Unglück gab es eine Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der betroffenen Familie und Mitarbeitern des Fort Fun. Dabei wurde aber niemand verletzt.

Fort Fun zeigt sich geschockt von dem Unfall. Gegenüber DER WESTEN beschreibt Geschäftsführer Andreas Sievering aber auch, dass der Unfall nicht ungewöhnlich für eine Sommerrodelbahn sei, wenn sich die Fahrgäste nicht an die Regeln des Fahrgeschäftes halten.

Frau hielt sich nicht an die Regeln

„Derzeit scheint es so, dass die Frau sich nicht an die Beförderungsbedingungen gehalten habe. Auf der Strecke stehen ab einem bestimmten Punkt Schilder in Bild und Schrift, die zum Abbremsen auffordern. Wenn man da nicht bremst, fährt man auf den Vordermann auf.“

So sei es auch in diesem Fall passiert. Zwar gebe es auf der Strecke Magnetbremsen, die könnten den Schlitten jedoch nur auf etwa 20 bis 30 Kilometer die Stunde runterbremsen.

Weiter betont Sievering: „Nach dem letzten Unfall haben wir unsere Bahn sicherer gemacht. Wir haben Auto-Dreipunkt-Gurte eingebaut, die ein Abschnallen nicht mehr zulassen. Zudem gibt es neue Bremshebel, die ergonomischer geformt seien und damit das Bremsen erleichtern.“

Fort Fun Rodelbahn 2017: Junge (12) wird Bein abgerissen

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Bereits im vergangenen Jahr hatte es ein tragisches Unglück auf der Rodelbahn des Fort Fun gegeben. Damals wurde einem 12-jährigen Jungen ein Bein abgerissen.

>> Horror-Unfall im Fort Fun - Zeuge berichtet: „Diese Szenen werde ich nie vergessen“

Durch die Ermittlungen stellte sich heraus, dass ein Fehlverhalten des Jungen der Auslöser gewesen war. Untersuchungen der Staatsanwaltschaft ergaben keine Mängel an Bahn oder Schlitten. (dso/göt)

 
 

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