Flugzeugabsturz Iran: Auch diese Familie aus NRW ist unter den Opfern

Nach dem dramatischen Flugzeugabsturz im Iran wurde nun bekannt, dass auch eine Familie aus NRW unter den Opfern ist.
Nach dem dramatischen Flugzeugabsturz im Iran wurde nun bekannt, dass auch eine Familie aus NRW unter den Opfern ist.
Foto: imago images / UPI Photo

Bei dem tragischen Flugzeugabsturz im Iran starben 176 Menschen. Am Mittwoch stürzte die Maschine vom Typ Boeing 737-800 kurz nach dem Start ab. Warum sie abstürzte, wird weiter untersucht. Inzwischen verdichten sich die Hinweise, eine iranische Rakete könnte für den Absturz gesorgt haben. Großbritannien und Kanada sprachen von einem möglicherweise versehentlichen Abschuss des ukrainischen Linienfliegers.

Nicht nur hinsichtlich der Ursache für den Flugzeugabsturz im Iran ist die Gemengelage undurchsichtig: Auch was die Opfer betrifft, gibt es zum Teil widersprüchliche Informationen. Während das ukrainische Außenministerium am Tag der Tragödie angab, dass auch Deutsche verunglückt seien, hieß es vom Auswärtigen Amt man habe „derzeit keine entsprechenden Erkenntnisse“. Nun scheint sicher: Auch eine Familie aus NRW hat bei dem Unglück ihr Leben verloren.

Flugzeugabsturz im Iran: Familie aus Werl verstirbt

Eine junge Mutter (30) aus Werl soll gemeinsam mit ihren beiden Kindern in der Boeing gesessen haben, die am Mittwoch kurz nach dem Start vom Imam-Chomeini-Flughafen in der iranischen Hauptstadt Teheran abgestürzt war. Bei den Kindern soll es sich um ein achtjähriges Mädchen und einen fünfjährigen Jungen handeln.

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Werls Bürgermeister Michael Grossmann (CDU) bestätigte gegenüber der „Soester Zeitung“, dass die Familie in der 31.000-Einwohner-Stadt wohnte. Sie sollen die afghanische Staatsbürgerschaft besessen haben. Die Mutter soll 2017 nach Werl zu ihrem dort lebenden Bruder gekommen sein. Sie sei, so Grossmann, anerkannte Asylbewerberin.

Bürgermeister tief betroffen

Er beschreibt die Mutter als „selbstbewusst, sympathisch und aufgeschlossen“. Sie engagiere sich als Helferin in einem Integrationsprojekt. In Werl habe sie aktuell eine Ausbildung zur Arzthelferin gemacht, in Afghanistan arbeitete sie zuvor als Lehrerin. „Die Familie hat von Anfang an gezeigt, dass sie sich hier etwas aufbauen will“, so Grossmann gegenüber der „Soester Zeitung“. Bei der Reise habe sie offenbar Familienmitglieder im Iran besuchen wollen.

Der Bürgermeister der Stadt zeigt sich betroffen: „Man nimmt jeden Tag Katastrophen zur Kenntnis, und dann erlebt man hautnah, dass Menschen betroffen sind, die man gut kennt. Plötzlich bekommt die Katastrophe ein Gesicht. Das geht mir sehr nah.“

176 Menschen sterben bei Flugzeugunglück

Die 176 Menschen an Bord stammten aus verschiedenen Ländern: Der Großteil, 82, seien Iraner gewesen, 63 kamen aus Kanada. Weitere stammten aus Großbritannien, Schweden, der Ukraine und Afghanistan. Handy-Aufnahmen sollen den Absturz der Maschine kurz nach dem Start zeigen. Die „New York Times“ hat die Echtheit der Aufnahmen bestätigt.

Zuletzt äußerte Kanadas Regierungschef Justin Trudeau die Vermutung, die Maschine sei versehentlich „von einer iranischen Boden-Luft-Rakete abgeschossen“ worden. Verschiedene Geheimdienstberichte würden darauf hindeuten.

Iran dementiert Abschuss

Was den Absturz besonders brisant macht: Wenige Tage zuvor hatten die USA den hochrangingen iranischen Offizier und Kommandeur der Quds-Einheit, Qasem Soleimani, in einem Drohnenangriff getötet. Der Iran attackierte darauf US-Stellungen im Irak mit Raketen.

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Der Iran selbst dementiert die Berichte eines versehentlichen Abschusses. Behörden aus anderen Ländern sollen zunehmend in die Aufarbeitung des Unglücks miteinbezogen werden.

In unserem >Newsblog< kannst du die Geschehnisse um den Flugzeugabsturz im Iran noch einmal nachlesen. (dav mit dpa)

 
 

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