Flughafen Köln/Bonn: TV-Bericht alarmiert Fluggast – was die Frau dann vor Ort erlebt, macht sie sprachlos „Brachte mich in Schwierigkeiten“

Eine Frau machte am Flughafen Köln-Bonn eine überraschende Erfahrung.
Eine Frau machte am Flughafen Köln-Bonn eine überraschende Erfahrung.
Foto: imago images / Future Image

Beim Fliegen ist genau geregelt, wie viel Alkohol und Zigaretten man nach Deutschland ein- beziehungsweise ausführen darf. Auch dafür, welche Art von Speisen oder Medikamenten ins Reisegepäck dürfen und welche zu Hause bleiben müssen, gibt es konkrete Vorschriften.

Eine Frau, die vom Flughafen Köln/Bonn aus in den Urlaub fliegen wollte, hatte zuvor in einer TV-Dokumentation über die strengen Zoll-Regelungen erfahren. Da sie auf Medikamente angewiesen sei, habe sie die Doku so sehr verunsichert, dass sie beim Flughafen anrief. Doch als sie dann tatsächlich am Flughafen Köln/Bonn eintraf, war sie äußerst verwundert.

Flughafen Köln/Bonn: TV-Beitrag sorgt für Verunsicherung

Auf Facebook schreibt die Frau, dass sie eine TV-Dokumentation über das Vorgehen gegen Drogen- und Medikamentenhandel stark verunsichert habe. Sie sei auf Oxycodon angewiesen, ein stark wirkendes Opioid, welches sich durch ein hohes Suchtpotenzial auszeichnet. Es wird bei starken und sehr starken Schmerzen angewendet.

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Das ist der Flughafen Köln/Bonn:

  • Der Flughafen Köln/Bonn liegt auf dem Kölner Stadtgebiet
  • Der internationale Flughafen ist die Basis der Fluggesellschaft Eurowings
  • 2018 zählte der Flughafen Köln/Bonn fast 13 Millionen Passagiere
  • bis zum Stadtzentrum von Köln sind es 12 Kilometer, nach Bonn 16 Kilometer
  • 2019 lag er auf Platz 7 der Passagierzahlen in Deutschland

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In Deutschland darf es nur auf einem Betäubungsmittelrezept verordnet werden. Wer ohne Genehmigung damit handelt, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden.

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Erfahrung am Flughafen macht Fluggast wütend

Die Frau hatte eine ärztliche Bescheinigung, dass sie das Betäubungsmittel nehmen durfte. Dennoch war sie durch den TV-Beitrag stark verunsichert und rief beim Flughafen an. Die Mitarbeiterin habe daraufhin am Telefon „ein riesen Theater“ gemacht. Deswegen habe sie beschlossen, sich das Medikament erst in der Flughafen Apotheke abzuholen. Bei der Ausreise am Flughafen war die Frau jedoch sehr überrascht.

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Es habe „niemanden interessiert, was in den Koffern befördert werden sollte.“ Kein Beamter habe sie angesprochen, einen Drogenspürhund habe sie nirgends sehen können. Sie fragt den Flughafen: „Warum so ein Unterschied bei der Schilderung im TV und im wahren Leben?“

Ein Mitarbeiter des Social-Media-Teams erklärt der Kundin daraufhin: „Grundsätzlich darf aber jeder verschreibungspflichtige Medikamente, auch Betäubungsmittel, in haushaltsüblichen Mengen mit sich führen.“ Verboten sei jedoch der Transport in großen Mengen.

„Das brachte mich in Schwierigkeiten“

Die Antwort stimmt die Frau jedoch nicht wirklich glücklich. Sie wirft der Mitarbeiterin am Telefon eine Falschaussage vor. „Sonst hätte ich nicht so viel Stress gehabt mit dem Betäubungsmittel, welches ich seit Jahren regelmäßig benötige“, schreibt sie und ergänzt: „Das brachte mich in Schwierigkeiten.“ Zumindest wisse sie nun für den nächsten Flug Bescheid.

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Die Auskunft des Flughafens auf Facebook stimmt auch mit der des „Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte“ überein. Auf deren Webseite heißt es, dass Patienten „die aufgrund ärztlicher Verschreibung erworbenen Betäubungsmittel in der für die Dauer der Reise angemessenen Menge als Reisebedarf aus- oder einführen“ dürfen. Für Reisen in Länder außerhalb des Schengen-Raums empfiehlt die Behörde eine mehrsprachige Bescheinigung vom Arzt. (dav)

 
 

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