Flughafen Köln/Bonn: Passagiere erreichen pünktlich den Flieger – dann beginnt der Alptraum!

Das sind unsere Flughäfen in NRW

Das sind unsere Flughäfen in NRW

Jedes Jahr starten oder landen mehrere Millionen Passagiere an deutschen Flughäfen. Im Jahr 2020 wurden an deutschen Flughäfen 247,8 Millionen Passagiere befördert. Viele von ihnen auch von NRW aus. Doch welche Flughäfen gibt es in NRW? Wir zeigen sie euch.

Beschreibung anzeigen

Egal ob ab Flughafen Köln/Bonn oder Düsseldorf: Überall verspäten sich Flüge oder werden einfach komplett annulliert. Auch beim Gepäcktransport gibt es immer wieder Probleme.

Bei einem Flug nach Mallorca mit Ryanair ab Flughafen Köln/Bonn erlebten die Passagiere am Donnerstag den absoluten Supergau.

Flughafen Köln/Bonn: Passagiere sind pünktlich am Gate – ihr Flieger aber nicht

Die Passagiere waren überpünktlich vor Ort und warteten gespannt auf ihren Flieger. „Wie von Ryanair empfohlen, waren wir schon drei Stunden vor Abflug am Flughafen“, erzählte eine Urlauberin der „Mallorca Zeitung“. Durch die Sicherheitskontrolle ging es überraschend schnell, doch danach wurde es interessant. Eigentlich sollte das Flugzeug um 17.40 Uhr abheben, doch da kam auch schon die erste Verspätung. Erst bis 19.10 Uhr und dann wurde 20.15 Uhr daraus. „Jedes Mal mussten wir das Gate wechseln“, beschwerte sich die Deutsche.

Die Nervosität bei den Passagieren wuchs. „Ich habe Horrorgeschichten von anderen Fluggästen gehört, die bereits drei Annullierungen hinter sich hatten.“ Bei der Urlauberin wurden es zumindest drei Verschiebungen. Erst um 21.15 Uhr durften sie und die anderen Fluggäste endlich an Bord gehen. Doch dann wurde ihre Hoffnung endgültig zerstört.

Flughafen Köln/Bonn: Erst verspätet sich der Flieger und dann kommt es noch schlimmer

Wenige Minuten später machte der Pilot eine niederschmetternde Durchsage. Der Flieger habe den Zeit-Slot für den Abflug verpasst und die nächste Möglichkeit würde sich erst in drei Stunden ergeben. Ergo stornierte Ryanair den Flug ganz, nachdem die Passagiere bereits dreieinhalb Stunden darauf gewartet hatten, endlich loszufliegen.

Damit war das Maß noch längst nicht voll, denn es gab keine Busse, um die Fluggäste wieder zurück zum Flughafen zu bringen. „Der Pilot hat durchgesagt, dass er niemanden erreichen kann“, erinnerte sich eine 23-Jährige. „Einige Leute haben angefangen zu weinen. Im Flieger waren auch typische Ballermann-Gruppen, die angefangen haben, zu pöbeln. Die Flugbegleiterin war den Tränen nahe und sagte ins Mikrofon, sie wolle auch einfach nur nach Hause.“ Es war der reinste Horror.

+++ Flughafen Düsseldorf: Nächste Hiobsbotschaft – Urlauber brauchen starke Nerven +++

Flughafen Köln/Bonn: Frustration pur im Flieger – Rettung erst nach Stunden

Auch ein Anruf bei der Flughafen-Hotline brachte keine Hilfe. Dann hatten einige Passagiere die Schnauze voll und riefen die Polizei. „Ich hatte einen Beamten am Apparat, der den Flughafen per Videokamera überwachte. Er konnte mir dann sagen, dass endlich Busse kommen“, so eine erleichtere Passagierin. Erst eine Stunde nach Stornierung des Fluges konnten die Reisenden den Flieger verlassen. „Gegen 23.30 Uhr waren wir zu Hause“, seufzte die Urlauberin. „So etwas habe ich noch nie erlebt.“

-------------------------

Mehr Meldungen:

-------------------------

Am nächsten Tag wollte sie es erneut versuchen, doch im Vorfeld war sie schon nicht sehr optimistisch. „Bei der Sicherheitskontrolle ist nur eine Schleuse offen“, stellte die 23-Jährige frustriert fest. „Die Menschenschlange reicht durch die ganze Eingangshalle bis raus vor den Flughafen. Ich weiß nicht, ob ich es pünktlich zum Gate schaffe.“

Laut der „Mallorca Zeitung“ wollte die Polizei keinen Einsatz am Flughafen bestätigen noch das Partnerunternehmen, das für den Bustransfer zuständig ist. Der Flughafen bedauerte die Unannehmlichkeiten für die Fluggäste: Ein Gewitter habe dazu geführt, dass es Verzögerungen im Betriebsablauf gab und die Bereitstellung der Busse im konkreten Fall einige Minuten länger gedauert habe als gewöhnlich, hieß es von der Deutschen Presse-Agentur. (mbo)