Gefahr am Flughafen Köln/Bonn: Als Boeing landen will, passiert plötzlich DAS

Beim Landeanflug auf den Flughafen Köln/Bonn musste eine Boeing 737 von „SunExpress“ am Dienstag durchstarten. (Symbolfoto)
Beim Landeanflug auf den Flughafen Köln/Bonn musste eine Boeing 737 von „SunExpress“ am Dienstag durchstarten. (Symbolfoto)
Foto: imago images / Sven Simon

Am Dienstagnachmittag ist es im Flugraum über Hennef beinahe zu einer extrem gefährlichen Situation gekommen. Ein Cessna-Kleinflugzeug flog ohne Erlaubnis durch die Kontrollzone des Flughafen Köln/Bonn und durchkreuzte dabei den Landeanflug einer Boeing 737.

Das Gefährliche an der ganzen Sache: Der Pilot des Kleinflugzeugs war per Funk nicht zu erreichen.

Flughafen Köln/Bonn: Boeing 737 muss wegen unüblichem Grund durchstarten

Auf ihrem Weg von Bielefeld nach Hangelar (Rhein-Sieg-Kreis) durchkreuzte die kleine Maschine die Kontrollzone des Flughafens. Laut Michael Fuhrmann von der Deutschen Flugsicherung sind diese Zonen mit einem riesigen umgedrehten Schuhkarton über den jeweiligen Flughäfen zu vergleichen.

Sie dienen dazu, dass die großen Maschinen ohne Gefahr starten und landen können. Prinzipiell dürfen sie auch von anderen durchflogen werden – aber nur mit vorher eingeholter Genehmigung.

Kein Funkkontakt zur Cessna

Als das Personal des Towers Köln/Bonn die Cessna bemerkte, informierten sie zunächst die Besatzung der Boeing über die kreuzende Maschine. Dann wurde versucht, Funkkontakt zum Kleinflugzeug aufzubauen – vergeblich.

Die Fluglotsen wiesen die Piloten der Boeing daher an, durchzustarten und den bisherigen Landeanflug abzubrechen.

Einholen der Genehmigung geschieht im Regelfall erst kurz vorher

Bisher ist noch nicht klar, weshalb der Pilot der Cessna durch die Zone flog, ohne sich vorher eine Genehmigung einzuholen. Wie Michael Fuhrmann erzählt, ist das eigentlich nicht einmal sonderlich aufwendig.

Das gängige Vorgehen läuft wie folgt ab: Etwa fünf Minuten, bevor der jeweilige Pilot mit seinem Hubschrauber, Flugzeug oder anderem Flugobjekt in einen solchen Luftraum eindringt, muss er über die öffentlich einsehbare Frequenz die Fluglotsen im Tower anfunken.

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Unabsehbares Verhalten des Piloten

Ist der Luftraum frei, darf passiert werden. Startet oder landet gerade eine Maschine, müssen die kreuzenden Piloten so lange warten, bis sie vom Tower die Freigabe erhalten.

In diesem Fall war das Durchstarten der Boeing aber die einzige Möglichkeit, alle Gefahren auszuschließen. Wegen des fehlenden Kontakts zur Cessna war nicht abzusehen, wie der Pilot sich in der Luft verhalten würde.

„Es war die einzig richtige Reaktion“

„Es war die einzig richtige Reaktion von beiden Parteien, Fluglotsen sowie Piloten“, so Fuhrmann. Die Boeing landete nach dem Manöver unbeschadet mit einer Verspätung von etwa zehn Minuten.

Durchstartmanöver sind im Übrigen Routine. Im Normalfall sind die Auslöser dafür aber zum Beispiel heftige Windböen oder eine noch nicht freigegebene Landebahn. (db)

 
 

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