Düsseldorf

Flughafen Düsseldorf: Zoll kontrolliert Passagiere – und macht unglaubliche Entdeckung

Am Flughafen Düsseldorf fanden die Zollermittler allerlei Kurioses.
Am Flughafen Düsseldorf fanden die Zollermittler allerlei Kurioses.
Foto: dpa
  • Der Zoll am Flughafen Düsseldorf macht allerlei kuriose Entdeckungen
  • Krokodile, Tätowiernadeln und eingenähte Kohle
  • 5 verrückte Fundstücke

Düsseldorf. „Halt, Zollkontrolle“, das lässt bei so manchem Reisenden den Blutdruck in die Höhe schnellen.

Kein Wunder: Fast 2.000 Verfahren wurden durch den Zoll am Flughafen Düsseldorf im vergangenen Jahr eingeleitet.

Flughafen Düsseldorf: Diese kuriosen Fundstücke machte der Zoll

Darunter Drogen mit einem Straßenverkaufswert von 2,4 Millionen (Heroin, Kokain und die Kaudroge Khat), nicht angemeldetes Bargeld in Höhe von 13,75 Millionen Euro, Zigaretten, Waffen und Goldschmuck.

Immer wieder machen die Zöllner am Flughafen Düsseldorf auch kuriose Aufgriffe. Hier fünf Beispiele:

Juni 2019 - Dieser Fund geht unter die Haut:

Stolze 2.630 Tätowiernadeln entdeckte der Zoll bei einer Reisenden (28) aus China. Eine Vielzahl an Paketen hatten die Beamten bei der Kofferkontrolle stutzig gemacht. Die Frau gab an, dass es sich um Tätowiernadeln als Gastgeschenke für Freunde und Verwandte handeln würde.

Doch eine kurze Nachforschung nährte Zweifel. Denn die Chinesin entpuppte sich als Onlinehändlerin für Tätowiernadeln. Gegen sie wurde ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. „Für den Zoll am Düsseldorfer Flughafen war dies der erste Aufgriff dieser Art“, sagt Fabian Pflanz, Pressesprecher des Hauptzollamtes Düsseldorf. „Bei dieser enormen Menge an Nadeln ist es sehr unwahrscheinlich, dass diese nur an Familie und Freude verschenkt werden sollten. Tatsächlich vermuten wir eine gewerbliche Einfuhr.“

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Juni 2019 - Vogelspinnen im Gepäck:

Weil ein Essener (48) seinen Koffer nicht rechtzeitig vom Gepäckband geholt hatte, scannten die Zöllner das Gepäckstück aus Paraguay in einer Röntgenkontrolle. Dort erkannten sie Umrisse von Spinnen. Unmittelbar nach der Kontrolle kam der Besitzer und behauptete, es seien nur persönliche Gegenstände in dem Koffer.

Erst als die Zöllner den Koffer öffneten und Plastikbehälter mit Vogelspinnen zum Vorschein kamen, gab der Mann zu, dass er Spinnen züchte und diese zum Teil trächtig seien.

Die Tiere sind zwar nicht unter Artenschutz. Doch da es sich um eine gewerbliche Einfuhr handelte, wurde ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet. Die Spinnen wurden auf Anordnung des Veterinäramtes sichergestellt.

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April 2018 - Eurasischer Luchs wird zu Teppichfell:

Ein Teppichfell in Form eines eurasischen Luchs entdeckten die Zöllner in einer Frachtsendung aus Kasachstan. Ein Geschäftsmann (42) wollte die Sendung für einen Freund abholen. Eurasische Luchse sind vom Aussterben bedroht und werden daher besonders geschützt. Daher wurde das Luchsfell sicher gestellt. Ein zweites Teppichfell eines Steppenzebras durfte der Düsseldorfer dagegen mitnehmen. Steppenzebras sind nicht geschützt.

März 2019 - In die Augen eines Krokodils geschaut:

Zöllner öffnen den Koffer eines Gelsenkircheners (47), der aus Vietnam einreiste. Plötzlich schauten sie in die Augen eines Krokodils. Das noch junge Tier wurde zu einer Geldbörse verarbeitet.

Die Details wie Kopf - mit Glasaugen präpariert -, Vorder- sowie Hinterbeine sind noch gut zu erkennen. Es handelt sich dabei um ein Siam-Krokodil. „Siam-Krokodile stehen nicht nur auf der Roten Liste für kritisch gefährdete Arten und sind damit vom Aussterben bedroht, sondern fallen zudem auch unter Anhang I des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und sind damit unter weltweiten Schutz gestellt. Die Anzahl der in der Natur lebenden, erwachsenen Tiere wird derzeit auf unter 1.000 Stück geschätzt“, so Pressesprecher Pflanz. Das geschmacklose Mitbringsel wurde beschlagnahmt. (hier mehr dazu)

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September 2017 - Die 18.000 Euro-Jacke:

Wer außerhalb der EU reist, muss mehr als 10.000 Euro Bargeld dem Zoll melden. Das ließ einen 52-Jährigen kreativ werden. Er wollte in den Irak ausreisen und wurde nach mitgeführten Zahlungsmitteln befragt. Er habe 5.000 Euro in seiner Brieftasche, erwiderte der Mann. Tatsächlich fanden die Zöllner nur 2.000 Euro. Der Mann aus Freiburg wurde nervös und zuckte auf die Frage nach dem Rest des Geldes mit den Schultern.

Als er bei einer genaueren Kontrolle die Taschen leeren musste und seine Jacke auszog, entdeckten die Beamten den Grund. Er hatte im Nackenbereich seiner Jacke 36.500 Euro-Scheine eingenäht. Das Geld sei für eine Operation seiner Mutter, so der Beschuldigte. Doch welche Art von OP und woher das Geld stammt, konnte er nicht sagen. Die Kohle wurde wegen Verdachts auf Geldwäsche einbehalten.

 
 

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