Düsseldorf

Flughafen Düsseldorf: Extrem lange Schlangen, obwohl keine Urlaubszeit ist - das steckt dahinter

Lange Schlangen am Flughafen Düsseldorf.
Lange Schlangen am Flughafen Düsseldorf.
Foto: Privat
  • Am Freitagmorgen kam es zu langen Schlangen an der Sicherheitskontrolle am Flughafen Düsseldorf
  • Das Chaos dauerte ca. drei Stunden an
  • Verdi-Gewerkschaftssekretär Özay Tarim ist der Meinung, der Grund dafür läge in einer Fehlkalkulation der Bundespolizei

Düsseldorf. Am Freitagmorgen kam es am Flughafen Düsseldorf zu überdimensionalen Schlangen im Bereich der Sicherheitskontrolle. Bis zu 40 Minuten mussten die Fluggäste in den Schlangen warten.

Das Chaos fing gegen 8.45 Uhr an und dauerte fast drei Stunden bis ca. 11.00 Uhr an.

Flughafen Düsseldorf: Wartezeiten solchen Ausmaßes gab es bereits drei Mal im November

Der Verdi-Gewerkschaftssekretär Özay Tarim ist empört: „Das Erschreckende daran ist, dass wir November haben. Es ist keine Ferien- und Urlaubszeit und dennoch ist es schon das dritte Mal in diesem Monat, dass es zu solchen Schlangen kommt“.

Die ersten zwei Vorfälle fanden am ersten und 14.November statt. An diesen Tagen mussten die Fluggäste mit bis zu eine Stunde in den Schlangen zur Sicherheitskontrolle warten.

Das Problem liegt nicht am Personalmangel

Auch vergangenes Jahr gab es am Flughafen Düsseldorf solche Probleme. Schuld war der Personalmangel bei der Firma Kötter, die im Auftrag der Bundespolizei die Sicherheitskontrollen bedient.

Zwischen März und September dieses Jahres wurden jedoch 230 neue Mitarbeiter bei Kötter eingestellt. Somit wurde der Personalmangel in der Firma vorest behoben. Doch wie konnte es dann zu dem Chaos am Flughafen Düsseldorf kommen?

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Die Fluggästeanzahl spielt bei den Schlangen nur geringe Rolle

Die Fluggästeanzahl spiele laut Özay Tarim dabei kaum eine Rolle. Die Airlines geben die erwartete Anzahl der Fluggäste an den Flughafen weiter. Dieser leitet die Zahlen weiter an die Bundespolizei.

Die Bundespolizei kalkuliert dann die Anzahl der Mitarbeiter, die von der Kötter Security für die Sicherheitskontrollen zur Verfügung gestellt werden.

„Es ist ein Flughafen, keine Bushaltestelle. Es kann nicht unerwartet zu einer unabsehbar hohen Fluggästeanzahl kommen“, erklärt Tarim.

Somit sieht Tarim den einzigen Grund für die Probleme in einer Fehlkalkulation der Bundespolizei.

Die Arbeit an einer Sicherheitskontrolle ist höchstens anstrengend

Die Mitarbeiter der Sicherheitskontrollen müssen teilweise vier bis fünf Stunden am Stück auf den Beinen stehen. Dabei müssen sie die ganze Zeit hochkonzentriert bleiben, denn die Antiterrormaßnahmen bedürfen ihrer ganze Aufmerksamkeit.

Wenn die Mitarbeiter mit solchen Menschenmassen konfrontiert werden, werden sie einem enormen Druck ausgesetzt. Die Prüfung der Sicherheit wird zur Massenabfertigung, so der Vorwurf der Gewerkschaft.

Unter solchen Bedingungen sei es schwierig bis unmöglich, die Sicherheit aller Fluggäste zu garantieren.

„Anscheinend sind die günstigen Kosten der Bundespolizei wichtiger als Sicherheit der Fluggäste und Gesundheit der Bediensteten“, nur so kann Özay Tarim die Sache erklären. (ses)

 
 

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