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Flughafen Düsseldorf: Alarm bei Karl Lauterbach! Reisender kann es nicht fassen – „Sch***arbeit“

Das sind unsere Flughäfen in NRW

Das sind unsere Flughäfen in NRW

Jedes Jahr starten oder landen mehrere Millionen Passagiere an deutschen Flughäfen. Im Jahr 2020 wurden an deutschen Flughäfen 247,8 Millionen Passagiere befördert. Viele von ihnen auch von NRW aus. Doch welche Flughäfen gibt es in NRW? Wir zeigen sie euch.

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Düsseldorf. Zum Jahresende den Stress vergessen und Kraft in der Karibik tanken. Davon träumen in der Pandemie viele.

Doch als Detlef Heppner am Silvestertag am Flughafen Düsseldorf landet, war die ganze Insel-Entspannung dahin. Wegen der Zustände bei der Einreise beschwert sich der Berliner nicht nur beim Geschäftsführer des Flughafen Düsseldorf, sondern verleiht ihr auch gehörig Nachdruck. Denn sein Schreiben ging auch an die NRW-Staatskanzlei um Ministerpräsident Hendrik Wüst und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.

Flughafen Düsseldorf: Reisender erlebt chaotische Zustände

In der offiziellen Beschwerde, die DER WESTEN vorliegt, beschreibt Detlef Heppner die Zustände, die sich nach seinem Flug aus Barbados am 31.Dezember am Flughafen Düsseldorf zugetragen haben sollen.

Reisende aus mindestens drei Fliegern seien gegen 6.30 Uhr gleichzeitig in einem „gangähnlichen, flachen Abschnitt“ vor vier Polizisten gestrandet.

Flughafen Düsseldorf: „Die Situation drohte zu eskalieren“

Es habe sich um Corona-Kontrollen vor der üblichen Pass-Kontrolle gehandelt. Das Problem: „Der 'Warteraum' war überhitzt und unzureichend belüftet“, schildert der Reisende und erklärt weiter: „Alle standen dichtgedrängt, merklich erregt, die Situation drohte zu eskalieren.“

Mehr als 1.000 Menschen hätten sich seiner Schätzung zufolge dort die Beine in den Bauch gestanden. Bis nach 45 Minuten eine automatische Durchsage um die Einhaltung der Corona-Regeln gebeten habe. Die Aufforderung sei jedoch mit zynischem Gelächter quittiert worden.

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„Wer noch nicht die Tragik einer Ansteckung hatte, für den stand die Chance in diesem Abschnitt des Flughafens hervorragend“, ärgert sich Detlef Heppner.

„Sch***arbeit“ am Flughafen Düsseldorf

Für die zuständigen Beamten und deren „Sch***arbeit“ habe er nur noch Mitleid aufbringen können.

Nachdem er besagte Erfahrungen machen musste, forderte der Berliner den Flughafen Düsseldorf dazu auf, den Personenstrom am Airport besser zu leiten, um solche Ansteckungsrisiken zu vermeiden.

So reagiert der Flughafen Düsseldorf auf die Kritik

Der Flughafen Düsseldorf entschuldigte sich für das Erlebnis der Reisenden: „Wir bedauern sehr, dass es nach der Landung des Fluggastes am Morgen des 31.12.21 an unserem Flughafen zu einer Menschenansammlung an den Einreisekontrollen gekommen ist“, erklärte ein Sprecher gegenüber DER WESTEN.

Intensivere Einreisekontrollen seien aufgrund der pandemischen Lage leider notwendig. Man sei stets bemüht, Passagiere möglichst gleichmäßig auf unterschiedliche Flugsteige und Terminals zu verteilen.

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Das will der Flughafen Düsseldorf verbessern

Um die Kontrollen zu beschleunigen, fordere man die Passagiere auf, ihre relevanten Dokumente stets griffbereit zu halten. Außerdem würden Mitarbeiter situationsbedingt auf die Einhaltung der Corona-Regeln hinweisen.

„Leider machen es strenge Vorgaben in Bezug auf den vorbeugenden Brandschutz schwierig, weitere Maßnahmen in den Bereichen der Einreisekontrollen umzusetzen, die bei der Organisation der wartenden Personen helfen könnten“, erklärte der Sprecher des Flughafen Düsseldorf.

Die Kritik nimmt sich der Flughafen allerdings zu Herzen. Man arbeite mit allen beteiligten Partnern - unter anderem der Bundespolizei - an einer Verbesserung der Gegebenheiten.

„So prüfen wir momentan, wie eine weitere Reduzierung der geplanten Passagierkapazität in einzelnen Bereichen umgesetzt werden kann, um die Abläufe für die Passagiere auch in den Spitzenzeiten mit hohem Fluggastaufkommen zu verbessern.“

Sollte der Flughafen Düsseldorf dabei Hilfe benötigen, hat Detlef Heppner einen Tipp: „Wenden Sie sich einfach mal an die AIDA-Reederei. Dort ist man hervorragend in der Lage, einen entsprechenden Personenstrom zu leiten und abzufertigen.“

Auf eine Antwort aus der NRW-Staatskanzlei oder Karl Lauterbachs Bundesgesundheitsministerium wartet der Berliner im Übrigen seit drei Wochen vergebens.