Düsseldorf

Flughafen Düsseldorf: Urlauber reisen mit Hund ein – dann erleben sie einen echten Albtraum

Am Flughafen Düsseldorf gab es Ärger für ein Paar, dass mit ihrem Hund einreisen wollte. (Symbolbild)
Am Flughafen Düsseldorf gab es Ärger für ein Paar, dass mit ihrem Hund einreisen wollte. (Symbolbild)
Foto: dpa, imago images / blickwinkel

Düsseldorf. Den Hund mit auf Reisen nehmen – das gehört für einige Herrchen und Frauchen einfach dazu. Schließlich wird der Vierbeiner ja mitunter fast als vollwertiges Mitglied der Familie anerkannt. Doch die Einreise am Flughafen Düsseldorf endete für das Ehepaar Meyer übel.

Ihre Rückkehr nach Deutschland endete in einem wahren Albtraum – und wurde dazu auch noch richtig teuer. Der Grund: Malteser-Rüde Sammy. Der begleitete Thomas und Daniela Meyer bei ihrer Rückkehr am Flughafen Düsseldorf. Doch was bereits mehrere Male problemlos geglückt war, sollte nun in einem Desaster enden.

Flughafen Düsseldorf: Hund darf plötzlich nicht einreisen

Die Besitzer des Hundes und der Vierbeiner waren gerade von einem Besuch bei Verwandten in Serbien an den Flughafen Düsseldorf zurückgekehrt. Die Einreise mit dem Hund verlief sonst immer ohne Zwischenfälle, erzählen sie. Doch diesmal kam am Flughafen Düsseldorf alles anders.

Der Zoll meldet sich bei Daniela Meyer und will Sammys Papiere sehen. „Ich habe mir keine Sorgen gemacht, ich hatte ja alle Papiere dabei“, erinnert sich die Besitzerin. Doch die Zollbeamten sind mit den Informationen, die sie bekommen, alles andere als zufrieden. Dann der Schock: Sammy darf nicht mit den Meyers nach Hause, sondern muss ins Tierheim gebracht werden! Was war passiert?

Die Trennung von Hund und Halter, so schmerzhaft sie auch sein mag, hat gute Gründe. Denn wer mit einem Haustier vom Drittstaat Serbien zurück in die EU reist, ist verpflichtet, bei dem Tier einen Titer-Test durchzuführen.

Serbien gilt als tollwutgefährdetes Land – der Test gibt Hinweise darauf, wie viele Antikörper sich im Blut des Tieres befinden und ob diese durch eine Impfung oder eine tatsächliche Infektion entstanden sind. Bei Sammy fehlt dieser Test. Deswegen soll er für drei Monate in Quarantäne ins Tierheim, wo die Untersuchung nachgeholt wird.

Sammy muss für Monate ins Tierheim

Der Schock bei Thomas und Daniela Meyer sitzt tief. Von dem Test habe Daniela noch nie gehört. „Der ist durchgeimpft von klein an“, meint sie. „Aber dieser eine Test fehlt halt.“ Sammys Quarantäne wird zudem nicht billig für die Meyers.

Das Tierheim Düsseldorf verlangt einen Tagessatz von 30 Euro – bei drei Monaten sind das rund 2.700 Euro. Dazu kommen die Kosten für den Test sowie eine Strafe für den Gesetzesverstoß bei der Einreise mit Sammy.

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Doch den Meyers bleibt keine andere Wahl, als die verpflichtende Quarantäne abzuwarten, wie RTL berichtet. Umso größer ist die Freude, als sie Sammy im April endlich wieder in die Arme schließen konnten.

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Das sind Malteser:

  • Anerkannte Hunderasse, die aus dem zentralen Mittelmeerraum kommt
  • sie werden bis zu 25 Zentimeter groß und etwa drei bis vier Kilogramm schwer
  • sie gelten als robuste und gesunde Hunde

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Da ist es auch egal, dass die Fellpflege des zweijährigen Maltesers im Tierheim etwas vernachlässigt wurde. „Er sieht katastrophal aus, aber das ist egal. Er ist wieder da“, meint Daniela Meyer. Und auch die drei weiteren Hunde des Paares, Luna, Buddy und Nelly, freuen sich, dass ihr Rudel wieder vollständig ist.

Sammy geht es wieder gut

Psychologische Schäden von seinem Zwangsaufenthalt im Tierheim scheint Sammy nicht davongetragen zu haben. Nur an eine Sache muss er sich erst wieder gewöhnen: herzukommen, wenn seine Halter ihn rufen.

Na, wenn das alles ist, ist Sammy ja noch einmal glimpflich davon gekommen. (at)

 
 

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