Feuerwehr rettet in letzter Minute 34 Menschen aus brennendem Haus

34 Menschen hat die Feuerwehr in Bergisch Gladbach in letzter Minute aus einem brennenden Wohnhaus gerettet. Sechs Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.
34 Menschen hat die Feuerwehr in Bergisch Gladbach in letzter Minute aus einem brennenden Wohnhaus gerettet. Sechs Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.
Foto: dapd
Bei einem Wohnhausbrand in Bergisch Gladbach sind sechs Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Sie erlitten Brandverletzungen und Rauchvergiftungen. Insgesamt retteten 150 Feuerwehrleute 34 Menschen aus dem völlig verrauchten Haus. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar.

Bergisch-Gladbach. Rettung in letzter Minute: Dutzende Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Bergisch Gladbach sind in der Nacht zu Donnerstag nur knapp dem Feuertod entkommen. Sechs Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Als die Einsatzkräfte zu dem Haus im Stadtteil Bensberg gerufen wurden, in dem 48 Menschen gemeldet waren, brannte es aus diesem schon lichterloh und es gab eine starke Rauchentwicklung, wie die örtliche Feuerwehr mitteilte. Mehrere Bewohner standen schreiend am Fenster, weil sie sich nicht mehr über das Treppenhaus ins Freie retten konnten.

"Die Lage war sehr dramatisch", sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Bergisch Gladbach. Kurz nach dem Eintreffen der ersten Feuerwehrleute forderte die Einsatzleitung daher weitere Löschzüge an und löste die Alarmstufe 2 eines "Massenanfalls von Verletzten" aus. Diese von insgesamt vier Stufen wird nach Angaben des Sprechers nur sehr selten ausgerufen - und zwar dann, wenn überregionale Kräfte zur Bewältigung der Lage benötigt werden.

Sechs Menschen verletzt

Zur Rettung der Bewohner spannte die Feuerwehr Sprungtücher auf, in die drei der Eingeschlossenen sprangen. Weitere Bewohner wurden über Drehleitern in Sicherheit gebracht. Ein Bewohner konnte nur noch mit schwersten Brandverletzungen aus dem Haus gerettet werden, fünf weitere wurden mit leichten bis mittelschweren Verletzungen eingeliefert. Dabei handelte es sich um Rauchgasvergiftungen, Brandverletzungen und Knochenbrüche, die sich die Betroffenen beim Sprung aus dem Fenster zugezogen hatten. Insgesamt befreite die Feuerwehr 34 Bewohner aus dem brennenden Haus.

Da durch den Brand viele Wohnungen in dem Haus nicht mehr bewohnbar sind, mussten die Betroffenen die Nacht über anderweitig untergebracht werden. Die Stadt Bergisch Gladbach stellte eine Notunterkunft zur Verfügung, die 23 Betroffene in Anspruch nahmen. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar. Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer offenbar in einem Lagerraum eines angrenzenden Teppichgeschäftes ausgebrochen, da dort nach Angaben der Feuerwehr die größte Zerstörung vorgefunden wurde. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (dapd/dpa)

 
 

EURE FAVORITEN