Herdecke

Feuerwehr rettet hilflose Entenküken und wird heftig beschimpft

Diese Entenküken rettete die Herdecker Feuerwehr aus einem Blumenkasten eines Balkons im zweiten Stock.
Diese Entenküken rettete die Herdecker Feuerwehr aus einem Blumenkasten eines Balkons im zweiten Stock.
Foto: Feuerwehr
  • Die Feuerwehr Herdecke rettete hilflose Entenküken
  • Daraufhin mussten sich die Rettungskräfte einiges gefallen lassen
  • Mit einem emotionalen Facebook-Post machte sich die Feuerwehr jetzt Luft

Herdecke. Mit besten Absichten rettete die Feuerwehr am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr sieben Entenküken in der Hauptstraße in Herdecke. Die Tiere lagen hilflos in einem Blumenkasten auf dem Balkon einer Wohnung im zweiten Obergeschoss.

Doch statt Lob musste sich die Herdecker Feuerwehr für die Rettung der Küken nach eigenen Angaben Angriffe gefallen lassen. Darauf reagierte die Herdecker Feuerwehr am Samstag mit einem emotionalen Post bei Facebook.

„Manchmal vergeht uns Feuerwehrleuten echt die Lust, in der Stadt für Sicherheit zu sorgen!“

Die Feuerwehr zeigte sich genervt: „Jetzt kommen im Nachhinein wieder die ganzen Experten bei Facebook, beurteilen aufgrund von ein paar Zeilen Text die ganze Situation und greifen uns dann teilweise mit einer Wortwahl an, die echt an Unverschämtheit grenzt!“

Offenbar hatten einige Facebook-Nutzer kritisiert, dass die Feuerwehr, die Küken von ihren Eltern getrennt haben.

Rechtfertigung der Feuerwehr

Die Feuerwehr entgegnen jedoch, dass die Rettung unter Zeitdruck stattfand. Ein Küken sei bereits aus sieben Meter Höhe hinuntergefallen. Drei andere seien von Raubvögeln attackiert worden.

Zudem hätten die Rettungskräfte versucht, die Eltern einzufangen, aber „im Gegensatz zu uns Feuerwehrleuten – wir sind auch nur Menschen – können Enten fliegen.“ Die Feuerwehr betonte, keine Tierexperten zu sein und gaben an. die Küken erst nach Absprache mit Spezialisten in Sicherheit zu gebracht zu haben.

Einladung an die wütenden Facebook-Nutzer

Von der Reaktion einiger Nutzer waren die Rettungskräfte sehr enttäuscht.

Trotzdem lud die Feuerwehr die Kritiker zu sich ein: „Mit der Energie, die hier auf Facebook aufgewendet wird, um sich über unsere Maßnahmen aufzuregen, kann man locker bei uns mitmachen! Dann muss man sich im Nachhinein auch nicht aufregen, sondern weiß, dass alles versucht wurde, den Tieren zu helfen.“

Wie geht es mit den Küken weiter?

Nach Angaben der Feuerwehr befinden sich die Entenküken mit 250 Artgenossen in der Paasmühle in Hattingen.

Vogelexperten hätten die Feuerwehr darüber aufgeklärt, dass die Eltern ihre Trauer über den Verlust ihrer Nachkommen schnell vergessen werden.

(ak)

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